Cloud-Service und IT-Sicherheit

Vor 8 Wochen wurde begonnen, Begleitmaterial zum Computerführerschein auf der cloudbasierten Lernplattform https://konrad.moodlecloud.com bereitzustellen. Der Besuch der Plattform ist für die Teilnehmer kostenlos. Jeder kann sich derzeit mit dem Anmeldenamen eu und dem Passwort 1st anmelden. Die geringen Kosten für den Betrieb werden über unaufdringliche Werbung in der Fußzeile finanziert.
Die Lernziele zum ECDL-Modul IT-Sicherheit wurden jetzt aus dem pdf-Dokument kopiert und mit Hyperlinks zur Wikipedia versehen. Die Bearbeitung der Lernziele wurde um die Sammlung wichtiger Begriffe ergänzt. Sie wird als bearbeitetes pdf-Dokument bereitgestellt. Im Zusammenhang mit der ECDL Initiative ist der Syllabus zur Verwendung und Vervielfältigung freigegeben.
Das selbst erstellte Material auf https://konrad.moodlecloud.com kann jeder andere Plattformbetreiber im 2. Halbjahr 2017 erhalten, wenn das schriftlich vereinbart wurde. Interessant dürfte das Angebot vor allem für Schulen und Einrichtungen sein, welche den Computerführerschein in ihrem Programm haben. Mit diesem Material kann jeder, der das möchte, Erfahrungen sowohl als Trainer als auch als Administrator sammeln und das Material den eigenen Vorstellungen anpassen. Maximal 50 Teilnehmer sind auf der Startversion möglich. Sogar Online-Video-Konferenzen mit Präsentation sind schon integriert. Allerdings können in der werbefinanzierten Version nur 6 Personen gleichzeitig teilnehmen. Diese Beschränkung entfällt, wenn man 80 Australische Dollar (54 EUR) pro Jahr zahlt. Mit der Gebühr (4,50 Euro pro Monat für die reine Plattform) entfällt auch die Werbung in der Fußzeile.
Diesem unschlagbaren Preis für eine komplette Lernplattform stehen Risiken gegenüber, wie sie bei Cloud-Diensten nicht auszuschließen sind. Als Autor und Betreiber weiß man nicht mehr, wo die Daten wirklich stehen. Von den registrierten Kursteilnehmern sollte man nur den realen Vornamen, ein Alias oder eine Teilnehmernummer eintragen lassen.
Passend dazu behandelt das in dieser Woche beginnende 7. ECDL-Modul das Thema „Bedrohung durch Cloud-Computing“. Ein wichtiges Thema ist der Datenschutz und der drohende Verlust der Privatsphäre. Es ist das letzte Modul, welches der Autor als freier Mitarbeiter und Teletutor eines Karlsruher Bildungsunternehmens in Form von „Präsenzunterricht der neuesten Generation“ derzeit durchführt. Im Fokus seines Interesses stehen bundesweite Vernetzung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer über eine interaktive Live-Lernplattform unter Einbeziehung der genannten Moodlecloud.
Fazit: Die als alfaview® verfügbare Technik funktioniert hervorragend. Der Unterricht mit durchschnittlich 18 Teilnehmern funktionierte genau so effizient wie mit einer real-anwesenden Klasse. Die Prüfungsergebnisse waren nicht schlechter als bei Hunderten von Prüfungen des Trainers in einer nordhessischen Berufsschule. Eingespart wurden die Reise- und Übernachtungskosten, welche in der Regel höher sind, als die Kursgebühren. Von Vorteil für die arbeitssuchenden Teilnehmer ist auch, dass sie in Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen direkt auf die eigenen Erfahrungen mit Web-basierten Weiterbildungs- und Konferenzsystemen Bezug nehmen können.
In den ersten Tagen war das virtuelle Klassenzimmer mit permanenter Videokonferenz wegen der Vielfalt an beruflichen Erfahrungen als auch der Alters-spanne und der Dialekte der Teilnehmer zwischen Rostock und Rosenheim bzw. zwischen Rhein und Havel gewöhnungsbedürftig. Den anfänglichen Vorbehalten wich dann vertrauensvolle Teamarbeit, um den zügig vorgetragenen Lehrstoff zu vertiefen. Durch effiziente Zusammenarbeit und gelungene Selbstorganisation und Vernetzung der Teilnehmer wurden 85% der Prüfungen im 1. Versuch bestanden. Die vorletzte Prüfung bestanden sogar alle. Die letzte Prüfung steht am 9. Juni an: Das 7. Modul ist am text- und theorielastigsten aber besonders wichtig. Kürzlich setzte der WannaCry-Angriff via Internet tausende Rechner mit einer Erpressungssoftware außer Betrieb. Jetzt kommt schon der nächste Erpresservirus: „Jaff“. Jaff tarnt sich oft als Rechnung und verbreitet sich per Mail.
Wer die erworbenen Kenntnisse zur IT-Sicherheit auch nach der Prüfung beherzigt, wird sich im Internet gefahrlos bewegen und sachgerecht mit Daten und Informationen umgehen können.
Die Lernziele mit den Verknüpfungen zu kostenlosen Nachschlagewerken stehen in PDF-Form bereit und sind im Zusammenhang mit der ECDL-Initiative freigegeben.

