Cloud-Service und IT-Sicherheit

Vor 8 Wochen wurde begonnen, Begleitmaterial zum Computerführerschein auf der cloudbasierten Lernplattform https://konrad.moodlecloud.com bereitzustellen. Der Besuch der Plattform ist für die Teilnehmer kostenlos. Jeder kann sich derzeit mit dem Anmeldenamen eu und dem Passwort 1st anmelden. Die geringen Kosten für den Betrieb werden über unaufdringliche Werbung in der Fußzeile finanziert.
Die Lernziele zum ECDL-Modul IT-Sicherheit wurden jetzt aus dem pdf-Dokument kopiert und mit Hyperlinks zur Wikipedia versehen. Die Bearbeitung der Lernziele wurde um die Sammlung wichtiger Begriffe ergänzt. Sie wird als bearbeitetes pdf-Dokument bereitgestellt. Im Zusammenhang mit der ECDL Initiative ist der Syllabus zur Verwendung und Vervielfältigung freigegeben.
Das selbst erstellte Material auf https://konrad.moodlecloud.com kann jeder andere Plattformbetreiber im 2. Halbjahr 2017 erhalten, wenn das schriftlich vereinbart wurde. Interessant dürfte das Angebot vor allem für Schulen und Einrichtungen sein, welche den Computerführerschein in ihrem Programm haben. Mit diesem Material kann jeder, der das möchte, Erfahrungen sowohl als Trainer als auch als Administrator sammeln und das Material den eigenen Vorstellungen anpassen. Maximal 50 Teilnehmer sind auf der Startversion möglich. Sogar Online-Video-Konferenzen mit Präsentation sind schon integriert. Allerdings können in der werbefinanzierten Version nur 6 Personen gleichzeitig teilnehmen. Diese Beschränkung entfällt, wenn man 80 Australische Dollar (54 EUR) pro Jahr zahlt. Mit der Gebühr (4,50 Euro pro Monat für die reine Plattform) entfällt auch die Werbung in der Fußzeile.
Diesem unschlagbaren Preis für eine komplette Lernplattform stehen Risiken gegenüber, wie sie bei Cloud-Diensten nicht auszuschließen sind. Als Autor und Betreiber weiß man nicht mehr, wo die Daten wirklich stehen. Von den registrierten Kursteilnehmern sollte man nur den realen Vornamen, ein Alias oder eine Teilnehmernummer eintragen lassen.
Passend dazu behandelt das in dieser Woche beginnende 7. ECDL-Modul das Thema „Bedrohung durch Cloud-Computing“. Ein wichtiges Thema ist der Datenschutz und der drohende Verlust der Privatsphäre. Es ist das letzte Modul, welches der Autor als freier Mitarbeiter und Teletutor eines Karlsruher Bildungsunternehmens in Form von „Präsenzunterricht der neuesten Generation“ derzeit durchführt. Im Fokus seines Interesses stehen bundesweite Vernetzung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer über eine interaktive Live-Lernplattform unter Einbeziehung der genannten Moodlecloud.
Fazit: Die als alfaview® verfügbare Technik funktioniert hervorragend. Der Unterricht mit durchschnittlich 18 Teilnehmern funktionierte genau so effizient wie mit einer real-anwesenden Klasse. Die Prüfungsergebnisse waren nicht schlechter als bei Hunderten von Prüfungen des Trainers in einer nordhessischen Berufsschule. Eingespart wurden die Reise- und Übernachtungskosten, welche in der Regel höher sind, als die Kursgebühren. Von Vorteil für die arbeitssuchenden Teilnehmer ist auch, dass sie in Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen direkt auf die eigenen Erfahrungen mit Web-basierten Weiterbildungs- und Konferenzsystemen Bezug nehmen können.
In den ersten Tagen war das virtuelle Klassenzimmer mit permanenter Videokonferenz wegen der Vielfalt an beruflichen Erfahrungen als auch der Alters-spanne und der Dialekte der Teilnehmer zwischen Rostock und Rosenheim bzw. zwischen Rhein und Havel gewöhnungsbedürftig. Den anfänglichen Vorbehalten wich dann vertrauensvolle Teamarbeit, um den zügig vorgetragenen Lehrstoff zu vertiefen. Durch effiziente Zusammenarbeit und gelungene Selbstorganisation und Vernetzung der Teilnehmer wurden 85% der Prüfungen im 1. Versuch bestanden. Die vorletzte Prüfung bestanden sogar alle. Die letzte Prüfung steht am 9. Juni an: Das 7. Modul ist am text- und theorielastigsten aber besonders wichtig. Kürzlich setzte der WannaCry-Angriff via Internet tausende Rechner mit einer Erpressungssoftware außer Betrieb. Jetzt kommt schon der nächste Erpresservirus: „Jaff“. Jaff tarnt sich oft als Rechnung und verbreitet sich per Mail.
Wer die erworbenen Kenntnisse zur IT-Sicherheit auch nach der Prüfung beherzigt, wird sich im Internet gefahrlos bewegen und sachgerecht mit Daten und Informationen umgehen können.
Die Lernziele mit den Verknüpfungen zu kostenlosen Nachschlagewerken stehen in PDF-Form bereit und sind im Zusammenhang mit der ECDL-Initiative freigegeben.

Gamifizierung erhöht die Motivation zum Lernen

Gamifizierung ist nichts Neues. Schon bevor es Computer gab, erweiterten Schüler ihr Allgemeinwissen mit kostenlosen Wissensspielen im Stil von Stadt-Land-Fluss. Die folgenden Fallbeispiele aus der Erdkunde und dem Eurovision-Song-Contest (ESC) zeigen daher die Gamifikation mit den heutigen Mitteln. Das Wissen um die ISO-2 Codes aus der Erdkunde hilft beim Lösen des ESC-Quiz.


