Als Gasthörer einer Vorlesung über das Neue Testament der Bibel beschäftigt mich die Spurensuche hinter den vier Evangelien
KR&KI: 5. November 2026
Die vier Evangelien erzählen von Jesus – doch ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede werfen Fragen auf: Wer übernahm welche Texte, wer veränderte sie und welche Quellen gingen verloren? Die Forschung rekonstruiert diese Entstehungsgeschichte aus sprachlichen Spuren und überlieferten Handschriften. Dabei muss sie sorgfältig zwischen belegbaren Befunden, plausiblen Schlussfolgerungen und zusätzlichen Annahmen unterscheiden.
Inhalt
Eine Frage nach den Grundlagen unseres Wissens. 2
Drei verschiedene Rekonstruktionsaufgaben. 2
Zuerst muss die Textgrundlage geklärt werden. 2
Warum viele Forscher Markus an den Anfang stellen. 3
Q als Erklärung und als offene Frage. 4
Welche Modelle miteinander konkurrieren. 4
Johannes gehört in die Untersuchung. 4
Woran sich eine belastbare Rekonstruktion erkennen lässt 5
Ein inverses Problem mit Bedeutung für die Bildung. 5
Hinweis zur Entstehung und zum KI-Einsatz. 7
Dokumentation der Arbeitsschritte. 7
Eine Frage nach den Grundlagen unseres Wissens
Als Physiker interessiert mich an der Entstehung der Evangelien besonders eine methodische Frage: Wie lässt sich aus erhaltenen Spuren ein vergangener Vorgang rekonstruieren? Welche Beobachtungen tragen eine Erklärung, und an welcher Stelle werden zusätzliche Annahmen benötigt?
Die zugespitzte Frage „Wer schrieb von wem ab?“ eröffnet diese Untersuchung. „Abschreiben“ meint hier die Übernahme und Bearbeitung vorhandener Texte. Ein heutiger Plagiatsvorwurf wäre damit noch nicht begründet. Schon der Anfang des Lukasevangeliums verweist auf frühere Darstellungen und überlieferte Berichte. Der Verfasser beschreibt sein Vorhaben als erneute, geordnete Darstellung für Theophilus. Welche einzelnen Schriften er benutzte, nennt er dort nicht (Lutherbibel 2017, 2016, Lk 1,1–4).
Dieser Beitrag bietet eine Einführung in die Forschung. Er stellt keine eigene Untersuchung der antiken Handschriften dar.
Drei verschiedene Rekonstruktionsaufgaben
Bei der Frage nach dem Zustandekommen des Neuen Testaments werden leicht drei Ebenen vermischt.
| Ebene | Forschungsfrage | Material und Vorgehen |
| Textgeschichte | Welcher Wortlaut steht am Anfang der erhaltenen Überlieferung? | Handschriften, frühe Übersetzungen und antike Zitate vergleichen. |
| Entstehungsgeschichte | Welche Vorlagen und Überlieferungen wurden verarbeitet? | Wortlaut, Erzählfolge und Bearbeitungsspuren zwischen den Evangelien untersuchen. |
| Kanongeschichte | Wie wurden bestimmte Schriften als maßgeblich anerkannt? | Gebrauch, Zitate, Sammlungen und Auseinandersetzungen früher christlicher Gruppen untersuchen. |
Die Textgeschichte ist beispielsweise Arbeitsgebiet des Instituts für Neutestamentliche Textforschung in Münster. Die Kanongeschichte untersucht dagegen einen längeren Anerkennungsprozess, in dem unter anderem apostolische Autorität, Verbreitung und theologische Akzeptanz eine Rolle spielten (Institut für Neutestamentliche Textforschung [INTF], o. D.; Martin, o. D.). (Anmerkung von KR: Mit Martin ist wahrscheinlich Martin Karrer gemeint: https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Karrer)
Auch die Reihenfolge in der heutigen Bibel ist keine Entstehungsreihenfolge: Die allgemein als echt anerkannten Paulusbriefe gehören zu den frühesten erhaltenen christlichen Schriften und sind älter als die Evangelien. Das Neue Testament entstand aus einzelnen Schriften, die zunächst in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet wurden (Martin, o. D.).
