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„Den Menschen aufs Maul schauen“ – damals wie heute

KR&KI: Der Apostel Paulus war ein Meister darin, sich auf seine Zuhörer einzustellen: Den Juden ein Jude, den Griechen ein Grieche, um alle irgendwie zu erreichen. Martin Luther hat dieses Prinzip Jahrhunderte später aufgegriffen, indem er die Bibel in das Deutsch des Marktplatzes übersetzte. Wenn wir dieses Prinzip heute konsequent weiterdenken und mit moderner Technologie im Zeitraffer umsetzen, entsteht eine Sprache, die direkt in unseren Alltag spricht. Das folgende Beispiel zeigt, wie der 1. Korintherbrief klingt, wenn man ihn nicht als antikes Dokument, sondern als dringende, moderne E-Mail an eine Gemeinde von heute liest…


KR: Versuche den Paulusbrief 1 Kor 9,19–23 in unsere Alltagssprache zu übertragen.

https://share.google/aimode/m6mGJJS9H1z18VC2d

Hier ist eine Übertragung des Abschnitts 1. Korinther 9,19–23 in eine moderne, leicht verständliche Alltagssprache: [1, 2]


1. Korinther 9,19–23: „Für jeden die passende Sprache finden“

(Vers 19): Ich bin eigentlich ein völlig freier Mensch und niemandem Rechenschaft schuldig. Aber ich habe mich freiwillig dazu entschieden, mich für alle nützlich zu machen und mich wie ein Diener für sie einzusetzen. Warum? Weil ich so viele Menschen wie möglich für den Glauben gewinnen will. [Quellen: 1, 2, 3]

(Vers 20): Wenn ich mit Juden zu tun habe, lebe ich wie ein Jude, um sie zu erreichen. Bei Menschen, die sich streng an das traditionelle jüdische Gesetz halten, richte ich mich nach ihren Regeln – obwohl ich selbst gar nicht mehr an dieses Gesetz gebunden bin. Mir geht es nur darum, einen Zugang zu ihnen zu finden. [1, 2]

(Vers 21): Bin ich dagegen bei Leuten, die dieses Gesetz überhaupt nicht kennen oder sich nicht darum scheren, dann passe ich mich ihrem Lebensstil an. Das bedeutet natürlich nicht, dass mir Gottes Wille plötzlich egal ist – im Gegenteil, ich orientiere mich voll und ganz an dem, was Christus uns vorgelebt hat. Aber ich will eben auch diese Menschen erreichen. [1, 2]

(Vers 22): Wenn ich mit Menschen zu tun habe, die unsicher sind oder ein sehr empfindliches Gewissen haben, nehme ich Rücksicht und verhalte mich genauso feinfühlig, um sie nicht zu überfordern. Kurz gesagt: Ich bin für jeden genau das geworden, was er gerade braucht. Ich tue alles Mögliche, um auf jede erdenkliche Weise wenigstens einige von ihnen zu retten. [1, 2]

(Vers 23): Das alles tue ich aus voller Überzeugung für die gute Nachricht von Jesus – und weil ich am Ende auch selbst die Freude erleben will, die sie bringt. [1, 2]


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Quellen:

1 bibletunes

1. Korinther 9,19–23 | Allen alles werden – bibletunes.de

Paulus beschreibt in 1. Korinther 9,19–23 seine radikale Freiheit, die er freiwillig einsetzt, um sich aus Liebe zum Evangelium al…

2 Bible.com

1. Korinther 9:19-23 HFA – Bible App

Ich bin also frei und von niemandem abhängig. Aber um möglichst viele für Christus zu gewinnen, habe ich mich zum Sklaven aller Me…

3 Universität Graz

1 Kor 9,19-23 Münchener NT Einheitsübersetzung Lutherbibel

Denn obwohl ich frei bin von jeder- mann, habe ich doch mich selbst jedermann zum Knecht gemacht, damit ich möglichst viele gewinn…

4 Kirche MV

1 Kor 9,19- Ordination 14-05-04 – Kirche-mv.de

Predigt zu 1. Kor 9,19. Gewinnende Freiheit. Der Apostel Paulus schreibt an die Korinther: “Denn obwohl ich allen gegenüber frei b…

www.churchofjesuschrist.org

Einführung in den ersten Brief an die Korinther

Korinther legt Paulus dar, dass Jesus Christus das Gesetz des Mose erfüllt hat. um durch das Evangelium die Segnungen der Errettun…