Internettaugliche Smartphones, JavaScript und Lernplattformen bewirken, dass spieltypische Elemente in den spielfremden Kontext zum Aufbau von Paukwissen einbezogen werden können: Vokabeln müssen weiterhin gelernt werden, das Einmaleins und wichtige Fakten aus Geschichte, Erdkunde und den Naturwissenschaften kommt noch hinzu.

Das Angebot auf der Seite quizdidaktik.de liefert Beispiele, wie es gehen kann. Der Aufwand, den Lehrer treiben müssen, um mit den angebotenen Quizdidaktik-Tools umfassende Angebote zu machen, ist jedoch enorm.

Wenn man sich in die zahlreichen Tools der Quizdidaktik eingearbeitet hat, ist es viel Arbeit, die Formulare für die JavaScript- oder Moodle-basierenden Quizfragen zu füllen und die Ergebnisse im Internet oder für den lokalen Einsatz mit einem Browser aufzubereiten.

Mit Entwicklungsumgebungen auf der Basis von Excel-Tabellen geht es leichter. Mit einfach und gut strukturierten Tabellen zur Anlieferung der Quizdaten, geht die Produktion um Größenordnungen schneller, weil das Ausfüllen von Formularen entfällt. Die Quizgeneratoren ergänzen die Editiermöglichkeiten von Excel. Sie können automatisch 1200 Vokabeln in 5 Minuten zu einem Vokabeltest verarbeiten. Die Wikipediatabelle mit ca. 200 Staaten benötigt weniger als eine Minute, damit Sie als Hauptstadt-Quiz bereitsteht.

Zum Nachweis dieser Behauptung können die beim Testen entstandenen Quizze mit einer CC-BY-Lizenz sowohl genutzt, als auch zur Wiederverwendung heruntergeladen werden:
https://wer-weiss-was.net/_/4aus4/index.html
Diese 24 Quizze „4 aus 4“ bieten die vollständigen Zuordnungen von 1175 Frage-Antwort Paare an.

https://wer-weiss-was.net/_/4aus10/index.html
Diese 8 Quizze „4 aus 10“ liefern durch zufällige Auswahl von Fragen aus einem Pool mehr Spannung.
Die angezeigten 4 Zuordnungsmöglichkeiten pro Frage berücksichtigen die Größe der Displays von Smartphones. Das gleiche Datenmaterial kann auch für Tests auf Moodle-Plattformen verwendet werden.

Interessenten können Kontakt aufnehmen, um die Quizgeneratoren oder das Produktions-Know-how zur Programmierung zu erwerben.

Was kann man sich unter Service Learning vorstellen?