Zuerst muss die Textgrundlage geklärt werden
Die eigenhändigen Originale der Evangelisten stehen der Forschung nicht zur Verfügung. Überliefert sind spätere Abschriften und Fragmente. Deren Alter darf nicht mit dem Alter des darin abgeschriebenen Werkes gleichgesetzt werden (Farnes, 2019).
Textforscher dokumentieren unterschiedliche Lesarten und prüfen, wie sie entstanden sein könnten: durch Versehen, sprachliche Anpassung, Ergänzungen oder Angleichung an andere Texte. Viele Abschriften derselben Textform sind dabei nicht automatisch viele voneinander unabhängige Zeugnisse.
Das INTF rekonstruiert auf dieser Grundlage den Ausgangstext der neutestamentlichen Überlieferung. Seine Ergebnisse erscheinen in der Editio Critica Maior und fließen in wissenschaftliche Handausgaben ein. Ein solcher Ausgangstext ist nicht ohne Weiteres mit der allerersten Entwurfsfassung eines Evangelisten gleichzusetzen (INTF, o. D.).
Archäologische Funde können neues Material und historische Zusammenhänge erschließen. Die Frage nach literarischer Abhängigkeit wird jedoch vor allem durch den Vergleich der Texte bearbeitet.
Das synoptische Problem
Matthäus, Markus und Lukas lassen sich besonders gut nebeneinanderlesen. Deshalb heißen sie synoptische Evangelien: Eine Synopse ermöglicht die Zusammenschau paralleler Abschnitte. In zahlreichen Passagen stimmen sie im Inhalt, in der Reihenfolge und bis in die griechische Wortwahl überein (Farnes, 2019).
Mit „Matthäus“, „Markus“, „Lukas“ und „Johannes“ sind hier die traditionell so bezeichneten Evangelien und ihre Verfasser gemeint. Deren historische Identifizierung ist eine zusätzliche Forschungsfrage.
Die bloße Ähnlichkeit zweier Erzählungen lässt verschiedene Erklärungen zu: gemeinsame Erinnerung, mündliche Überlieferung, eine gemeinsame schriftliche Quelle oder direkte Benutzung des einen Textes durch den anderen. Längere Übereinstimmungen im griechischen Wortlaut machen literarische Beziehungen besonders erklärungsbedürftig.
Dabei sind zwei Fragen auseinanderzuhalten: Dass Texte zusammenhängen, lässt sich häufig gut begründen. Welche Richtung diese Abhängigkeit hat, verlangt zusätzliche Argumente.
Warum viele Forscher Markus an den Anfang stellen
Eine breit akzeptierte Erklärung lautet: Das Markusevangelium entstand zuerst; Matthäus und Lukas übernahmen und bearbeiteten es. Diese Annahme heißt Markuspriorität (Farnes, 2019).
Entscheidend ist der Vergleich konkurrierender Erklärungen. Lassen sich Ergänzungen, Auslassungen und Umstellungen besser verstehen, wenn Matthäus und Lukas Markus erweitern? Oder erscheint Markus plausibler als spätere Verarbeitung der beiden längeren Evangelien? Goodacre (2001) zeigt, dass man hierfür die Beziehungen zwischen den Veränderungen prüfen muss. Die Behauptung, der kürzere Text sei zwangsläufig der ältere, reicht nicht aus.
Ein besonders anschauliches Argument liefert die sogenannte redaktionelle Ermüdung. Gemeint ist eine mögliche Bearbeitungsspur: Ein Autor verändert seine Vorlage zunächst, übernimmt später aber Formulierungen oder Voraussetzungen, die zu seiner Änderung nicht mehr recht passen.