Begleitmaterial zum Computerführerschein

Vor 10 Jahren habe ich als ECDL-Trainer eine Moodle-Lernplattform mit Videos und Selbsttests bestückt.

Das Material ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Eine Kopie der ersten Version läuft immer noch in Hamburg: http://schlankreye.eu. Von dort und von anderen Stellen erfolgen pro Tag über tausend Zugriffe auf die alten YouTube-Videos sofern nicht gerade Schulferien oder Wochenende ist.

Im Rahmen der Umsetzung eines Auftrages für eine Präsenzschulung als Teletutor wird jetzt neues Material produziert. Es ergänzt die Standardunterlage zum ECDL vom Herdt-Verlag.

In der Herdt-Unterlage finden die Teilnehmer den Lernzielplan am Ende des gedruckten Werkes. In der rechten Spalte kann man entnehmen, zu welcher Seite man blättern muss, um sich den Stoff zu den Lernzielen anzuschauen. Bei Printmedien lässt sich das nicht besser umsetzen.

Bei Online-Produktionen kann man andere Wege gehen. Im ECDL-Lernzielplan, der im Übrigen Syllabus genannt wird, habe ich dynamische Links und ergänzende Videos eingebaut. Eine bekannte Suchmaschine stellt die gewünschten Fundstellen auf der Basis passender Suchbegriffe zusammen. Sollte die Relevanz der Fundstellen nicht ausreichen, kann man nachjustieren.

Die Herdt-Vorlage hat den Vorteil, dass sie nicht an einen Internet-Zugang gebunden ist. Fällt das Netz aus, können die Teilnehmer damit trotzdem weiterarbeiten.
Das Netz ermöglicht unter anderem, dass wichtige Teile meines Vortrages als Video-Konserve bei YouTube wiederholt werden können.
Moderne Lernplattformen mit einer sicheren Internetverbindung (HTTPS) und passenden Apps für die Smartphones der Teilnehmer konnten sich bisher nur wenige Einrichtungen leisten. Da kommt das kostenlose Angebot einer durch Werbung finanzierten Moodlecloud zur rechten Zeit. Es verwendet das sichere Hypertext-Übertragungsprotokoll HTTPS, um Daten im World Wide Web abhörsicher zu übertragen. Diese Eigenschaft ist Voraussetzung, damit die Mobile App zu Moodle auf den Smartphones der Kursteilnehmer läuft.

Ziel der Neuproduktion ist, dass alle Interessierten jederzeit mit jedem Internet-fähigen Endgerät auf die Module zum Computerführerschein zugreifen können. Das gilt auch für die Selbsttests zur Einschätzung der eigenen Prüfungsreife.