Es ist eine Lehr- und Lernform, die gesellschaftliches Engagement von Schülern und Studenten mit fachlichem Lernen verbindet. [s. Wikipedia]
Den Grundgedanken gibt es schon über 100 Jahre. Altersgerechte Lern- und Erlebnisräume standen Pate bei der Pfadfinderbewegung, die 1907 von Robert Baden-Powell gegründet wurde.
Neu ist, dass Service (in der Übersetzung als Engagement für die Allgemeinheit) Teil des Unterrichts ist. Das ist notwendig, weil junge Mensch die freiwilligen Angebote nicht annehmen, um sich gesellschaftlich zu engagieren.
In früheren Jahrzehnten gab es diese Notwendigkeit nicht. Man setzte auf Freiwilligkeit. Viele junge Menschen wurden nebenbei mit gesellschaftlichen Engagement vertraut gemacht. Im meist ländlichen Raum erhielten Kinder automatisch Aufgaben, die sie bewältigen konnten. In der Schule gab es durch gesellschaftlich engagierte Lehrer Hinweise auf die Angebote von DLRG, Rotem Kreuz, Jugendfeuerwehr und Pfadfindern. Die wurden gern angenommen. Ab dem Alter von 15 oder 16 konnten (und können) sich Schüler und Studenten in den internationalen Lagern der Kriegsgräberfürsorge engagieren und dabei interkulturelle Zusammenarbeit und die Folgen von unverantwortlicher Politik kennenlernen.
Fakten und Folgen unserer Geschichte erhalten andere Dimensionen. Sie werden begriffen, weil man Erkenntnisse nicht nur auf der Basis einer Suche bei Google oder der Wikipedia formuliert.
Wenn die wenigen verbliebenen Fakten der Gefallenen auf den Grabsteinen mit dem Pinsel neue Farbe erhalten, nimmt man wahr, dass diese Menschen oft kaum älter waren, als man selbst, als sie aus dem Leben gerissen wurden.
Wenn derartige Tätigkeiten im Rahmen von Unterricht in einer Schulklasse oder einem Hochschulseminar zur Pädagogik stattfinden, spricht man von Service Learning.
Natürlich könnten die Gräber von Millionen Kriegstoten komplett von ortsansässigen Dienstleistern oder Gärtnereinen gepflegt werden: Man macht genormte Ausschreibungen für jeden Friedhof und vergibt die Arbeiten an den jeweils billigsten Dienstleister. Damit erspart man sich die Kosten für die Workcamps, die Öffentlichkeitsarbeit und die Organisation der Teilnehmer. Die Pflege der in Reih und Glied bestatteten Kriegstoten würde nur wenige Euro pro Grab kosten. Die europaweit addierten Gesamtkosten pro Jahr bewegen sich dann auf der Höhe der Kosten eines modernen Kampfflugzeuges. Wenn man in diesen wirtschaftlichen Kategorien denkt, beraubt man jedoch die junge Generation um Erfahrungen. Wer diese Gräberfelder im Rahmen des Neudeutschen Begriffs des Service Learnings wahrgenommen hat, wird Politik bewusster wahrnehmen und den Wert des langanhaltenden Friedens in einem geeinten Europa zu schätzen wissen damit keine neuen Soldatenfriedhöfe eingerichtet werden müssen.
Bisher ist die Teilnahme an Workcamps Privatsache.
Mit Service Learning könnte der Dienst am Gemeinwohl zum Bestandteil von Unterricht werden. Solche Projekte führen von der Kleinteiligkeit des Fachunterrichts weg und hin zu fächerübergreifendem Denken und Handeln. Auf dem Soldatenfriedhof führt man nicht nur Maler und Gärtnerarbeiten aus, man spricht auch über das, was zu dieser Anlage geführt hat. In der Regel auch in Fremdsprachen, weil diese Workcamps international angeboten sind und als Begegnungsstätten konzipiert wurden. Soziales Engagement könnte kaum nachhaltiger für Unterrichtszwecke eingeplant, reflektiert und mit Inhalten der Bildungs- und Lehrpläne verknüpft werden.
Das oben genannte Szenario greift Bewährtes auf und nutzt Erfahrungen. Lediglich die Zielgruppe wird neu definiert: Schulklassen statt Freiwilliger.
Man kann jedoch auch neue Konzepte erproben, um interessante und nachhaltige Felder für das Service Learning zu erschließen. Im eingebetteten Video gibt es ein Szenario für die MINT-Fächer. Kreativität macht weitere Szenarien denkbar: Projektwochen in der Oberstufe zur Integration von Zuwanderern unter Berücksichtigung der allgemein vorhandenen Kulturzugangsgeräte.
Viele junge Menschen nutzen mit Hingabe ihre Smartphones und Notebooks zum Spielen und Abhängen in der Freizeit. Jenseits des Spielens und des WhatsAppens ist ihre Medienkompetenz eher gering, weil die bisherigen Lehrpläne den sinnvollen Gebrauch der Informationstechnik kaum berücksichtigen. Hierzulande sind gedruckte Bücher für den Zugang zur Kultur und den Erwerb von Bildung noch der Standard. Die digitale Nachfolgetechnologie hat es wegen der Technikphobie eines großen Teils der Pädagogen noch schwer. Da könnten Pilotversuche in einer Kombination von explorativem eLearning und Service Learning neue kreative Wege eröffnen.
Die Einbeziehung dieser Kulturzugangsgeräte in den Unterricht ist wichtig. Das zeigen auch internationale Studien. Wer die moderne Hardware nur als Spielekonsolen begreift oder als Gegenstand des Informatikunterrichts, verhindert die Zukunftsfähigkeit von Bildung und Ausbildung. Vor allen Dingen zementiert man die Chancenungleichheit. Bildungsferne Schichten und Zuwanderer haben nicht die Möglichkeit, ihren Kindern zeitgemäße Bildung an privaten Eliteschulen oder Hochschulen zu eröffnen.
Wenn der Lehrernachwuchs und die aktiven Lehrer mit den Möglichkeiten der Kulturzugangsgeräte und der notwendigen Mediendidaktik vertraut gemacht werden, könnte die Kleinteiligkeit des Fachunterrichts durch fächerübergreifenden Projektunterricht unter Einbeziehung des Service Learnings stattfinden.
Weil Mediendidaktik wichtig ist und das eLearning nach der Schule eine wichtige Rolle im lebenslangen Lernen spielt, hat Konrad Rennert ein Konzept erarbeitet, welches auf der Basis einer CC-BY-Lizenz alle Nutzungsmöglichkeiten eröffnet. Kommerzielle Nutzung ist ebenso denkbar, wie der Einsatz im Projektunterricht, der auch die Methode des Service Learning einschließen kann, wenn das Gemeinwohl seinen Platz findet: Ausbildung für Flüchtlinge unterstützen (PDF, 10 Seiten)
s. auch http://konrad-rennert.de/multimediale-sprach-und-ausbildungsfoerderung-fuer-zuwanderer

Multimediale Sprach- und Ausbildungsförderung für Zuwanderer

Ein mit CC-BY-Lizenz veröffentlichtes Konzept zur Produktion von Videos und ergänzendem eLearning eröffnet vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Man kann das Material zum Kennenlernen der Berufsfelder in professionellen Studios produzieren und dann von Fachleuten mit den gewünschten Elearning-Komponenten anreichern lassen.

Das bereitgestellte Konzept kann aber auch mit der Unterrichtsmethode des Service Learning kombiniert werden, wenn anspruchsvolle Voraussetzungen erfüllt werden. In dieser Lehr- und Lernform geht das Lernen mit gesellschaftlichem Engagement einher. Vor allem die Sprachkompetenz der Flüchtlinge und deren Eingliederung in die duale Ausbildung oder in ein Studium gelingen durch soziales Engagement und persönliche Kontakte. Wenn derartige Überlegungen zu den Lernmethoden im Studium  verankert werden, erscheint eine Win-Win-Win-Situation machbar:

  1. Teilnehmende Betriebe haben es wegen des Ausscheidens der geburtenstarken Jahrgänge leichter, die frei werdenden Stellen zu besetzen.
  2. Die Zuwanderer können die Deutschkurse der ehrenamtliche Sprachlehrer mit einem vielfältigen Angebot an Berufs-spezifischen Fachbegriffen ergänzen. Ein höheres Sprachniveau ermöglicht eine Ausbildung oder ein Studium in Deutschland.
  3. Die Studenten, Azubis oder Schüler höherer Klassen haben ein sinnvolles und anspruchsvolles Betätigungsfeld, um Service Learning kennen zu lernen. Dabei erweitern sie fächerübergreifend auch noch ihre Medienkompetenz.

Wegen der notwendigen Medienkompetenz bedarf es in der Startphase eines (eLearning-)Trainers in der Rolle des Projektleiters als Koordinator. Er kümmert sich um das Wissensmanagement und steht als Ansprechpartner bei der Umsetzung des Pilot-Projektes zur Verfügung.
Das zehnseitige Konzept für ein Pilotprojekt kann als Vorlage zur Produktion von Drehbücher für weitere Berufe dienen.

In der eingebetteten Playlist ist erkennbar, dass sich im englischen Sprachraum schon viele Einrichtungen mit der Methode beschäftigen.

