Kurzantwort: Ja – in Ethik-, Daten- und Grundlagenkursen werden genau die Mechanismen besprochen, die ich hier „Vampirismus“ nenne: das systematische Absaugen von Daten, Aufmerksamkeit und kreativer Wertschöpfung. Der Begriff selbst ist eine Metapher, die Einordnung dahinter ist real.
Was meine ich mit „KI-bedingtem Vampirismus“?
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Daten-Extraktion: Tracking über Cookies/IDs/Fingerprints → Profile → Werbung/Microtargeting → Modelltraining.
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Aufmerksamkeits-Extraktion: Algorithmisch getriebene Reichweite, die Zeit bindet und Verhalten lenkt.
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Wert-Extraktion: Inhalte/Interaktionen dienen als Trainingsmaterial – der Nutzen fließt oft woanders ab.
Cookie-Banner sind dabei der höfliche Biss um Einwilligung. Wer „Alles akzeptieren“ klickt, spendet Datenblut – rechtlich legitimiert, praktisch schwer zu überblicken.
Woran erkenne ich faire Praxis?
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Zweckbindung ist klar, nicht schwammig („Komfort“, „Partner“).
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Symmetrie der Buttons: „Ablehnen“ ≙ „Akzeptieren“.
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Datenminimierung: nur notwendige Dienste, kurze Speicherfristen.
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Transparenz: verständliche Vendorliste, Drittlandtransfer erkennbar.
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Einfache Widerrufe: Einstellungen jederzeit änderbar.
7 Fragen, die jeder Kurs/Anbieter beantworten sollte
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Welche Daten werden erfasst – und wofür?
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Welche Rechtsgrundlage (Einwilligung, Vertrag, berechtigtes Interesse)?
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Wer sind die Empfänger/Partner?
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Gibt es Drittlandübermittlungen – und mit welchem Schutz?
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Wie lange wird gespeichert (Löschfristen)?
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Fließen Daten in KI-Training ein (direkt/indirekt)?
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Welche Opt-out/Export-Optionen habe ich?
Diese Fragen tauchen – in weniger blutigen Worten – in Kursen zu Datenkompetenz, KI-Ethik, Fairness/Transparenz/Datenschutz auf. Ob „Vampirismus“ als Begriff fällt, ist Kurs-abhängig; die Substanz gehört zum Standard.
Handlungsempfehlungen
Für Lernende/Nutzende
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Grundsatz: Nur Essenzielles zulassen, Rest ablehnen/konfigurieren.
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Browser-Härtung: Tracking-Schutz, Content-Blocker, regelmäßiges Aufräumen.
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Keine sensiblen Inhalte in KI-Tools hochladen.
Für Betreiber/Lehrende (LearningLounge-Prinzip)
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Datensparsam: serverseitige Statistiken ohne Profile (z. B. logbasiert/Statify).
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Wenn Consent-Manager: symmetrische Optionen, klare Zwecke, kurze Fristen.
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Keine Third-Party-Adtech-Skripte, keine „dark patterns“.
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Transparenzseite: Welche Daten wofür – in Klartext.
Warum das zum KI-Campus passt – und zu meinem Workshop
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Die Plattform vermittelt Grundlagen, Ethik und Datenkompetenz – genau das Rüstzeug gegen „unsichtbare Bisse“.
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Mein Ergänzungs-Workshop setzt danach praktisch an: Wir üben das Lesen von Bannern, prüfen Tool-Policies und bauen routinenfeste Workflows: souverän nutzen, ohne sich aussaugen zu lassen.
Rennert-Fazit
Cookies sind keine Kekse, sondern Eintrittskarten in Märkte, die von unserer Aufmerksamkeit und unseren Daten leben. Wer KI verstehen will, lernt zuerst, wie Einwilligung, Tracking und Modelltraining zusammenhängen – und entscheidet dann bewusst.
Transparenz/KI-Mitwirkung: Entwurf mit GPT-5 Thinking, redigiert von Konrad Rennert.
Lizenz: CC BY 4.0 (Bitte beim Zitieren nennen)

