KR&KI Manuskript-Entwurf für die Integration von Fear of Missing Out in das Propädeutikum
I. Einleitung: FOMO als digitales Phänomen
Digitale Souveränität ist eine Kompetenz, die weit über technisches Handwerk hinausgeht. Sie meint das bewusste Verständnis davon, wie digitale Systeme – von sozialen Medien bis zu KI-Algorithmen – unser Denken und Verhalten beeinflussen. Genau hier setzt ein neuer Baustein des Propädeutikums an: die kritische Auseinandersetzung mit FOMO (Fear of Missing Out).
FOMO ist nicht nur ein psychologisches Phänomen, sondern das Ergebnis einer Kombination aus:
Der psychologischen Struktur menschlicher sozialer Instinkte
Der Gestaltung von digitalen Plattformen (Highlight-Kultur, Flüchtigkeit, soziale Validierung)
Der Nutzung von KI-Algorithmen, die diese Angst gezielt einsetzen
II. FOMO und die erste Säule: ICDL-Praxis
Digitale Grundkompetenzen sind Werkzeugkompetenzen. Im FOMO-Kontext haben sie auch Schutzfunktionen:
1. Smartphone-Einstellungen als erste Verteidigungslinie
Wer versteht, wie Benachrichtigungen und Bildschirmzeitlimits funktionieren, kann sich selbst schützen. Praktische Übung: Gemeinsam Standardeinstellungen dekonstruieren und bewusst neu konfigurieren.
2. Die Anatomie von Sucht-Schleifen verstehen
Push-Notifications sind nicht zufällig. Sie sind Ergebnis von ML-Modellen. Diese technische Einsicht gehört zu Grundkompetenzen.
3. Datenflüsse sichtbar machen
Mit Browser-Plugins können Lernende sehen, welche Daten Instagram, TikTok etc. über sie sammeln. Das abstrakte wird konkret und kontrollierbar.
III. FOMO und die zweite Säule: Medienkompetenz
Medienkompetenz bedeutet Inhalte analysieren, reflektieren und selbst schaffen. FOMO ist eng mit unserer medialen Produktion verbunden.
1. Die Highlight-Kultur dekonstruieren
Lernende beobachten: Wie präsentieren sich Influencer? Was zeigen sie – und was nicht? Dies schärft den Blick für künstliche Realitätskonstruktion.
2. Eigene Publikationen bewusst gestalten
Will ich die Highlight-Kultur reproduzieren oder authentische Geschichten erzählen? Das ist eine ethische Entscheidung und führt zu anderen Kompetenzen.
3. Stories und Flüchtigkeit verstehen
Instagram-Stories, Snapchat, TikTok basieren auf Flüchtigkeit und erzeugen Zeitdruck. Lernende können analysieren, wie dies FOMO produziert.
IV. FOMO und die dritte Säule: KI-Know-how
FOMO funktioniert, weil Algorithmen diese Anfälligkeit gezielt ausnutzen. Vier Lernziele:
1. Hyper-Personalisierung erkennen: KI analysiert dein Verhalten sekundengenau. Dann werden dir Inhalte gezeigt, die deine emotionalen Trigger aktivieren.
2. Sucht-Mechaniken verstehen: Push-Benachrichtigungen sind Produktdesign, nicht Zufall. Sie haben berechnet, wann du am ehesten reagierst.
3. KI-generierte Inhalte: Deepfakes und KI-Filter verschwimmen die Grenze zwischen Realität und Fiktion. Der Vergleichsmaßstab wird unrealistisch.
4. Algorithmen befragen: Du kannst die Systeme empirisch erforschen. Verändere dein Verhalten bewusst und beobachte, wie sich dein Feed ändert.
V. Konkrete Lernziele
Lernende können:
FOMO als Phänomen erklären und die Zusammenhänge von Psychologie, Design und Algorithmen beschreiben
Ihr Smartphone bewusst rekonfigurieren und diese Entscheidungen begründen
Apps und Posts kritisch analysieren und FOMO-Mechaniken benennen
Ihr Medienschaffen bewusster gestalten und zwischen Highlight-Kultur und Authentizität reflektieren
JOMO (Joy of Missing Out) praktizieren und darüber berichten, wie das ihr Wohlbefinden ändert
VI. Didaktische Umsetzung
Szenario 1: Das Smartphone-Audit
Lernende führen gemeinsam ein Audit durch und konfigurieren ihre Geräte dann neu – um Aufmerksamkeitsraub zu minimieren.