Für mich als ECDL-Trainer ist die Motivation zur Neuproduktion auch die Tatsache, dass ab dem Sommer meine ersten Enkel zur Sekundarstufe wechseln. Diese Schule ist seit 2004 ein Trendsetter beim ECDL.
Die Motivation der übernächsten Generation inspirierte zur Erstellung eines Einführungsvideos zur Lernplattform. Es trägt den Titel „Opa Konrad aus der MoodleCloud“. „Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse“ gibt es schon seit 1975 als Geschichte von Christine Nöstlinger. Konrad und Konserve passt zum Merken des Namens für die Sammlung aus Videos und Quizzen auf der Moodlecloud im Internet: https://konrad.moodlecloud.com.
Die Besichtigung des ersten Moduls kann man durchführen, indem man den Anmeldenamen eu verwendet und das zugehörige Kennwort 1st eingibt. Wenn sich mehrere Besucher gleichzeitig mit dem Namen eu anmelden, kann es Probleme bei der Zuordnung von Selbsttests geben.

Registrierte Kursteilnehmer können sich an den Autor wenden und auf Wunsch einen eigenen Zugang mit einem selbst gewählten Aliasnamen erhalten.
Bildungseinrichtungen, die YouTube nicht zulassen oder keine Werbeeinblendungen möchten und die Lernerfolgskontrollen für die eigene Plattform übernehmen möchten, können das Videomaterial und die Fragensammlung erwerben.
Abgesehen vom zitierten Text des ECDL-Syllabus gilt für alle auf dieser Plattform gespeicherten Materialien: „Alle Rechte vorbehalten“.
Interessierte Bildungseinrichtungen können alle Rechte maßgeschneidert erwerben, die sie haben möchten.
Die Bildungseinrichtung bzw. ihre zuständige Beschaffungsinstanz schreibt die gewünschten Rechte für den Einsatz einer Kopie auf. Dazu kommen der Ort (Server-URL), die Anzahl der vorgesehenen Nutzer und die Dauer der Nutzung. Das Nutzungsentgelt legt jede Einrichtung selbst fest. Es sollte sich an den Kosten von Lehrbüchern mit ähnlichen Inhalten orientieren. Wenn jährlich neue Bücher im Wert von 1000 Euro zum Erreichen der Lernziele der Einrichtung benötigt werden, sind im Jahr 500 Euro akzeptabel und begründbar. Kommt nach Prüfung des Wunsches zur Rechteüberlassung ein Lizenzvertrag zustande, wird die Lizenz zur Beschaffung des Materials am Anfang jedes lizenzierten Online-Kurses verlinkt. Abgesehen vom vereinbarten Preis wird der gesamte Vertragstext verlinkt. Die doppelte Verlinkung ist ein Merkmal, dass kein illegaler Einsatz erfolgt ist. Fehlt die Verlinkung oder ist der selbst gewählte Vertragstext unzutreffend, werden die Fakten hinterfragt. In gravierenden Fällen werden gegebenenfalls rechtliche Schritte von einem beauftragen Anwalt eingeleitet.

Self-made mobile Edutainment

Die eigenständige Produktion von motivierenden Wissensspielen für die Smartphones und Netbooks von Freunden und Familienmitgliedern sind das Ziel des im Video beschriebenen Angebotes.

Smartphones sind universelle Wissenszugangsgeräte

Sie sind immer in Griffnähe und schnell in ihrer Funktionalität zu begreifen. Viele Besitzer möchten zeigen, dass sie mehr können, als nur Bilder oder lustige Gimmicks und Kurzbotschaften an ihr Umfeld zu versenden. Gut ist, wenn das Umfeld neben dem Unterhaltungswert auch bildungsmäßig davon profitieren kann: Der Wortschatz an Vokabeln und Fachbegriffen oder die Allgemeinbildung kann auf unterhaltsame Weise erweitert werden, wann immer man mag. Wer möchte, kann seinen eigenen Quizraum im Internet bauen und sich dort mit den eingeladenen Mitspielern messen. Continue reading

Gamifizierung erhöht die Motivation zum Lernen

Gamifizierung ist nichts Neues. Schon bevor es Computer gab, erweiterten Schüler ihr Allgemeinwissen mit kostenlosen Wissensspielen im Stil von Stadt-Land-Fluss. Die folgenden Fallbeispiele aus der Erdkunde und dem Eurovision-Song-Contest (ESC) zeigen daher die Gamifikation mit den heutigen Mitteln. Das Wissen um die ISO-2 Codes aus der Erdkunde hilft beim Lösen des ESC-Quiz.


