Zu kühn für den Algorithmus?
Warum ich auf Tiefe statt auf Social-Media-Hype setze – und was Sie davon haben.
Wir leben in einer Ära der Informationsschnipsel. Social Media belohnt Empörung, Schnelligkeit und Verkürzung. Wer komplexe Zusammenhänge verstehen und vermitteln will, braucht jedoch etwas anderes: Raum, Struktur und Unabhängigkeit.
Deshalb ist konrad-rennert.de kein bloßes Blog, sondern mein digitales Betriebssystem. Hier archiviere ich nicht nur Gedanken, hier entwickle ich Werkzeuge. Ich nutze diese Website umfassend, weil echte Kompetenz nicht in 280 Zeichen passt. Die 99 beliebtesten Beiträge finden Sie in der Menüauswahl unter Resonanzradar.
1. Warum diese Website (und kein Social-Media-Feed)?
Während Social Media flüchtig ist („Viel Feind, viel Ehr“ für kurzfristige Reichweite), setze ich auf Nachhaltigkeit und Souveränität. Meine Arbeit an Themen wie KI-Bias, digitaler Bildung und politischer Analyse erfordert differenzierte Betrachtung.
-
Evidenz statt Emotion: Wenn ich über KI-Bias schreibe, liefere ich keine Meinung, sondern ein „Bias-Triage-Kit“ oder eine „Prompt-Muster-Bibliothek“. Das braucht Platz und Kontext.
-
Werkstatt statt Schaufenster: Meine Seite ist ein OER-Repository (Open Educational Resources). Hier finden Sie keine Selfies, sondern „OER-Produktionspipelines“ und Anleitungen zur Untertitelung in 122 Sprachen.
-
Verbindung statt Fragmentierung: Auf Social Media stehen Themen isoliert nebeneinander. Hier verknüpfe ich die Fäden: Wie hängen die ApsenChronik (Geschichte), Renten-Debatten (Politik) und Prompt Engineering (Technik) zusammen? Sie alle benötigen kritisches Denken und methodische Sorgfalt.
2. Warum Sie mit mir Kontakt aufnehmen sollten
Wenn Sie mein Know-how interessiert, suchen Sie vermutlich keine einfachen Antworten, sondern belastbare Lösungen. Meine Expertise liegt an der Schnittstelle von Technik, Didaktik und gesellschaftlicher Analyse.
Ich bin der richtige Partner für Sie, wenn Sie:
A. KI nicht nur nutzen, sondern beherrschen wollen
Ich biete keine blinde Technologie-Begeisterung, sondern Resilienz.
-
Ihr Nutzen: Wir entwickeln gemeinsam Strategien, wie Sie KI als Werkzeug nutzen, ohne sich von ihr täuschen zu lassen (Stichwort: Rhetorik-Analysator und Satire-Stresstest).
-
Angebot: Workshops zu Prompting-Strategien, die Fakten von Halluzinationen trennen.
B. Bildung und Geschichte lebendig machen müssen
Ob Schule, Verein oder Unternehmen: Trockene Fakten erreichen niemanden.
-
Ihr Nutzen: Ich zeige Ihnen, wie man aus statischen Inhalten interaktive Erlebnisse baut. Von der ApsenChronik (Storytelling) bis zu H5P-Modulen lernen Sie, wie man Inhalte didaktisch klug und technisch sauber aufbereitet.
-
Angebot: Beratung zur Erstellung von OER-Materialien und multimedialen Archiven.
C. Politische Kommunikation und Demokratie stärken wollen
In Zeiten von Desinformation ist Medienkompetenz der wichtigste Skill.
-
Ihr Nutzen: Analysen, die hinter die Kulissen der Aufmerksamkeitsökonomie blicken. Wir erarbeiten Wege für eine transparente, lokale Kommunikation, die Bürger wirklich erreicht (z.B. Bürgerjournalismus mit KI).
Fazit: Kontaktieren Sie mich für den Tiefgang
Ich biete Ihnen keine „Quick Wins“ für den Algorithmus, sondern Struktur, Methode und Werkzeuge, die bleiben. Wenn Sie einen Partner suchen, der Technik versteht, aber den Menschen und die Demokratie im Blick behält, dann lassen Sie uns sprechen.
Kontakt: info@konrad-rennert.de
Glossar
Der Begriff „Bias-Triage-Kit“ ist eine Metapher aus der kritischen Auseinandersetzung mit KI-Bias (also Verzerrungen in Daten, Algorithmen oder Ergebnissen). „Triage“ stammt ursprünglich aus der Medizin und bedeutet, Fälle nach Dringlichkeit zu sortieren. Übertragen auf KI heißt das: Man braucht ein systematisches Werkzeug, um Verzerrungen nicht nur zu erkennen, sondern auch nach ihrer Relevanz und Gefährlichkeit zu ordnen.