Creative Commons – schöpferisches Gemeingut

Dieses Video ist aus einer Bierlaune entstanden. Sowohl das Video als auch die Arbeitsmappe zu diesem Beitrag dürfen auf der Basis einer CC-BY-Lizenz verwendet werden.

Die zugehörige Lerneinheit kann über diesen Link abgerufen werden: http://ess.wer-weiss-was.net/rhoen/

Zur Zeit seiner Entstehung, das heißt Ende September 2016, läuft gerade das Oktoberfest in München.
Der Kreuzberg in der Rhön ist aber nur etwa 120 km von meinem Wohnort entfernt. Auch dort gibt es einen netten Biergarten und eine Brauerei.
Wetter bedingt sind der Ort und die Handlung zum Video zufällig entstanden. Der gesprochene Text wurde später ergänzt. Es ist nicht perfekt und war auch so nicht geplant!

Das verwackelte Video dient als reales Beispiel für ein Sprachprojekt. Niemand muss um Erlaubnis gefragt werden. Ich habe durch das Urheberrecht die Verfügungsrechte und kann über die Nutzung bestimmen: Jeder soll dieses Video und das damit verknüpfte Projekt nachahmen oder verwenden können. Um eigene Untertitel einzusetzen, benötigt man zur Durchführung nur einen preiswerten PC mit Windows.
Die zusammen mit Windows gelieferte App „Film und TV“ ist hervorragend für die Erprobung selbst erstellter Untertitel geeignet. Eine Untertiteldatei im srt-Format, die dort funktioniert, kann unverändert bei YouTube zum Video hinzugefügt werden.
Sprachkundige Schüler, Studenten, Auszubildende und Lehrer können die zum Video gehörenden 22 SRT Dateien mit Untertiteln öffnen und für eigene Übersetzungen in beliebigen Sprachen verwenden: https://www.wer-weiss-was.net/_/NurUntertitel.zip
Alle jetzt im Video vorhandenen Übersetzungen sind vom Google-Übersetzer automatisch erstellt.
Jeder Muttersprachler wird es besser können. Sie können helfen, die Qualität der Übersetzung in der eigenen Sprache zu verbessern. Ich als der Autor des Videos vom Kreuzberg und der Sprecher der Texte zu den deutschen Untertiteln werde die im Tabellenformat gelieferten verbesserten Übersetzungen regelmäßig am Quartalsende einpflegen.
Neue Sprachen sollen ergänzt werden, wenn die Untertitel in der gewünschten Tabellenform passend bei mir eingehen.
In der letzten Zeile der gelieferten Tabelle können sich Autoren mit eigenem Namen oder mit einem Pseudonym eintragen. Das wird dann in der letzten Filmsekunde angezeigt.
Wer eine der herunter geladenen SRT Dateien öffnet, stellt fest, dass sie sehr einfach aufgebaut sind:

...
 5
 00:00:11,000 --> 00:00:14,000
 Die Rhön ist ein Gebirge in der Mitte Deutschlands.
 The Rhön is a mountain range in central Germany.
 Rhön on vuorijono Keski-Saksassa.
6
 00:00:14,000 --> 00:00:19,000
 Der höchste Berg ist die Wasserkuppe mit 950 m Höhe.
 The highest mountain is the Wasserkuppe with 950 m height.
 Korkein vuori on Wasserkuppe kanssa 950 m korkeudella.

 

Für jeden Untertitel steht in der ersten Zeile eine laufende Nummer. In der zweiten Zeile steht im vorgeschriebenen Zeitformat der Anfang und das Ende der Einblendung. Dann kommen die eigentlichen Texte. Im Fallbeispiel stehen dort drei Zeilen. Die erste ist der gesprochene deutsche Text. Die zweite Zeile ist die englische Übersetzung und die dritte Zeile oben im Beispiel ist in Finnisch, so wie es der Google Übersetzer liefert. Dann kommt als Abschluss des Untertitels eine Leerzeile. Es folgt die Nummer für den nächsten Untertitel und so weiter. So geht es bis zum 107 Untertitel im Video. Dieses Verfahren kann man mit dem Editor erproben. Wenn man das von YouTube herunter geladene Video vom Kreuzberg nimmt, sieht man, dass es mit der „Film und TV“-App genauso funktioniert. Sprachschüler mit technischem Verständnis könnten so schnell eigenes Material für interessanten Unterricht gestalten.
Wer richtig effizient und schnell sein möchte, der setzt dazu eine Excel Tabelle ein. Mit der zum Download bereit gestellten Tabelle habe ich die Titel für alle Übersetzungen in etwa einer Stunde fast vollautomatisch erstellt. Die Übersetzung in die 22 Sprachen der Tabelle stammen allerdings vom Google-Übersetzer. Nur die englische Übersetzung wurde persönlich an 5 Stellen verbessert.
Bei den anderen Sprachen geht es mir nur um die Demonstration der Möglichkeiten. Es sollte auch kein Geld kosten. Wenn Sie die Übersetzungen verbessern möchten, zum Beispiel in ihrer Muttersprache, dann verwenden Sie die in der zip-Datei enthaltene Excel-Tabelle. Tragen Sie die Untertitel zu Ihrer Sprache direkt rechts neben den deutschen Texten ein. Die anderen Sprachen können Sie löschen. Senden Sie die Übersetzung an mich. Meine Email steht im Impressum der Lernplattform wer-weiss-was.net. Ist Ihre Übersetzung eine Verbesserung der vorhandenen Untertitel, so wird sie bei der nächsten Überarbeitung im YouTube-Video eingepflegt. Übersetzungen in den noch nicht vorhandenen Sprachen werden ergänzt.
Hinweis: Es gibt viele Vorträge mit Übersetzungen in Form von Untertiteln bei YouTube. Auf dem TED Kanal liefert Bill Gates den Vortrag „Lehrer brauchen richtiges Feedback“:

38 Sprachen sind derzeit zum Video verfügbar. Diese Untertitel wurden von Menschen auf der ganzen Welt erstellt, welche ihre geistigen Leistungen mit anderen teilen möchten.