Internettaugliche Smartphones, JavaScript und Lernplattformen bewirken, dass spieltypische Elemente in den spielfremden Kontext zum Aufbau von Paukwissen einbezogen werden können: Vokabeln müssen weiterhin gelernt werden, das Einmaleins und wichtige Fakten aus Geschichte, Erdkunde und den Naturwissenschaften kommt noch hinzu.

Das Angebot auf der Seite quizdidaktik.de liefert Beispiele, wie es gehen kann. Der Aufwand, den Lehrer treiben müssen, um mit den angebotenen Quizdidaktik-Tools umfassende Angebote zu machen, ist jedoch enorm.

Wenn man sich in die zahlreichen Tools der Quizdidaktik eingearbeitet hat, ist es viel Arbeit, die Formulare für die JavaScript- oder Moodle-basierenden Quizfragen zu füllen und die Ergebnisse im Internet oder für den lokalen Einsatz mit einem Browser aufzubereiten.

Mit Entwicklungsumgebungen auf der Basis von Excel-Tabellen geht es leichter. Mit einfach und gut strukturierten Tabellen zur Anlieferung der Quizdaten, geht die Produktion um Größenordnungen schneller, weil das Ausfüllen von Formularen entfällt. Die Quizgeneratoren ergänzen die Editiermöglichkeiten von Excel. Sie können automatisch 1200 Vokabeln in 5 Minuten zu einem Vokabeltest verarbeiten. Die Wikipediatabelle mit ca. 200 Staaten benötigt weniger als eine Minute, damit Sie als Hauptstadt-Quiz bereitsteht.

Zum Nachweis dieser Behauptung können die beim Testen entstandenen Quizze mit einer CC-BY-Lizenz sowohl genutzt, als auch zur Wiederverwendung heruntergeladen werden:
https://wer-weiss-was.net/_/4aus4/index.html
Diese 24 Quizze „4 aus 4“ bieten die vollständigen Zuordnungen von 1175 Frage-Antwort Paare an.

https://wer-weiss-was.net/_/4aus10/index.html
Diese 8 Quizze „4 aus 10“ liefern durch zufällige Auswahl von Fragen aus einem Pool mehr Spannung.
Die angezeigten 4 Zuordnungsmöglichkeiten pro Frage berücksichtigen die Größe der Displays von Smartphones. Das gleiche Datenmaterial kann auch für Tests auf Moodle-Plattformen verwendet werden.

Interessenten können Kontakt aufnehmen, um die Quizgeneratoren oder das Produktions-Know-how zur Programmierung zu erwerben.

Daten zum Staaten-Quiz

Staat Langform des Staatsnamens Hauptstadt Einwohner km² Fläche Einw. dichte ISO-3-Kürzel ISO-2-Kürzel TLD
Abchasien Republik Abchasien Sochumi 240.000 8600 28 ABC (-) (-)
Afghanistan Islamische Republik Afghanistan Kabul 32.200.000 652.230 49 AFG AF .af
Ägypten Arabische Republik Ägypten Kairo 89.100.000 1.001.450 89 EGY EG .eg
Albanien Republik Albanien Tirana 2.900.000 28.748 101 ALB AL .al
Algerien Demokratische Volksrepublik Algerien Algier 37.400.000 2.381.741 16 DZA DZ .dz
Andorra Fürstentum Andorra Andorra la Vella 85.000 468 182 AND AD .ad
Angola Republik Angola Luanda 25.000.000 1.246.700 20 AGO AO .ao
Antigua und Barbuda Antigua und Barbuda Saint John’s 87.000 443 196 ATG AG .ag
Äquatorialguinea Republik Äquatorial­guinea Malabo 800.000 28.051 29 GNQ GQ .gq

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Physik – Die wichtigsten Konstanten per Video erklärt


Warum sollte man noch zu öden Vorlesungen gehen, wenn es Avatare viel besser machen? YouTube liefert alles auf das Smartphone. Die Erklärvideos kann man an viel gemütlicheren Plätzen nutzen als in den überfüllten oder ungemütlichen Hörsälen. Der Prof sollte lieber praktische Experimente machen und die Studenten in persönlichen Gesprächen coachen!