🚦 Kernidee
Ein Bias-Triage-Kit ist kein einzelnes Tool, sondern ein methodischer Rahmen, der hilft:
- Bias zu identifizieren: Wo treten Verzerrungen auf (z. B. in Trainingsdaten, bei der Modellnutzung, in der Interpretation)?
- Bias zu klassifizieren: Handelt es sich um harmlose Abweichungen, subtile Verzerrungen oder gravierende Fehlleitungen?
- Bias zu priorisieren: Welche Verzerrungen müssen sofort adressiert werden, welche können beobachtet und später korrigiert werden?
🔍 Typische Elemente eines Bias-Triage-Kits
- Checklisten: Fragen, die systematisch durchgegangen werden (z. B. „Sind die Daten repräsentativ?“).
- Kategorien: Einteilung nach Art des Bias (z. B. Sampling Bias, Confirmation Bias, Automation Bias).
- Bewertungsskalen: Einschätzung der Auswirkungen (z. B. gering, mittel, hoch).
- Handlungsoptionen: Vorschläge, wie man mit dem jeweiligen Bias umgehen kann (z. B. Daten nachjustieren, Transparenz erhöhen, Ergebnisse kritisch kommunizieren).
📚 Beispiel in der Praxis
- Bei einem KI-System zur Bewerberauswahl könnte das Bias-Triage-Kit helfen, festzustellen:
- Ob bestimmte Gruppen systematisch benachteiligt werden (z. B. Frauen, ältere Bewerber).
- Ob die Verzerrung sofortige Korrektur erfordert (hohe Dringlichkeit).
- Welche Maßnahmen sinnvoll sind (z. B. zusätzliche Fairness-Checks, alternative Datengrundlagen).
🎯 Nutzen
- Struktur statt Bauchgefühl: Verzerrungen werden nicht zufällig entdeckt, sondern methodisch geprüft.
- Transparenz: Entscheidungen über Bias-Korrekturen sind nachvollziehbar.
- Resilienz: Organisationen können KI nutzen, ohne blind den Ergebnissen zu vertrauen.
📦 OER-Produktionspipeline – Erklärung
Eine OER-Produktionspipeline beschreibt den strukturierten Prozess, wie Open Educational Resources (OER) – also frei zugängliche und offene Lernmaterialien – von der Idee bis zur Veröffentlichung entstehen. Der Begriff „Pipeline“ betont dabei die Abfolge von Arbeitsschritten, die modular und wiederholbar sind, ähnlich wie in der Softwareentwicklung oder Medienproduktion.
🔄 Typische Phasen einer OER-Produktionspipeline
- Ideation & Konzeption
- Auswahl des Themas und Festlegung der Lernziele.
- Definition der Zielgruppe (Schüler, Studierende, Weiterbildungsteilnehmer).
- Didaktische Planung: Welche Formate sind geeignet (Text, Video, interaktive Module)?
- Content-Erstellung
- Sammeln und Kuratieren von Materialien (Texte, Bilder, Daten).
- Erstellen eigener Inhalte (z. B. Skripte, Videos, Infografiken).
- Sicherstellen von Urheberrechtsfreiheit und Lizenzkompatibilität (Creative Commons).
- Technische Aufbereitung
- Formatierung für verschiedene Plattformen (PDF, H5P, SCORM, YouTube, Blogs).
- Barrierefreiheit: Untertitel, Screenreader-Kompatibilität, Mehrsprachigkeit.
- Modularisierung: Inhalte so gestalten, dass sie leicht kombiniert oder angepasst werden können.
- Qualitätssicherung
- Peer-Review oder Feedbackschleifen.
- Überprüfung auf didaktische Klarheit und technische Funktionalität.
- Bias-Check: Sind Inhalte inklusiv und ausgewogen?
- Distribution & Veröffentlichung
- Upload auf OER-Repositorien, Lernplattformen oder eigene Websites.
- Metadaten hinzufügen (Titel, Schlagworte, Lizenzangaben).
- Sichtbarkeit durch Social Media, Newsletter oder Communities erhöhen.
- Nutzung & Weiterentwicklung
- Sammeln von Nutzerfeedback.
- Anpassung und Aktualisierung der Materialien.
- Förderung von Remixen und Adaptionen durch andere Lehrende.
⚙️ Warum „Pipeline“?
- Wiederholbarkeit: Ein klarer Workflow spart Zeit und ermöglicht Skalierung.
- Modularität: Einzelne Schritte können automatisiert oder von verschiedenen Personen übernommen werden.
- Transparenz: Jeder Schritt ist nachvollziehbar, was die Qualität und Offenheit stärkt.
🎯 Beispiel
Eine OER-Produktionspipeline für ein Geschichtsprojekt könnte so aussehen:
- Historische Quellen digitalisieren → Inhalte didaktisch strukturieren → Videos mit Untertiteln produzieren → H5P-Quiz erstellen → alles unter CC BY-SA veröffentlichen → Feedback von Lehrkräften einholen → Version 2.0 bereitstellen.