Szenario 2: Instagram-Dekonstruktion
Gruppe analysiert einen Account gemeinsam. Lernende erstellen dann ein Gegenbeispiel – einen Blog-Post, der authentischer und vollständiger ist.
Szenario 3: Das Algorithmen-Experiment
Eine Woche lang verfolgen Lernende diverse YouTube-Inhalte und dokumentieren, wie sich ihr Feed verändert. Sie präsentieren ihr Experiments-Tagebuch.
Szenario 4: Das JOMO-Manifest
Jeder schreibt sein persönliches Joy of Missing Out-Manifest. Das wird auf der eigenen Website veröffentlicht – bewusst, aus genuiner Überzeugung.
VII. Fazit: Digitale Souveränität
FOMO ist nicht die Schuld der Lernenden – es ist ein systematisches Merkmal ihrer digitalen Umwelt. Dieses Propädeutikum transformiert ihre Perspektive:
Sie verstehen die Mechanismen statt passive Opfer zu sein. Sie erkennen psychologische Manipulation statt sich selbst zu beschuldigen. Sie lernen konkrete Praktiken statt zu resignieren. Sie kultivieren bewusst Ruhe statt sich ständiger Verfügbarkeit zu unterwerfen.
Digitale Souveränität ist das Gegenteil von digitaler Angst: nicht Lernende, die ihre Geräte beherrschen – sondern Lernende, die sich nicht von ihren Geräten beherrschen lassen, weil sie wissen, wie diese funktionieren.
KI-Mitwirkung bei der Erstellung des Manuskriptes
1. Im Text: Methodentransparenz
Direkter Ansatz im Manuskript selbst:
Unter Mitarbeit von Claude AI (Anthropic, Claude Haiku 4.5) wurde dieser Manuskript-Entwurf strukturiert,
die didaktischen Szenarien konzeptualisiert und redaktionell überarbeitet [Stand: August 2026].
2. Im Fußnoten-/Endnotenapparat
¹ Zum Einsatz von Großsprachmodellen (LLMs) in dieser Arbeit: Der Manuskript-Entwurf wurde iterativ
mit Claude AI (Anthropic) entwickelt. Die konzeptionelle Systematisierung der FOMO-Integration über
drei Säulen sowie die didaktischen Szenarien sind dabei das Resultat prompt-basierter Zusammenarbeit.
Der Autor behält volle Verantwortung für Inhalt und kritische Bewertung.
3. Im methodischen Anhang oder in einer AI-Statement
Muster (nach Richtlinien der ICMJE, die sich auch KI-Nutzung annähern):
AI-Disclosure Statement
Bei der Erstellung dieses Manuskript-Entwurfs wurden folgende KI-Werkzeuge eingesetzt:
- Claude AI (Anthropic, Model: Claude Haiku 4.5) für: (a) Strukturierung der didaktischen Architektur, (b) Generierung von Entwürfen für Szenarien und Lernziele, (c) redaktionelle Verdichtung
- Quelle der FOMO-Ausgangsinformation: ChatGPT-generierte Texte (Google-Suche)
Der Autor hat alle generierten Inhalte kritisch geprüft, überarbeitet und für die akademische Qualität verantwortet.
4. In einer Danksagung (Acknowledgments)
Der Autor dankt Claude AI (Anthropic) für die strukturelle Unterstützung bei der Konzeptualisierung
dieses Propädeutikums und die redaktionelle Zusammenarbeit.
5. Für Dissertationsvorhaben besonders relevant:
Prüfen, ob die zuständige Fakultät bereits Richtlinien zur KI-Offenlegung hat, z.B.: https://backend.heiskills.uni-heidelberg.de/de/dokumente/ki-leitlinie-de/download
Ansonsten:
- DFG-Perspektive (Deutschen Forschungsgemeinschaft): Transparenz über KI-Einsatz ist empfohlen
- Hochschulische Best Practice: Ethische Kommissionen und Dekanate entwickeln gerade Standards
Mein Vorschlag für dein Propädeutikum-Manuskript:
Eine Fußnote auf der Titelseite oder im ersten Absatz:
„Hinweis zur KI-Unterstützung: Dieser Manuskript-Entwurf wurde unter Einsatz von Large Language Models (Claude Haiku 4.5, Anthropic) erstellt. Die didaktische Systematik, die Szenarios und die Integration von FOMO über ICDL-, Medienkompetenz- und KI-Know-how-Säulen stammen aus iterativer prompt-basierter Zusammenarbeit. Der Autor behält volle akademische Verantwortung für kritische Bewertung, Korrektheit und pädagogische Angemessenheit.“