In der folgenden Tabelle sind die relevanten Beiträge zu den Konstanten verlinkt. Dieser Beitrag ist gemeinfrei: CC0

Größe Zeichen Zahlenwert SI- Einheit
Avogadro-Konstante NA 6,022042 * 1023 1/mol
Bohrsches Magneton μB = eh/2me 9,274078 * 10-24 J/T
Bohrscher Radius ao = α/(4πR 5,2917706 * 10-11 m
Boltzmann- Konstante k = R/NA 1,380662 * 10-23 J/K
Compton-Wellenlänge des Elektrons λC,e = h/(me * c) 2,4263089 * 10-12 m
Compton-Wellenlänge des Neutrons λC,n = h/(mn * c) 1,3195909 * 10-15 m
Compton-Wellenlänge des Protons λC,p = h/(mp * c) 1,3214099 * 10-15 m
Elektronenradius re = α2a0 2,817938 * 10-15 m
Elementarladung e 1,6021892 * 10-19 C
Fallbeschleunigung gn 9,80665 m/s²
Faraday- Konstante F = NA * e 9,648456 * 104 C/mol
Feinstrukturkonstante α = μ * C * e / 2h 7,2973506 * 10-3
Gaskonstante R 8,31441 J/(mol*K)
Gravitationskonstante G 6,6720 * 10-11 Nm²/kg²
Hartree- Energie Eh = 2hcR 4,359814 * 10-18 J
Kernmagneton μN = e*h/(2*mp) 5,050824 * 10-27 J/T
Lande’scher g-Faktor ge = 2μeB 2,002319313
Lichtgeschwindigkeit c 2,99792458 * 108 m/s
Loschmidt- Konstante n0 = NA / V0 2,686754 * 1025 1/m³
magnetisches Moment (Elektron) μe 9,284832 * 10-24 J/T
Molvolumen V0= RT0/p0 2,241383 * 10-2 m³/mol
Nernst-Faktor NF= RT0/F 5,915945 * 10-2 V
Normdruck p0 1,01325 * 105 Pa
Nullpunkt der Celsius-Skala T0 273,15 K
Permeabilität des Vakuums μ0 1,2566370614 * 10-6 H/m
Permittivität des Vakuums ε0= 1/μ0*c2 8,85418782 * 10-12 F/m
Planck-Konstante h 6,626176 * 10-34 J * s
Ruhemasse des Elektrons me 9,109534 * 10-31 kg
Ruhemasse des Neutrons mn 1,6749543 * 10-27 kg
Ruhemasse des Protons mp 1,6726485 * 10-27 kg
Rydberg-Konstante R2mec/(2h) 1,097373177 * 107 1/m
1 Plank’sche Konstante c1= 2πhc2 3,741832 * 10-16 W * m²
2. Plank’sche Konstante c2=hc/k 1,438786 * 10-2 K * m
Stefan-Boltzmann’sche Konstante σ = π2k4/(60h³c²) 3,67032 * 10-8 W/(m² * K4)
Wien’sche Konstante W = λmax T 2,89779 * 10-3 K * m
Wellenwiderstand des Vakuums Z0 = √ (μ0/ ε0) 3,76731 *10² Ω

Muttersprachler zuerst – America Second ;)

Alternative Fakten via FakeNews: Über den Bau einer virtuellen Mauer zur Ausgrenzung von Anglo-Amerikanern.