KR: Versuche den ersten Paulusbrief in unsere Alltagssprache zu übertragen.

https://share.google/aimode/m6mGJJS9H1z18VC2d

Der 1. Korintherbrief ist ein sehr langer und vielseitiger Brief (16 Kapitel!), in dem Paulus auf ganz konkrete Probleme, Partys, Beziehungsfragen und theologische Streitigkeiten einer jungen, ziemlich chaotischen Gemeinde in Griechenland eingeht.

Da der gesamte Text als vollständige Übersetzung den Rahmen sprengen würde, findest du hier eine moderne, alltagsnahe Zusammenfassung des gesamten Briefes Kapitel für Kapitel – so geschrieben, als würde Paulus heute eine lange, dringende E-Mail an eine moderne Gemeinde tippen.


Die Betreffzeile: Hört auf zu streiten und fokussiert euch! (Kapitel 1–4)

  • Kapitel 1: Hallo Leute in Korinth! Ich habe gehört, bei euch gibt es riesige Fangruppen. Die einen rufen „Ich bin für Paulus“, die anderen „Ich halte zu Apollos“ oder „Ich bin Fan von Petrus“. Sagt mal, geht’s noch? Ist Christus etwa zerteilt? Bei der Botschaft vom Kreuz geht es nicht um intellektuelle Selbstdarstellung, sondern um Gottes Kraft. Menschliche Klugheit bringt uns hier nicht weiter.
  • Kapitel 2 & 3: Als ich bei euch war, habe ich keine hochgestochenen Reden geschwungen. Ich habe euch einfach von Jesus erzählt. Ihr verhaltet euch momentan aber wie kleine Babys, die sich um Spielzeug streiten. Die Gemeinde ist wie ein Gebäude oder ein Acker: Wir Apostel sind nur die Bauarbeiter oder Gärtner, aber Gott lässt das Ganze wachsen. Ihr seid Gottes Tempel – macht ihn nicht durch euren Ego-Trip kaputt!
  • Kapitel 4: Spielt euch nicht als Richter über mich oder andere auf. Wir Apostel sind oft die Dummen vom Dienst, werden verspottet und arbeiten uns die Finger wund, während ihr euch aufführt wie die Könige. Werdet mal wieder bodenständig. Ich schreibe das nicht, um euch fertigzumachen, sondern weil ihr mir als meine Gemeinde am Herzen liegt.

Der Sittenkodex: Beziehung, Sex und Stolz (Kapitel 5–7)

  • Kapitel 5: Mir sind da Stories zu Ohren gekommen, da schütteln selbst Atheisten den Kopf! Ein Mann aus eurer Gemeinde schläft mit seiner Stiefmutter – und ihr schaut einfach weg und tut so, als wäre nichts? Seid nicht so arrogant. Wenn jemand sich Christ nennt, aber völlig rücksichtslos und egoistisch lebt, müsst ihr klare Grenzen ziehen und diese Person aus der Gemeinschaft ausschließen. Ein bisschen schlechter Sauerteig verdirbt den ganzen Teig.
  • Kapitel 6: Und warum rennt ihr wegen jedem internen Streit sofort vor die weltlichen Gerichte? Könnt ihr eure Probleme nicht wie erwachsene, gläubige Menschen untereinander klären? Noch was zum Thema Lifestyle: Euer Körper ist kein Spielplatz für zügellosen Sex. Er ist ein Tempel des Heiligen Geistes. Gott hat euch teuer freigekauft, also geht auch respektvoll mit eurem Körper um.
  • Kapitel 7: Jetzt zu euren Fragen über Partnerschaft: Single zu sein ist völlig okay und gibt euch viel Freiheit für Gott. Aber wer heiraten will, soll das tun – Sex gehört in die Ehe. Wenn ihr verheiratet seid, bleibt zusammen. Und wenn ihr einen Partner habt, der nicht glaubt, trennt euch nicht vornherein, denn vielleicht findet er durch euch ja auch zum Glauben. Lebt einfach treu in der Situation, in der ihr gerade steckt.