Goodacre (1998, S. 46–47) untersucht die Erzählung vom Tod Johannes des Täufers. Markus nennt Herodes Antipas „König“. Matthäus verwendet zunächst die genauere Bezeichnung „Tetrarch“, in der Lutherbibel „Landesfürst“, spricht später aber ebenfalls vom „König“ (Mk 6,14–29; Mt 14,1.9). Goodacre deutet den Wechsel als Rückfall in die Ausdrucksweise der markinischen Vorlage.
Die Textbeobachtung ist nachprüfbar. Ihre Erklärung als Bearbeitungsspur bleibt ein Schluss aus Indizien. Ein einzelner Titelwechsel entscheidet die gesamte Entstehungsfrage noch nicht.
Q als Erklärung und als offene Frage
Matthäus und Lukas teilen außerdem zahlreiche Jesusworte, die bei Markus fehlen. Wie erklärt man dieses gemeinsame Material?
Die Zweiquellentheorie nimmt an, dass beide unabhängig voneinander Markus und eine weitere Quelle benutzten. Diese verlorene Quelle wird „Q“ genannt, nach dem deutschen Wort „Quelle“. Eine Handschrift von Q ist bisher nicht bekannt. Ihr möglicher Inhalt und Wortlaut werden aus dem Vergleich von Matthäus und Lukas erschlossen (Rollens, 2021).
Das ist eine überprüfbare Forschungshypothese, soweit sich ihre Erklärungskraft an den erhaltenen Texten prüfen lässt. Es ist kein unmittelbar nachgewiesenes Dokument. Besonders wichtig ist die Voraussetzung: Die Annahme einer gemeinsamen Quelle gewinnt innerhalb dieses Modells ihre Bedeutung dadurch, dass Matthäus und Lukas einander nicht benutzt haben sollen.
Auch eine zusammenhängend wirkende Rekonstruktion beweist ihre historische Existenz nicht allein. Noch vorsichtiger muss man sein, wenn aus dem rekonstruierten Text eine bestimmte „Q-Gemeinde“ mit genauer Sozialstruktur abgeleitet wird. Rollens (2021) warnt davor, literarische Selbstdarstellungen unmittelbar als Beschreibung tatsächlich gelebter Verhältnisse zu behandeln.
Welche Modelle miteinander konkurrieren
| Modell | Angenommene Benutzung | Zentrale Erklärungsaufgabe |
| Zweiquellentheorie | Matthäus und Lukas benutzen jeweils Markus und Q. | Die verlorene Quelle und die Unabhängigkeit beider Evangelien begründen. |
| Farrer-Hypothese | Matthäus benutzt Markus; Lukas benutzt Markus und Matthäus. | Die Auswahl, Umstellungen und Abweichungen des Lukas erklären. |
| Zweievangelien-hypothese nach Griesbach | Lukas benutzt Matthäus; Markus benutzt beide. | Markus als spätere Auswahl und Verarbeitung erklären. |
Die Gegenüberstellung fasst Grundmodelle zusammen; sie bildet nicht alle Varianten der Forschung ab (Farnes, 2019; Goodacre, 2001, 2002).
Die Farrer-Hypothese kommt für die Erklärung des gemeinsamen Materials ohne Q aus. Damit ist sie nicht automatisch bewiesen. Sie muss unter anderem plausibel machen, wie Lukas mit den Texten des Matthäus umging. Umgekehrt beweist der Verlust antiker Schriften nicht, dass ausgerechnet die rekonstruierte Quelle Q existierte.
Auch einzelne Argumente bleiben Gegenstand des fachlichen Streits. Hägerland (2019) widerspricht der Folgerung, redaktionelle Ermüdung mache die Existenz von Q unwahrscheinlich. Seine Kritik zeigt: Ein Argument zugunsten der Markuspriorität ist nicht schon eine Entscheidung gegen Q.
Beim sogenannten Sondergut ist eine weitere Unterscheidung nötig. Der Ausdruck bezeichnet zunächst Material, das ausschließlich bei Matthäus beziehungsweise Lukas vorkommt. Daraus folgt noch nicht, dass dahinter jeweils eine einzige geschlossene schriftliche Quelle stand. Die Benennung eines Befundes und die Rekonstruktion seiner Herkunft sind verschiedene Schritte.