Um West-Berlin wurde im Jahr 1961 eine Mauer gebaut. Sie erfüllte ihren Zweck bis 1989 und hatte eine inverse Bedeutung, wie die geplante US-Mauer zu Mexiko: Menschen sollten nicht am Herkommen, sondern am Weggehen gehindert werden.
Die freiheitlich denkenden Europäer haben seitdem Phobien gegen Mauern an ihren Grenzen. Im Übrigen wären solche Bauwerke auch langfristig nicht bezahlbar und daher sowieso nicht zukunftsfähig. Schon die Überwindung der Chinesische Mauer war für die Mongolenhorden kein Problem. Rentabel ist deren Mauer jedoch als Touristenattraktion in der heutigen Zeit.
Virtuelle Mauern sind viel billiger
Kostenlos wäre der Aufbau von Sprachbarrieren zum Schutz geistigen Schaffens. Mit der „Nicht-Übersetzung ins Englische“ kann der frühzeitige Abfluss von geistigen Schöpfungen in die englischsprachige Welt wirksam verzögert werden. Übersetzen wir unsere Werke aus der Forschung nicht von unserer Muttersprache ins Englische. Warten wir ein paar Monate, bis wir eine Lizenz für Übersetzungen genehmigen. Zuerst soll der eigene Sprachraum profitieren, dann dürfen Amerikaner und Engländer Unsere Werke in einer Übersetzung lesen. Wir können deren Sprache verstehen, die angloamerikanische Welt kann aber kaum Deutsch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, ….
Sprache ist unsere kostenlose Verschlüsselungsoption für geistige Arbeit! Wir sollten nicht mehr so naiv sein und unsere Werke als erstes durch englische Übersetzungen verbreiten.
Davon profitieren nur die angloamerikanischen Länder, welche sich von uns Resteuropäern abgrenzen wollen. Last eure Werke als Reaktion auf die Entwicklungen im Angloamerikanischen Raum gegebenenfalls zuvor in andere wichtige Sprachen übersetzen. Man könnte in ferner Zukunft die Chinesische Karte (deren Sprache) nutzen, wenn Lizenzgebühren gezahlt werden oder eine entsprechende Gegenleistung geliefert wird.
Ich habe schon eine Idee für ein Fallbeispiel zum Schutz meiner geistigen Arbeit: Die Programmierung von Quizgeneratoren für Lernmanagementsysteme, welche XML-Dateien importieren können. Die Einführung liefere ich im Februar auf meinem YouTube-Kanal in meiner Sprache mit französischen Untertiteln. Andere Übersetzungen werde ich zulassen, sofern es sich nicht um Englische handelt. Bildungswillige Chinesen schließe ich nicht aus. Das übernimmt schon deren Regierung durch die allgegenwärtige Zensur.
Der Niederländische Kanal drückt seine Abneigung gegen Trump mit leicht verständlichem Humor aus – ich wähle auf meinem Kanal einen anderen Weg – auch wenn mir damit einige Millionen zusätzlicher Klicks aus dem englisch-sprachigem Raum bei YouTube versagt bleiben werden.

Was kann man sich unter Service Learning vorstellen?