🗣️ Rhetorik-Analysator – Erklärung
Ein Rhetorik-Analysator ist ein Werkzeug oder methodischer Ansatz, mit dem man die Sprache, Argumentationsweise und Wirkung von Texten oder Reden systematisch untersucht. Ziel ist es, nicht nur die Inhalte, sondern auch die Strategien der Überzeugung sichtbar zu machen – also wie Sprache eingesetzt wird, um Emotionen, Logik oder Glaubwürdigkeit zu erzeugen.
🔍 Kernfunktionen eines Rhetorik-Analysators
- Strukturanalyse Zerlegt Rede oder Text in Abschnitte (Einleitung, Argumente, Schlussfolgerung).
- Argumentationsmuster erkennen Identifiziert logische Begründungen, Analogien, Beispiele oder rhetorische Figuren.
- Sprachliche Mittel untersuchen Erfasst Metaphern, Wiederholungen, Ironie, Übertreibungen oder Schlagworte.
- Appellformen unterscheiden
- Logos: sachliche Argumente, Fakten, Zahlen.
- Ethos: Glaubwürdigkeit des Sprechers.
- Pathos: emotionale Ansprache, Bilder, Gefühle.
- Wirkungsanalyse Bewertet, wie überzeugend oder manipulierend die Sprache wirkt.
⚙️ Typische Elemente
- Checklisten: Fragen wie „Welche Emotionen werden angesprochen?“ oder „Welche Autorität wird beansprucht?“.
- Kategorien: Einteilung nach rhetorischen Mitteln (z. B. Metapher, rhetorische Frage, Appell).
- Bewertungsskalen: Einschätzung der Intensität (z. B. schwach, mittel, stark).
- Handlungsoptionen: Hinweise, wie man selbst überzeugender oder transparenter kommunizieren kann.
🎯 Beispiel in der Praxis
- Bei einer politischen Rede könnte der Rhetorik-Analysator zeigen:
- Dass Fakten nur am Rand vorkommen (Logos schwach).
- Dass stark auf Emotionen gesetzt wird (Pathos hoch).
- Dass die Glaubwürdigkeit durch persönliche Geschichten gestützt wird (Ethos mittel).
So wird sichtbar, ob eine Rede informieren, überzeugen oder manipulieren will.
📚 Nutzen
- Medienkompetenz stärken: Man erkennt, wie Sprache wirkt und wo sie täuscht.
- Didaktisches Werkzeug: Hilft Schülern, Studierenden oder Bürgern, Reden kritisch zu hinterfragen.
- Selbstverbesserung: Wer eigene Texte analysiert, kann gezielt an Klarheit und Wirkung arbeiten.
Ein Satire-Stresstest ist ein methodisches Verfahren, mit dem man überprüft, ob Aussagen, Texte oder KI-generierte Inhalte satirische Elemente erkennen, aushalten und richtig einordnen können. Ziel ist es, die Resilienz gegenüber Ironie, Übertreibung und Parodie zu testen – also ob ein System oder ein Publikum Satire als solche erkennt, statt sie wörtlich oder falsch zu interpretieren.
🔍 Kernidee
- Satire erkennen: Prüfen, ob Ironie, Sarkasmus oder absurde Übertreibungen als Stilmittel erkannt werden.
- Fehlinterpretationen vermeiden: Sicherstellen, dass Satire nicht als „Fakten“ oder „ernsthafte Aussagen“ missverstanden wird.
- Robustheit testen: Systeme (z. B. KI, Medienplattformen) oder Menschen sollen zeigen, ob sie zwischen ernsthafter Information und satirischem Kommentar unterscheiden können.
⚙️ Typische Elemente eines Satire-Stresstests
- Checklisten: Fragen wie „Ist die Aussage offensichtlich übertrieben?“ oder „Wird ein reales Problem parodiert?“
- Kategorien: Einteilung nach Satireformen (Ironie, Parodie, Sarkasmus, Groteske).
- Bewertungsskalen: Einschätzung, wie leicht oder schwer die Satire zu erkennen ist.
- Handlungsoptionen: Vorschläge, wie man Missverständnisse vermeidet (z. B. Kontext erklären, Quellen prüfen).
🎯 Beispiel in der Praxis
- Bei einem satirischen Artikel über Politik könnte der Satire-Stresstest zeigen:
- Dass die Sprache bewusst übertrieben ist.
- Dass Fakten verfremdet dargestellt werden, um Missstände zu kritisieren.
- Dass ein KI-System Gefahr läuft, die Satire als „Fake News“ oder „echte Information“ zu klassifizieren.
📚 Nutzen
- Medienkompetenz stärken: Leser lernen, Satire von Desinformation zu unterscheiden.
- KI-Resilienz erhöhen: Systeme werden trainiert, Ironie und Parodie nicht als Fakten zu übernehmen.
- Didaktisches Werkzeug: Hilft in Workshops, kritisches Denken zu fördern und Manipulation durch Humor zu erkennen.