Möglicherweise wird es bald künstliche Intelligenz geben, welche unsere Sprache versteht und passende Übersetzungen liefert. Wie weit die automatische Erstellung von Untertiteln in Echtzeit fortgeschritten ist, sieht man beim Wutvortrag des Physikprofessors Harald Lesch. Wenn man von der fehlenden Groß- und Kleinschreibung und den Satzzeichen absieht, ist die Fehlerquote geringer als 5 Prozent.

Coaching bei der Gestaltung von Lernplattformen

Lernplattformen werden von vielen Bildungseinrichtungen eingesetzt. Bei Hochschulen und Schulen ist Moodle am weitesten verbreitet. Oftmals reichen die Kompetenzen von Lehrern, Tutoren, Kursleitern und Trainern gerade mal aus, um dort Skripte in PDF-Form bereitzustellen.
Durch Coaching und kurze Erklärvideos können die effizienten Werkzeuge zur Evaluation von Lernfortschritten genutzt werden. Seit der dritten Version von Moodle sind die leistungsstarken Quiztools der Open-University schon standardmäßig enthalten, so dass kein Aufwand bei der Nachinstallation von Plugins entsteht.
Eine deutschsprachige Anleitung zu den angebotenen Fragetypen ist sinnvoll. Fallbeispiele müssen erklärt und auf ein vielfältiges Fächerangebot transferiert werden.
Die Begleitung durch einen Coach erleichtert es den Coachees, sich auf die Rolle als Trainer und Autor einer Lernplattform vorzubereiten. Wer dann seine selbst erstellte Fragensammlung mit Fachkollegen teilt und erweitert, hat das Ziel des Coachings erreicht.
Der Coach begleitet die Erstellung des Soll-Ist-Konzeptes durch die Coachees und die anschließende Umsetzung. Viele Details sind zu bedenken. Bei Selbsttests unter Einbeziehung der Nutzung von Smartphones und Tablets der Teilnehmer sind bestimmte Fragetypen ausgeschlossen. Fragen müssen dort ohne Einbeziehung einer Maus beantwortet werden können. Passend gewählte Fallbeispiele vom Coach geben Hilfe zur Selbsthilfe.
Per virtuellem Coaching-Raum kann sich jeder Coachee umfassend und vollständig über Entwicklungen informieren. Gegenstand des Coachings sind nicht nur die Werkzeuge zur Evaluation, sondern auch die Werkzeuge zur Erstellung von sonstigen Aktivitäten und Arbeitsmaterialien. Im Coaching Raum sind die Coachees Teilnehmer und der Coach ist für die Administration des virtuellen Raumes in der Trainer-Rolle eingetragen. Für das Coaching bei der Entwicklung von wiederverwendbaren Lernmaterialien müssen die Rollen jedoch getauscht werden. Die Coachees legen neue Kursräume in der Rolle des administrierenden Trainers an und schreiben den Coach als rezipierenden Teilnehmer ein. In den zugehörigen Foren wird die Unterrichtswirksamkeit des in den Kursräumen zusammen gestellten Materials bewertet. Sind die spätere Weitergabe oder der Tausch des Materials mit Kollegen angedacht, spielt das Urheberrecht eine wichtige Rolle. Die von anderen Autoren eingeräumten Nutzungsrechte müssen ebenso wie die eigenen Quellen dokumentiert werden. Material ohne erwerbbare Nutzungsrechte und ohne Quellenangaben ist für die Wiederverwendung an anderer Stelle nicht mehr wert, als eine für Unterrichtszwecke unbrauchbare Privatkopie.

Im hier eingebetteten Video zum Projektcoaching sind zunächst die verwendeten Begriffe erläutert. Am Ende des Videos gibt es Aussagen zu den zu erwarteten Kosten für die Einbeziehung des Coaches.

Eine Vorbereitung auf das Coaching ist sinnvoll

Die Vorkenntnisse in der Coachee-Gruppe sind erfahrungsgemäß sehr unterschiedlich. Deshalb verweist der Coach auf sein Erklärvideo zu den Moodle-Grundlagen. Alle wichtigen Themen einer Installation und Administration sind damit abgedeckt. Fragen zum zweistündigen Einführungsvideo werden nach Möglichkeit innerhalb der Coachee-Gruppe gelöst. Sollte ein Rest an ungeklärten Fragen offenbleiben, wird der Coach auch einmal als Trainer aktiv. Er bietet die Alternative an, eine Präsenzveranstaltung anzusetzen oder die Fragen durch weitere Text- und Videobeiträge im virtuellen Coaching Raum zu beantworten.
In der folgenden Tabelle sind die Links zu den 12 Abschnitten des Erklärvideos zusammengestellt. Sie werden den Teilnehmer vorab zur Einarbeitung in die Moodle-Thematik empfohlen.

Erklärvideo zum Aufbau von Lernplattformen Beginn   Ende       Dauer
1 Einleitung und Vorschau auf die Abschnitte mit den Erklärvideos 0:00:00 0:07:10 0:07:10
2 Installation und Webhosting 0:07:10 0:21:31 0:14:21
3 Erste Aktionen des Administrators: Profil ergänzen und einen Kurs anlegen 0:21:31 0:27:38 0:06:07
4 Arbeitsmaterialien bereitstellen:  Link/URL, Textfeld, Textseite, Datei, Verzeichnis 0:27:38 0:41:39 0:14:01
5 Aktivitäten erstellen: Aufgabe, Forum, Test 0:41:39 0:52:19 0:10:40
6 Funktion der Benutzerrollen „Trainer/in, Teilnehmer/in“ 0:52:19 0:58:16 0:05:57
7 Nutzer anlegen und einschreiben 0:58:16 1:07:57 0:09:41
8 Sicherung und Wiederherstellung von Kursen 1:07:57 1:19:34 0:11:37
9 Quizfragen anlegen und Fragensammlungen importieren 1:19:34 1:36:48 0:17:14
10 Administration am Beispiel Sicherheit und Website Rechte 1:36:48 1:47:26 0:10:38
11 Administrative Eingriffe beim gewählten Design am Beispiel Fußzeilengestaltung 1:47:26 1:52:10 0:04:44
12 Eine neue Version zur Behebung bekannt gewordener Fehler und Sicherheitslücken installieren 1:52:10 2:00:00 0:07:50

Einen vergleichbaren Beitrag zum Coaching bei Website-Projekten zur Förderung von Medienkompetenz gibt es auf der Firmenwebsite.

