Der 1. Textentwurf für die Präsentation bei YouTube

Anmerkung: Der Text zum endgültigen Video wurde völlig überarbeitet – dieser Entwurf beschreibt dennoch wie ich zur Vision gekommen bin:

“Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen” Das Zitat stammt vom Kanzler Helmut Schmidt

„Wer ein Startup gründen will, sollte eine Vision haben“ Statt des Arztes brauchen Visionäre heute ein Team, welches die Realisierung der Vision gestaltet.

Ich suche Gesprächspartner, welche meine Vision teilen und das realisieren, was schon machbar ist.

In diesem Video beschreibe ich meine Ausbildung und mein langes Berufsleben. Mit dieser Kenntnis kann man darüber nachdenken, ob die Kontaktaufnahme zum Zwecke der Klärung gemeinsamer Interessen und einer möglichen Zusammenarbeit sinnvoll ist.

Einige Visionäre sah ich persönlich und nicht nur durch das Internet oder das Fernsehen: 1972 war es Willy Brandt, der im Jahr zuvor den Friedensnobelpreis erhalten hatte und 1974 als Kanzler zurücktrat. Sein Nachfolger Helmut Schmidt hielt nichts von Visionen. 1982, im Jahr als Schmidt stürzte, bestand ich die Diplomprüfung im Fach Physik. Meine Stellensuche war erst erfolgreich, nachdem Kohl zum Kanzler gewählt wurde.

Bei meiner Arbeit auf dem Apple-Stand während der Hannover-Messe 1984 sah ich wieder einen Visionär: Steve Jobs, den revolutionären Macher des Mac, des iPods, iPads und iPhones.

Steve Jobs hatte einen Rivalen, dem er in Hassliebe verbunden schien: Bill Gates. Ihn sah ich in der Jahrhunderthalle Frankfurt bei einem Vortrag über Windows 95. Da war die Glanzzeit von Helmut Kohl schon vorbei, weil sich seine Vision von den blühenden Landschaften doch nicht so schnell realisieren ließ, wie der Siegeszug von Windows als dem führenden PC-Betriebssystem.

Als IT-Trainer und Berater beeindruckten mich aber auch Visionen von weniger bekannter Menschen. Martin Dougiamas, der australische Chefentwickler von Moodle gehört ebenso dazu, wie Niko Fostiropoulos als der Leiter des alfatraining Bildungszentrums in Karlsruhe.

Die Lernplattform Moodle nutzten fast alle, welche in den letzten Jahren an einer Schule oder Hochschule waren. Die Visionen zur Nutzung der Videokonferenz-Software aus Karlsruhe können nur die nachvollziehen, welche auch andere Produkte kennen. Nur wer selbst damit unterrichtet und sich schon mit Online-Didaktik beschäftigt hat, bemerkt die feinen Unterschiede in Sachen der Gruppenarbeit bei Videokonferenzen. Beim 1:1 Unterricht sind fast alle Systeme brauchbar, welche seit dem Erscheinen von Skype hinzugekommen sind.

Die Nutzung des Internets zur umfassenden Weiterbildung steckt noch in den Anfängen.

Das Karlsruher Unternehmen von Niko Fostiropoulos macht hauptsächlich Umsatz mit AZAV geförderten Lehrgängen für Arbeitssuchende. Ich gehöre als gelegentlicher Freier Mitarbeiter zum Dozententeam und habe schon hunderte von Kursteilnehmern bei der Zertifizierung ihrer in Videokonferenzen erworbenen Kenntnisse begleitet. Das ist optimal für Arbeitssuchende, weil sie mehrere Wochen lange Lehrgänge besuchen, um eine neue Qualifikation nachweisen zu können. Das Lehrgangsangebot beinhaltet sowohl Vorträge als auch Übungen. Am besten schneiden Teilnehmer ab, welche die Aufgaben und Übungen im Team mit anderen selbst erarbeiten. Am Ende stehen Besprechungen der Übungen und eine Online-Prüfung zur Zertifizierung des Gelernten.

Wer jedoch nicht arbeitssuchend ist und keinen Bildungsgutschein bekommt, hat kaum Zeit, sich wochenlang ausschließlich auf das Thema einer Weiterbildung zu konzentrieren, bei der auf Vorrat gelernt wird.