Johannes gehört in die Untersuchung
Johannes unterscheidet sich deutlich von den drei Synoptikern. Daraus darf weder völlige Unabhängigkeit noch direkte literarische Abhängigkeit ungeprüft abgeleitet werden.
Dass diese Frage weiterhin bearbeitet wird, zeigt Goodacres 2025 erschienenes Buch The Fourth Synoptic Gospel. Nach der Verlagsdarstellung vertritt er darin die These, Johannes habe Matthäus, Markus und Lukas gekannt und kreativ verarbeitet. Das ist eine Forschungsposition, kein abschließend gesicherter Konsens. Für die Darstellung dieses Buchvorhabens wurde hier die Verlagsbeschreibung herangezogen (Eerdmans, o. D.).
Woran sich eine belastbare Rekonstruktion erkennen lässt
Der Ausdruck „Hilfskonstruktion“ kann sinnvoll auf zusätzliche Annahmen aufmerksam machen. Eine solche Annahme ist weder allein deshalb falsch, weil sie nicht unmittelbar beobachtbar ist, noch allein deshalb richtig, weil sie ein Problem elegant löst.
Als didaktische Prüfliste schlage ich folgende Fragen vor:
1. Was ist der Befund? Konkrete Textstellen, Lesarten und Übereinstimmungen müssen benannt werden.
2. Welche Annahme erklärt ihn? Eine verlorene Quelle, direkte Benutzung oder eine Bearbeitungsstufe muss als Annahme erkennbar bleiben.
3. Was erklärt das Konkurrenzmodell? Auch die stärkste Alternative verdient eine faire Prüfung.
4. Welche Gegenbefunde gibt es? Eine Theorie muss an schwierigen Stellen ebenso geprüft werden wie an ihren besten Beispielen.
5. Wie weit reicht die Schlussfolgerung? Aus einer plausiblen Abhängigkeit folgt noch keine gesicherte Datierung oder Verfasserbiografie.
Die wissenschaftliche Leistung besteht deshalb nicht darin, möglichst viele Vorstufen zu erfinden. Sie besteht darin, einen erklärungsstarken, überprüfbaren Zusammenhang herzustellen und seine Grenzen offenzulegen.
Ein inverses Problem mit Bedeutung für die Bildung
Aus meiner (KR) naturwissenschaftlichen Perspektive lässt sich die Aufgabe als inverses Problem beschreiben: Erhalten sind spätere Texte; gesucht wird der Prozess, der zu ihnen führte. Unterschiedliche Entstehungsmodelle können ähnliche Befunde erklären. Diese Analogie ersetzt keine philologische Arbeit, macht aber die Rolle von Annahmen und Gegenprüfungen verständlich.
Für den Religionsunterricht und die Medienbildung eröffnet das einen gemeinsamen Lerngegenstand. Lernende können an einem kurzen Textvergleich markieren, was tatsächlich dasteht, welche Erklärung vorgeschlagen wird und was offenbleibt. Dieselbe Unterscheidung ist beim Umgang mit KI-Antworten nötig.
Ein sprachlich überzeugender Text liefert noch keinen Beleg. Auch eine KI kann eine schlüssig klingende Entstehungsgeschichte formulieren, in der Hypothesen unbemerkt zu Tatsachen werden. Deshalb gehört zur Informationskompetenz, nach Quellen, Alternativen und dem Sicherheitsgrad einer Aussage zu fragen.
Wer die Entstehung der Evangelien erforscht, untersucht damit auch die Bedingungen verantwortlicher Wissensvermittlung: Wie wird Überliefertes ausgewählt, bearbeitet und für neue Adressaten verständlich gemacht? Und wie bleibt dabei erkennbar, worauf die Darstellung beruht?