Es ist eine Lehr- und Lernform, die gesellschaftliches Engagement von Schülern und Studenten mit fachlichem Lernen verbindet. [s. Wikipedia]
Den Grundgedanken gibt es schon über 100 Jahre. Altersgerechte Lern- und Erlebnisräume standen Pate bei der Pfadfinderbewegung, die 1907 von Robert Baden-Powell gegründet wurde.
Neu ist, dass Service (in der Übersetzung als Engagement für die Allgemeinheit) Teil des Unterrichts ist. Das ist notwendig, weil junge Mensch die freiwilligen Angebote nicht annehmen, um sich gesellschaftlich zu engagieren.
In früheren Jahrzehnten gab es diese Notwendigkeit nicht. Man setzte auf Freiwilligkeit. Viele junge Menschen wurden nebenbei mit gesellschaftlichen Engagement vertraut gemacht. Im meist ländlichen Raum erhielten Kinder automatisch Aufgaben, die sie bewältigen konnten. In der Schule gab es durch gesellschaftlich engagierte Lehrer Hinweise auf die Angebote von DLRG, Rotem Kreuz, Jugendfeuerwehr und Pfadfindern. Die wurden gern angenommen. Ab dem Alter von 15 oder 16 konnten (und können) sich Schüler und Studenten in den internationalen Lagern der Kriegsgräberfürsorge engagieren und dabei interkulturelle Zusammenarbeit und die Folgen von unverantwortlicher Politik kennenlernen.
Fakten und Folgen unserer Geschichte erhalten andere Dimensionen. Sie werden begriffen, weil man Erkenntnisse nicht nur auf der Basis einer Suche bei Google oder der Wikipedia formuliert.
Wenn die wenigen verbliebenen Fakten der Gefallenen auf den Grabsteinen mit dem Pinsel neue Farbe erhalten, nimmt man wahr, dass diese Menschen oft kaum älter waren, als man selbst, als sie aus dem Leben gerissen wurden.
Wenn derartige Tätigkeiten im Rahmen von Unterricht in einer Schulklasse oder einem Hochschulseminar zur Pädagogik stattfinden, spricht man von Service Learning.
Natürlich könnten die Gräber von Millionen Kriegstoten komplett von ortsansässigen Dienstleistern oder Gärtnereinen gepflegt werden: Man macht genormte Ausschreibungen für jeden Friedhof und vergibt die Arbeiten an den jeweils billigsten Dienstleister. Damit erspart man sich die Kosten für die Workcamps, die Öffentlichkeitsarbeit und die Organisation der Teilnehmer. Die Pflege der in Reih und Glied bestatteten Kriegstoten würde nur wenige Euro pro Grab kosten. Die europaweit addierten Gesamtkosten pro Jahr bewegen sich dann auf der Höhe der Kosten eines modernen Kampfflugzeuges. Wenn man in diesen wirtschaftlichen Kategorien denkt, beraubt man jedoch die junge Generation um Erfahrungen. Wer diese Gräberfelder im Rahmen des Neudeutschen Begriffs des Service Learnings wahrgenommen hat, wird Politik bewusster wahrnehmen und den Wert des langanhaltenden Friedens in einem geeinten Europa zu schätzen wissen damit keine neuen Soldatenfriedhöfe eingerichtet werden müssen.
Bisher ist die Teilnahme an Workcamps Privatsache.
Mit Service Learning könnte der Dienst am Gemeinwohl zum Bestandteil von Unterricht werden. Solche Projekte führen von der Kleinteiligkeit des Fachunterrichts weg und hin zu fächerübergreifendem Denken und Handeln. Auf dem Soldatenfriedhof führt man nicht nur Maler und Gärtnerarbeiten aus, man spricht auch über das, was zu dieser Anlage geführt hat. In der Regel auch in Fremdsprachen, weil diese Workcamps international angeboten sind und als Begegnungsstätten konzipiert wurden. Soziales Engagement könnte kaum nachhaltiger für Unterrichtszwecke eingeplant, reflektiert und mit Inhalten der Bildungs- und Lehrpläne verknüpft werden.
Das oben genannte Szenario greift Bewährtes auf und nutzt Erfahrungen. Lediglich die Zielgruppe wird neu definiert: Schulklassen statt Freiwilliger.
Man kann jedoch auch neue Konzepte erproben, um interessante und nachhaltige Felder für das Service Learning zu erschließen. Im eingebetteten Video gibt es ein Szenario für die MINT-Fächer. Kreativität macht weitere Szenarien denkbar: Projektwochen in der Oberstufe zur Integration von Zuwanderern unter Berücksichtigung der allgemein vorhandenen Kulturzugangsgeräte.
Viele junge Menschen nutzen mit Hingabe ihre Smartphones und Notebooks zum Spielen und Abhängen in der Freizeit. Jenseits des Spielens und des WhatsAppens ist ihre Medienkompetenz eher gering, weil die bisherigen Lehrpläne den sinnvollen Gebrauch der Informationstechnik kaum berücksichtigen. Hierzulande sind gedruckte Bücher für den Zugang zur Kultur und den Erwerb von Bildung noch der Standard. Die digitale Nachfolgetechnologie hat es wegen der Technikphobie eines großen Teils der Pädagogen noch schwer. Da könnten Pilotversuche in einer Kombination von explorativem eLearning und Service Learning neue kreative Wege eröffnen.
Die Einbeziehung dieser Kulturzugangsgeräte in den Unterricht ist wichtig. Das zeigen auch internationale Studien. Wer die moderne Hardware nur als Spielekonsolen begreift oder als Gegenstand des Informatikunterrichts, verhindert die Zukunftsfähigkeit von Bildung und Ausbildung. Vor allen Dingen zementiert man die Chancenungleichheit. Bildungsferne Schichten und Zuwanderer haben nicht die Möglichkeit, ihren Kindern zeitgemäße Bildung an privaten Eliteschulen oder Hochschulen zu eröffnen.
Wenn der Lehrernachwuchs und die aktiven Lehrer mit den Möglichkeiten der Kulturzugangsgeräte und der notwendigen Mediendidaktik vertraut gemacht werden, könnte die Kleinteiligkeit des Fachunterrichts durch fächerübergreifenden Projektunterricht unter Einbeziehung des Service Learnings stattfinden.
Weil Mediendidaktik wichtig ist und das eLearning nach der Schule eine wichtige Rolle im lebenslangen Lernen spielt, hat Konrad Rennert ein Konzept erarbeitet, welches auf der Basis einer CC-BY-Lizenz alle Nutzungsmöglichkeiten eröffnet. Kommerzielle Nutzung ist ebenso denkbar, wie der Einsatz im Projektunterricht, der auch die Methode des Service Learning einschließen kann, wenn das Gemeinwohl seinen Platz findet: Ausbildung für Flüchtlinge unterstützen (PDF, 10 Seiten)
s. auch http://konrad-rennert.de/multimediale-sprach-und-ausbildungsfoerderung-fuer-zuwanderer