Berufstätige lernen nicht auf Vorrat. Im Beruf bemerken sie Wissenslücken, die es durch eine gezielte punktuelle Weiterbildung zu füllen gilt. Wer sich mit den Suchmaschinen sehr gut auskennt, findet schnell Materialien bei Udemy und Erklärvideos bei YouTube und Co. Im optimalen Fall führt das schon zur Befriedung des punktuellen Bedarfs. Oft reicht das Material jedoch nicht und man wünscht sich das direkte Gespräch mit einer Fachfrau oder einem Fachmann.

Hier setzt meine Vision zu einer Online-Plattform mit Anleihen bei den Gelben Seiten an. Wie man Defizite in Fremdsprachen online beheben kann, ohne viel Geld ausgeben zu müssen, zeigen Plattformen wie Preply.com, iTalki.com und Verbling.com. Trotz ihrer Herkunft auf 3 Kontinenten gibt es kaum einen Unterschied bei diesen Plattformen. Die Aufgabenstellung ist gleich. Die Umsetzung ist bei allen gelungen und kann erweitert werden, wenn es allgemein um jede Art von Weiterbildung geht.

Bei den modernen „Gelben Seiten“ für Weiterbildung und Coaching müssen weitere Anforderungen berücksichtigt werden. Oft werden Weiterbildungswillige aus Firmen anfragen. Sie dürfen sich wegen des Datenschutzes und geltender Organisationsrichtlinien nicht auf Lernplattformen in der Ukraine, in Hongkong oder den USA anmelden. Dozenten und Coaches müssen bereit und flexibel sein, mit den Videokonferenzsystemen der Auftraggeber zu arbeiten und deren Organisationsrichtlinien zu beachten.

Bei Online-Sprachkursen und 1:1 Betreuung durch Muttersprachler ist es leicht, die vorhandenen Kenntnisse mit einem Einstufungstest festzustellen und dann den Bedarf festzulegen. Das Ziel könnte z.B. lauten „Zertifizierung der fachkundigen Sprachkenntnisse mit dem C1-Level“, um an Fachkonferenzen in anderen Sprachen teilzunehmen, damit dort das eigene Unternehmen präsentiert werden kann.

In den Technologie-lastigen Fächern wird es ungleich schwerer, den Weiterbildungsbedarf abzudecken. Der Lernende muss seinen Bedarf so beschreiben können, dass Suchmaschinen relevante Treffer anzeigen. Wer hat wo schon etwas zum interessierenden Thema veröffentlicht, z.B. ein Erklärvideo bei YouTube oder einen Kurs bei Udemy. Man validiert die Trefferliste und schaut sich die relevantesten Quellen an. Bei diesem selbst-organisierten Lernen erreicht man im günstigsten Fall sein Ziel ohne direkten Kontakt mit den Autoren des Materials. Bleiben Fragen offen, kann man versuchen, den direkten Kontakt aufzunehmen, um gegen ein zu vereinbarendes Honorar das Ziel zu erreichen, oder ihm zu mindestens näher zu kommen. Mit diesen Vorgehensweisen wurde ich schon vielfach von späteren Kunden gefunden. Meist waren es meine YouTube-Erklärvideos, auf die von Anfragenden Bezug genommen wurde. Wenn ich auch noch Udemy-Autor wäre, könnten meine Spezialkurse wahrscheinlich oft zu Beratungshonoraren führen, deren Ertrag weit höher ist als das, was ich als Udemy-Autor erhalte.

Diese Erfahrung beflügelt meine Vision: Die Weiterbildungswilligen wollen möglichst einfach und systematisch zu Ansprechpartnern geführt werden, welche im direkten Gespräch die möglichen Dienstleistungen erörtern. Da liefern sowohl die vorhandenen Plattformen zum Erlernen von Sprachen wertvolle Hilfen zur Gestaltung als auch Buchungsplattformen für andere Dienste, wie wir sie von Booking.com kennen.

Ich und die anderen Seminarleiter und Coaches benötigen ein weltweit bekanntes Portal mit der Bedeutung der Gelben Seiten. Allerdings muss es umfassender informieren, so dass wir zielgenau gefunden und angesprochen werden können.

Zu den Merkmalen, die schon auf den Plattformen zum Erlernen von Sprachen enthalten sind, sollten auf jeden Fall noch unsere Veröffentlichungen und die Udemy-Kurse hinzukommen, bei den wir als Coach tätig werden könnten. Udemy-Kurse sind ebenso wie Erklärvideos aus anderen Quellen asynchron nutzbare Bildungsressourcen. Wir könnten die Themen um Videokonferenzen zur Erleichterung des Transfers erweitern. So kann der punktuelle Weiterbildungsbedarf ohne Streuverluste und überflüssiges Beiwerk befriedet werden.