Literaturverzeichnis
Eerdmans. (o. D.). The fourth synoptic gospel: John’s knowledge of Matthew, Mark, and Luke [Verlagsbeschreibung]. https://www.eerdmans.com/9780802875136/the-fourth-synoptic-gospel/
Farnes, A. T. (2019). The synoptic gospels: Matthew, Mark, and Luke. In L. H. Blumell (Hrsg.), New Testament history, culture, and society: A background to the texts of the New Testament (S. 290–303). Religious Studies Center, Brigham Young University; Deseret Book. https://rsc.byu.edu/new-testament-history-culture-society/synoptic-gospels
Goodacre, M. (1998). Fatigue in the synoptics. New Testament Studies, 44(1), 45–58. https://doi.org/10.1017/S0028688500016349
Goodacre, M. (2001). The synoptic problem: A way through the maze. Sheffield Academic Press. https://markgoodacre.org/maze/excerpt.htm
Goodacre, M. (2002). The case against Q: Studies in Markan priority and the synoptic problem [Begleitwebsite zum Buch]. https://markgoodacre.org/Q/
Hägerland, T. (2019). Editorial fatigue and the existence of Q. New Testament Studies, 65(2), 190–206. https://doi.org/10.1017/S0028688518000371
Institut für Neutestamentliche Textforschung. (o. D.). Das Institut für Neutestamentliche Textforschung (INTF). Universität Münster. https://www.uni-muenster.de/INTF/institut/index.html
Lutherbibel 2017. (2016). Deutsche Bibelgesellschaft. https://www.die-bibel.de/bibel/LU17
Martin, D. B. (o. D.). Lecture 2: From stories to canon [Vorlesungstranskript]. Open Yale Courses, Yale University. https://oyc.yale.edu/religious-studies/rlst-152/lecture-2
Pädagogische Hochschule Heidelberg. (2026a, 3. Februar). Leitlinie: Umgang mit KI in Studium und Lehre an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. https://www.ph-heidelberg.de/fileadmin/user_upload/download-center/Alle-Dokumente_Verwaltung_extern_oeffentlich/Leitline-Umgang_mit_KI_in_Studium_und_Lehre_REK_20260302.pdf
Pädagogische Hochschule Heidelberg. (2026b, 28. Januar). Satzung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zu guter wissenschaftlicher Praxis und wissenschaftlichem Fehlverhalten (Amtliche Bekanntmachung Nr. 03/2026 vom 11. März 2026). https://www.ph-heidelberg.de/fileadmin/user_upload/download-center/Alle-Dokumente_Verwaltung_extern_oeffentlich/03_2026_Satzung-zu-guter-wissenschaftlicher_Praxis-und-wissenschaftlichem-Fehlverhalten_01.pdf
Rollens, S. E. (2021, 16. Januar). Sayings source Q. In J. Crossley & A. Lockhart (Hrsg.), Critical dictionary of apocalyptic and millenarian movements. www.cdamm.org/articles/sayings-source-q
Hinweis zur Entstehung und zum KI-Einsatz
Dieser Beitrag entstand in einem von Konrad Rennert angestoßenen und gesteuerten Dialog mit ChatGPT/Codex von OpenAI. Die KI-Unterstützung ging deutlich über Rechtschreibkorrekturen hinaus: Sie umfasste die Gliederung, die umfangreiche Ausformulierung des Textes, die webgestützte Recherche, die Gegenüberstellung von Forschungspositionen sowie die Vorbereitung und bibliografische Prüfung der Literaturangaben. Auch die Einleitung und der Titel wurden mit KI-Unterstützung entwickelt.
Konrad Rennert formulierte die Ausgangsfragen, insbesondere nach literarischer Abhängigkeit und notwendigen Zusatzannahmen, bestimmte den Veröffentlichungskontext und wählte Überschrift und Bildentwurf aus. Die Verantwortung für die veröffentlichte Fassung und die abschließende fachliche Prüfung und Freigabe liegen bei ihm. Diese Dokumentation behauptet keine bereits abgeschlossene menschliche Endprüfung und keine fachwissenschaftliche Begutachtung.
Das Titelbild wurde mit der integrierten Bildgenerierung von OpenAI erstellt. Es ist eine symbolische Illustration. Die dargestellten Handschriften, Markierungen und Vergleichselemente sind keine Dokumentation realer Funde und keine zitierfähige griechische Textedition. Das Fragezeichen steht für hypothetische Quellen wie Q.