Multimediale Sprach- und Ausbildungsförderung für Zuwanderer

Ein mit CC-BY-Lizenz veröffentlichtes Konzept zur Produktion von Videos und ergänzendem eLearning eröffnet vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Man kann das Material zum Kennenlernen der Berufsfelder in professionellen Studios produzieren und dann von Fachleuten mit den gewünschten Elearning-Komponenten anreichern lassen.

Das bereitgestellte Konzept kann aber auch mit der Unterrichtsmethode des Service Learning kombiniert werden, wenn anspruchsvolle Voraussetzungen erfüllt werden. In dieser Lehr- und Lernform geht das Lernen mit gesellschaftlichem Engagement einher. Vor allem die Sprachkompetenz der Flüchtlinge und deren Eingliederung in die duale Ausbildung oder in ein Studium gelingen durch soziales Engagement und persönliche Kontakte. Wenn derartige Überlegungen zu den Lernmethoden im Studium  verankert werden, erscheint eine Win-Win-Win-Situation machbar:

  1. Teilnehmende Betriebe haben es wegen des Ausscheidens der geburtenstarken Jahrgänge leichter, die frei werdenden Stellen zu besetzen.
  2. Die Zuwanderer können die Deutschkurse der ehrenamtliche Sprachlehrer mit einem vielfältigen Angebot an Berufs-spezifischen Fachbegriffen ergänzen. Ein höheres Sprachniveau ermöglicht eine Ausbildung oder ein Studium in Deutschland.
  3. Die Studenten, Azubis oder Schüler höherer Klassen haben ein sinnvolles und anspruchsvolles Betätigungsfeld, um Service Learning kennen zu lernen. Dabei erweitern sie fächerübergreifend auch noch ihre Medienkompetenz.

Wegen der notwendigen Medienkompetenz bedarf es in der Startphase eines (eLearning-)Trainers in der Rolle des Projektleiters als Koordinator. Er kümmert sich um das Wissensmanagement und steht als Ansprechpartner bei der Umsetzung des Pilot-Projektes zur Verfügung.
Das zehnseitige Konzept für ein Pilotprojekt kann als Vorlage zur Produktion von Drehbücher für weitere Berufe dienen.

In der eingebetteten Playlist ist erkennbar, dass sich im englischen Sprachraum schon viele Einrichtungen mit der Methode beschäftigen.

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