Excel für fortgeschrittene Quizdidaktiker

Interessante Lückentests für Smartphones und Tablets lassen sich in Sekunden mit einem Generator erstellen, wenn man die zu übergebenden Daten systematisch vorbereitet hat: Quizauswahl
Das im Video besprochene Excel-Formular hilft bei der Vor- und Aufbereitung von Fragen. Die Größe der Bilder und die Anordnung des Textes berücksichtigen dabei die Displays von Smartphones und Tablets. So lassen sich unterhaltsame Wissenstests zum Verständnis von Landkarten, Skizzen und Bildern leicht gestalten.
Im Excel-Arbeitsblatt sind Stellen, wo Informationen für Überschrift, Urheberinformation, Links zu den verwendeten Grafiken und die abgefragten Zuordnungen eingetragen werden können gelb markiert.
Wenn Autoren neuer Quizfrage mit 6, 9 oder 12 Antwortmöglichkeiten auskommen, ist die Datei sofort fertig erstellt und ausführbar, sobald die grünen Zellen des Blattes im Lückentextgenerator eingefügt und gespeichert wurden. Bei anderen Anordnungen muss man geringfügige Eingriffe vornehmen.
Das Ergebnis stellt sich für den Betrachter der Frage als Bild mit unvollständiger Legende dar. Seine Aufgabe besteht darin, die Ziffern oder Buchstaben aus dem Bild vor den passenden Text zu setzen. So entsteht eine aussagekräftige Legende. Mit dem Klick auf den Überprüfen-Button sieht man grüne Stellen, wo die Legende zutreffend ist. Rot sind die Stellen mit den Fehlern. Mit dem Prozentsatz richtiger Antworten hat man auch das Ergebnis für die Selbsteinschätzung.
Im Video wird sowohl gezeigt, wie sich die Fragengestaltung im Formular gestaltet, als auch wie sich die Umsetzung mit dem Generator dem Rezipienten in der Praxis darstellt. Die komplexe Funktionalität zur Berechnung des benötigten HTML-Codes steht in den grün markierten Zellen. Sie werden unverändert kopiert. Der Lückentexteditor kann den Javascript-Code damit unmittelbar erzeugen, das Ergebnis kann sofort getestet werden.

Die im Video verwendete Excel-Arbeitsmappe mit den besprochenen Fallbeispielen kann von allen Interessenten heruntergeladen werden. Sie steht ebenso wie der Lückentextgenerator unter einer CC BY 3.0 Lizenz.
Die Mappe soll nicht nur Lehrern dienen. Schüler und Azubis könnten sie als Vorlage verwenden und damit in Projektwochen interessantes Unterrichtsmaterial generieren. Für benotete Tests taugen diese Lückentextfragen nicht, weil das Ergebnis nirgends gespeichert wird. Mit wenig Aufwand könnten die gelb markierten Formularbereiche jedoch für die verbreitete Moodle-Lernplattform wiederverwendet werden. Der Autor ist den umgekehrten Weg gegangen. Er kannte bisher alle Fragetypen von Moodle. Dort hat er mit seinen Excel-Tools schon tausende von Fragen generiert, bevor er kürzlich auf die Quizdidaktik-Sammlung stieß und die Transfermöglichkeit untersuchte. Sein Resümee: Die Generatoren vom Lehrer Jakob sind eine wertvolle Ergänzung zur Produktion einfach zu handhabender Selbsttests zur Prüfungsvorbereitung: Tests mit Moodle können dann im nächsten Schritt z.B. in der beruflichen Bildung als benotete Lernerfolgskontrollen eingesetzt werden, wenn durch Authentifizierung und Überwachung des mit einheitlichen PCs ausgestatteten Prüfungsraums sichergestellt werden kann, dass die Schüler nicht betrügen. Eigene Hardware und Smartphones dürfen natürlich nicht mit in die Prüfungsräume gebracht werden, um Betrugsversuche zu vermeiden.
Fazit: Die auf quizdidaktik.de bereitgestellten Werkzeuge erleichtern die Fragenproduktion zur Selbsteinschätzung. Wenn die Internet-tauglichen Geräte, welche Schüler permanent mit sich führen durch die Methodik der Quizdidaktik unterstützt werden, macht Lernen Spaß.

Wenn diese Art von Fragen jedoch in benotete Prüfungen eingehen sollen, müssen sie auf eine Lernplattform wie Moodle transferiert werden. Diesen Transfer kann die bluepages gmbh zum sehr günstigen Festpreis anbieten. Es bleibt wie bei den Lehrbüchern die Frage zu klären, wer diese Leistung bezahlt: Gibt es Schulträger, die das übernehmen oder stehen Sponsoren aus der Wirtschaft bereit, um einen kostenlosen Selbstbedienungsserver für Prüfungsfragen zu unterhalten.
Am Ende des Videos wird ein Download der Arbeitsmappe offeriert. Mit dem folgenden Link ist das Angebot realisiert: ExcelLueckentextToolFuerGrafiken.xlsx
Alternativ können Sie auch das ZIP-Archiv mit ca. 3,4 MB Umfang herunterladen. Es enthält nicht nur die Excel-Datei, sondern auch ca. 70 Fallbeispiele mit Lückentexten.