Diese Offenlegung orientiert sich an der KI-Leitlinie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg vom 3. Februar 2026, insbesondere an den Grundsätzen zu Verantwortung, Transparenz und Kennzeichnung auf Seite 4. Ergänzend sind die Anforderungen an Dokumentation und die Kennzeichnung eigener und fremder Beiträge aus der Satzung zu guter wissenschaftlicher Praxis maßgeblich (Pädagogische Hochschule Heidelberg, 2026a, S. 4; 2026b, §§ 4 und 6).
Der Beitrag ist für eine persönliche Website vorgesehen. Die für schriftliche Studienarbeiten geforderte Selbstständigkeitserklärung wird dadurch nicht ersetzt. Bei einer Verwendung als Studien- oder Prüfungsleistung sind zusätzlich die Vorgaben der zuständigen Lehrenden und Prüfenden zu beachten; die hochschulweite Leitlinie sieht eine entsprechende Abstimmung vor. Eine Freigabe oder Billigung dieses Beitrags durch die PH Heidelberg wird nicht behauptet.
Dokumentation der Arbeitsschritte
| Bereich | Beitrag von Konrad Rennert | KI-Unterstützung |
| Fragestellung | Thema und kritische Nachfragen zu Quellen und Hilfsannahmen vorgegeben. | Begriffliche Einordnung und Entwicklung des ersten Antwortentwurfs. |
| Text | Kurze Einleitung, Titel und vollständigen Veröffentlichungsbeitrag beauftragt; Titel ausgewählt. | Einleitung, Titelvorschlag, Gliederung und umfangreichen Textentwurf erstellt. |
| Recherche | Wissenschaftliche Belege, APA-7-Verzeichnis und Berücksichtigung der PH-Vorgaben verlangt. | Öffentliche Fach- und Hochschulquellen recherchiert und verglichen; bibliografische Daten abgeglichen. |
| Bild | Bildentwurf ausdrücklich akzeptiert. | Motivbeschreibung entwickelt und Illustration mit OpenAI-Bildgenerierung erzeugt. |
| Veröffentlichung | Inhaltliche Endprüfung, Auswahl eventueller Änderungen und Freigabe verantworten. | Eine redaktionell prüfbare Fassung bereitgestellt; keine unabhängige Begutachtung geleistet. |
Für die vorliegende Fassung wurden öffentlich zugängliche Fachtexte und Hochschuldokumente herangezogen. Bei Goodacre (2001) wurde der verlinkte Buchauszug verwendet, bei Goodacre (2002) die Begleitwebsite, bei Hägerland (2019) das Verlagsabstract. Die Darstellung des Buches von 2025 beruht ausdrücklich auf der Verlagsbeschreibung. Eine vollständige Lektüre dieser Bücher beziehungsweise des Hägerland-Aufsatzes wird nicht behauptet. Bibelstellen dienen als nachprüfbare Textbezüge; die griechischen Handschriften wurden für diesen Beitrag nicht eigenständig kollationiert.
Verwendete Werkzeuge: ChatGPT/Codex von OpenAI für Text und Recherche sowie die integrierte OpenAI-Bildgenerierung für das Titelbild. Arbeits- und Recherchestand: 5. November 2026. Die technischen Modellversionen werden hier nicht versionsgenau ausgewiesen.
Ausgangspunkt war die Frage nach der Rekonstruktion der Evangelien-Entstehung und danach, „wer von wem abgeschrieben“ habe und welche „Hilfskonstruktionen“ dafür nötig seien. Es folgten Aufträge für Einleitung, Überschrift und Titelbild sowie den vollständigen Beitrag mit APA-7-Literaturverzeichnis und Offenlegung der Zusammenarbeit. Der zugehörige Dialog dokumentiert diese Entwicklungsschritte.
Bildunterschrift des Titelbildes: KI-generierte Illustration zur Erforschung der Evangelien-Entstehung. Keine Abbildung authentischer Handschriften.