Quizdidaktik für Unterricht, Weiterbildung und Freizeit

asien5Frage: Warum findet man das interessante Werkzeug eines bayrischen Lehrers mit einer aussagekräftigen Beschreibung zum Thema Quizdidaktik wahrscheinlicher auf einer österreichischen Bildungsplattform, als auf einem deutschen Portal?

Antwort: Weil die Nutzung des Internets für Bildungszwecke in Deutschland offensichtlich noch sehr selten ist. Motivierte Lehrer werden kaum gefördert, wenn sie brauchbare Tools entwickeln. Das schlägt sich in Suchmaschinen-Ergebnissen nieder. Internet-unerfahrene Lehrer oder Ausbilder sind überhaupt nicht in der Lage, die richtigen Seiten zu suchen. Finden sie dennoch etwas, wird die Nutzungsmöglichkeit am besten auf der Basis von Fallbeispielen verstanden. So erging es dem Autor. Die Arbeit von Joachim Jakob weckte seine Neugier, weil er selbst schon tausende von Fragen für die Lernplattform Moodle mit eigenen Werkzeugen produziert hat. Er möchte seinen Pool aus Moodle-Quizzen für die Allgemeinheit verfügbar machen. Dabei stellte er den Nachteil der Beschränkung auf diese verbreitete Plattform fest: Fast alle Bildungsträger nutzen oder kennen sie immerhin, aber nur wenige haben die Kompetenzen zum umfassenden und Unterrichts-wirksamen Einsatz. Die Unterstützung von Lernplattformen ist an den meisten Bildungseinrichtungen mangelhaft, weil Zeit und Geld für die Ausbildung des Personals fehlt.

Daran wird sich kurzfristig wenig ändern. Aus diesem Grunde suchte der Autor nach einem bewährten und schon eingeführten Tool, welches seine vorhandenen Fragen mit geringem Aufwand zur Selbsteinschätzung verfügbar macht, ohne dass dazu ein Moodle-Zugriff nötig ist. Mit dem Lückentextgenerator von Joachim Jakob lassen sich zwar keine zertifizierbaren Lernkontrollen durchführen, weil die angezeigten Ergebnisse nicht gespeichert werden, – die damit produzierten Selbsttests sind jedoch leicht zu erstellen und werden von den Lernwilligen gut angenommen.

Drei Beispiele sind hier zusammengestellt. Der Autor hat  sie mit selbst entwickelten Tools in HTML-Form gebracht und mit dem Lückentextgenerator produziert. Sie dürfen genutzt, kopiert, verändert und weitergegeben werden.

    1. Erdkundetest mit Satellitenbildern: Asien5.html
    2. Ein Sprachtest mit 30 Vokabeln für Köche, welche Deutsch als Fremdsprache sprechen:
      Englisch: Frage1, Frage2, Frage3
      Französisch: Frage1, Frage2, Frage3
      Spanisch: Frage1, Frage2, Frage3
      Die richtigen Lösungen stehen am unteren Seitenende. Sie sind mit Bildern und Mustertexten verknüpft.
    3. Ein Beispiel aus dem Deutschunterricht zum allgemeinen Textverständnis der Ballade vom Erlkönig. Die Buchstaben 2 bis 4 sind bei den längeren Worten zu ergänzen. Parallel zum Ausfüllen der Lücken kann auch der gesprochene Text gehört werden.

erlkoenigMit dem Tool von Joachim Jakob sind vorbereitete Lückentexte in Minuten erstellt. Veröffentlichen sollte man seine Lückentests jedoch nur, wenn die Urheberrechtsfragen geklärt sind. Bei den hier gezeigten Fallbeispielen ist das kein Problem: Die Satellitenbilder sind von der NASA zur allgemeinen Nutzung freigegeben, die DaF-Tests hat der Autor selbst entwickelt und mit CC-BY freigegeben. Goethes Werk ist schon lange gemeinfrei. Beim zugehörigen Erlkönigvideo sind die Rechte zur Einbettung durch die Geschäftsbedingungen der Videoplattform gewährleistet.

FAZIT: Der Aufwand zum Erstellen einer allgemein verfügbaren Quiz-Bibliothek ist überschaubar: Überschlags-mäßig kalkuliert der Autor derzeit mit 1 Euro pro Lücke als Erstellaufwand, wenn das Material vorhanden ist und die Rechte geklärt sind. Das wären beim Erlkönig Kosten in Höhe von 72 Euro. Sind solche Quizfragen einmal für den Pool auf einem Bildungsserver finanziert, kann danach jeder Internet-Nutzer mit seinem PC, dem Tablet oder einem Smartphone kostenlos darauf zugreifen, um sich mit Bildungsmaterialien zu vergnügen.

Mit geringem Mehraufwand können die Materialien anschließend auf einer Moodle-Lernplattform bereitgestellt werden. Wenn in Unterrichtsräumen mit zertifizierten PCs eine kompetente Aufsicht bei benoteten Prüfungen gewährleistet ist, könnte man derartige Tests auch zur Lernerfolgskontrolle einsetzen. Überwachte Online-Prüfungen mit sofortiger Auswertung sind seit Jahren bei TOEFL- und DaF-Tests sowie bei IHK- und Computerführerscheinprüfungen üblich.

Excel als Assessment-Tool für Moodle-Lernplattform

Individuelle Lernangebote können effizient von Lehrern und Ausbildern erstellt werden. Außer der allgemein bekannten Office-Software sollten noch eine Lernplattform und Tools für die Video-Produktion bereitstehen. Die Anwendung dieser drei Zutaten ist im folgenden Angebot verständlich dokumentiert.
Die exemplarische Produktion von Lückentests oder C-Tests ist in einer Playlist mit drei Videos rechts zu sehen.
Ein Frage-Typ mit Kurzantworten eignet sich besonders zur Einschätzung von Lernerfolgen oder von Sprachkompetenz auf Tablet-PCs und den verwandten Smartphones. Das Ziel der Videos ist es, die fehlerfreie Automatik der Fragenproduktion allgemein verständlich und nachvollziehbar zu machen.
Aus der Bibel und aus Goethes Werk wurden bekannte Texte als Fallbeispiele eingesetzt. Im 1. Video wird gezeigt, dass sich wiederkehrende Abläufe in der Textbearbeitung mit einem Befehl bei anderen Texten wiederholen lassen. Das funktioniert in Excel ähnlich wie bei Word.
Die Zellen der Excel-Tabellen lassen sich jedoch systematischer ansprechen und verarbeiten. An Stellen, wo Test-Rezipienten ihre Antworten einzutragen haben, sind Platzhalter anzubringen. Die HTML-Auszeichnungen der Absätze und Überschriften werden noch ergänzt. Der in 3 Spalten vorbereitete Bereich muss dann kopiert und beim gewählten Frage-Typ auf der Lernplattform Moodle eingefügt werden. Wer diese Vorgehensweise beherrscht, kann unzählige Selbstlernkontrollen auf der allgemein am weitesten verbreiteten Lernplattform erstellen.
Weil Platzhalter selbst Buchstaben enthalten, sind Wege aufzuzeigen, wie ungewollte Textänderungen in den Platzhaltern unterbunden werden. Das Konzept dazu entnimmt man dem 2. Video.
Das 3. Video richtet sich an Test-Autoren, die ein richtiges Programm einsetzen möchten. Die Suchen- und Ersetzen-Anweisung soll aus einer Excel-Spalte beliebig viele variable Texte für die Lückenbestimmung entnehmen. Das Programm wird beendet, wenn alle nicht leeren Zellen für den HTML-Code aufbereitet sind. Durch diese übersichtliche Anordnung behält man alle auszufüllenden Lücken im Blick.
Wer die VBA-Anweisungen nicht vom verknüpften Video abschreiben möchte, kann per E-Mail die Excel-Arbeitsmappe mit „Vater unser“ und dem Faust-Monolog samt Makros anfordern. Die in den Videos dokumentierten Abläufe und Vorgehensweisen lassen sich auf Texte zu beliebigen Fächern in beliebigen Sprachen transferieren.

bluepages = Produktion und Bereitstellung von Erklärvideos und Assessments

Die Kernkompetenzen von bluepages liegen in der Produktion von Erklärvideos und Assessments. Jeder kann das Material auf unserer Lernplattform nutzen.
Wir setzen die am weitesten verbreitete OpenSource Plattform Moodle als LMS ein. LMS steht für Lern-Management-System, CMS steht für Content Management System. Als CMS nutzen wir WordPress, welches bei Websites den höchsten Verbreitungsgrad hat.
Unsere Autorenwerkzeuge sind die verbreiteten Office-Produkte. Zur Automatisierung verwenden wir die dort integrierte Programmiersprache VBA.
Zur Aufzeichnung von Videos nutzen wir neben handelsüblichen Camcordern auch den Screen-Recorder von Camtasia
Als Videoplattform dient YouTube und die eigene Lernplattform, wenn das Material nicht allgemein zugänglich sein soll.
Bei YouTube ist nicht nur die Benutzung, sondern auch die Verwaltung der Videos einfach. Fast alle Anwender haben damit auch schon private Erfahrung.
Für unsere Erklärvideos zeichnen wir das Geschehen am Bildschirm auf. Gelegentlich nutzen wir Camcorder zur Aufzeichnung von Aktivitäten oder zur Kommentierung von Werken und Dokumenten vor Ort. Kunden vermitteln wir, wie man mit handelsüblichen Geräten eigene Produktionen durchführt, bearbeitet und bereitstellt.
Es ist erfreulich, wenn zur Nutzung der Materialien auch interaktive Whiteboards (Smartboards) und digitale Präsentationsgeräte bereitstehen. Damit hat man eine Fülle von Möglichkeiten, um Vorträge und Präsentationen interessant und anschaulich zu gestalten. Niemand soll jedoch von der Nutzung unserer Materialien ausgeschlossen werden. Das erreichen wir durch einen Zuschnitt, der auch die Benutzung auf einfachen Tablets, Smartphones oder Notebooks berücksichtigt. Angebote, welche die jederzeit verfügbare Hardware der Rezipienten berücksichtigen, scheinen am nachhaltigsten zu sein.
Mit dieser Erkenntnis und dem Druck, Kosten gering zu halten, wollen wir die Nutzungsmöglichkeiten der bewährten Komponenten voll ausschöpfen. Bei diesem Ansatz muss nur in die Ausbildung von Kursleitern und Autoren investiert werden. Gerade Onlinetests zur Selbsteinschätzung werden diese Investition in die Zeit für die Weiterbildung schnell rechtfertigen. Automatisch bewertete Tests geben sowohl den Rezipienten als auch den für Unterricht verantwortlichen schnell Auskunft, ob der vermittelte Unterricht nachhaltig war. Nachbesserungen und Ergänzungen können zeitnah erfolgen.
Blended Learning bedeutet das Beste aus digitaler und analoger Welt: Bereitstellung, Vortrag und Vermittlung von Stoff geht per Internet. Die Reflektion bzw. Diskussion und der Austausch von Erfahrungen gehen derzeit immer noch am nachhaltigsten, wenn die Gruppe im realen Raum zusammentrifft. Für die Zeit zwischen den persönlichen Begegnungen können digitale Kontakte in Foren und Chats auf dem Lernmanagement System genutzt werden, sofern die gewohnten privaten Kommunikationsplattformen wegen rechtlicher Bedenken ausscheiden.
Das gesamte Knowhow geben wir gern an Lernwillige weiter.

All rights reserved | bluepages.de