Die Rücksichtnahme: Freiheit hat Grenzen (Kapitel 8–10)

  • Kapitel 8: Ihr streitet darüber, ob man Fleisch essen darf, das vorher im Tempel von Götzen geopfert wurde. Klar, wir wissen alle, dass es diese Götter gar nicht gibt und das Fleisch nur Fleisch ist. Aber euer theoretisches Wissen nützt nichts, wenn es keine Liebe hat. Wenn ein anderer Christ ein schwaches Gewissen hat und durch euer Fleischessen im Glauben verunsichert wird, dann verzichtet verdammt noch mal darauf. Nehmt Rücksicht!
  • Kapitel 9: Ich selbst verzichte auch ständig auf meine Rechte (wie wir oben schon gesehen haben). Ich passe mich allen an, um möglichst viele Menschen für Jesus zu begeistern. Das ist wie im Sport: Ein Läufer trainiert hart und verzichtet auf vieles, um den Pokal zu gewinnen. Genau so fokussiert lebe ich auch.
  • Kapitel 10: Lernt aus der Geschichte: Die alten Israeliten in der Wüste dachten auch, sie wären auf der sicheren Seite, und sind dann doch in die Falle von Egoismus und Götzendienst getappt. Glaubt bloß nicht, ihr wärt immun gegen Versuchungen! Gott lässt euch nicht im Stich, aber haltet euch fern von allem, was euch von ihm wegzieht. Es gilt die Regel: Alles ist erlaubt, aber nicht alles tut gut oder baut die Gemeinde auf.

Der Gottesdienst: Kein Chaos, sondern Gemeinschaft (Kapitel 11–14)

  • Kapitel 11: Wenn ihr euch trefft, geht es manchmal drunter und drüber. Beim Abendmahl essen die Reichen sich voll und betrinken sich, während die Armen hungrig daneben sitzen. Das ist eine absolute Schande! Das Abendmahl ist kein Buffet, sondern die Erinnerung daran, dass Jesus seinen Körper für uns alle gegeben hat. Benehmt euch gefälligst respektvoll.
  • Kapitel 12: Gott schenkt jedem von euch unterschiedliche Fähigkeiten und Begabungen durch den Heiligen Geist. Wir sind wie ein menschlicher Körper: Das Auge kann nicht zum Fuß sagen: „Ich brauche dich nicht.“ Jedes Körperteil – und jedes Gemeindemitglied – ist absolut lebenswichtig. Hört auf, aufeinander eifersüchtig zu sein.
  • Kapitel 13 (Das Hohelied der Liebe): Ihr könnt die tollsten geistlichen Reden schwingen, die Zukunft vorhersagen und Berge versetzen – wenn ihr keine Liebe habt, seid ihr nur nerviger, dröhnender Lärm. Die Liebe ist geduldig, sie ist freundlich, sie ist nicht eifersüchtig oder stolz. Alles andere vergeht irgendwann, aber drei Dinge bleiben für immer: Glaube, Hoffnung und Liebe. Und die Liebe ist das Größte davon.
  • Kapitel 14: Wenn ihr im Gottesdienst betet und predigt, sorgt für Ordnung. Es bringt niemandem etwas, wenn alle gleichzeitig in unverständlichen Sprachen durcheinanderreden. Redet lieber so, dass die Zuhörer ermutigt und aufgebaut werden und Gäste verstehen, was abgeht. Gott ist kein Gott des Chaos, sondern des Friedens.

Das große Finale: Die Hoffnung und der Abschied (Kapitel 15–16)

  • Kapitel 15: Lass uns noch mal über das Fundament sprechen: Jesus ist gestorben und er ist wirklich von den Toten auferstanden. Dafür gibt es hunderte Zeugen. Wenn das nicht wahr wäre, wäre unser ganzer Glaube reine Zeitverschwendung. Aber weil er auferstanden ist, werden auch wir einmal auferstehen. Der Tod hat nicht das letzte Wort – der Sieg ist schon eingefahren! Bleibt also stark und lasst euch nicht verunsichern.
  • Kapitel 16: Zum Schluss: Vergesst nicht, Geld für die armen Christen in Jerusalem zu sammeln. Ich hoffe, ich kann euch bald persönlich besuchen. Richtet Timotheus liebe Grüße aus, wenn er kommt. Haltet zusammen, steht fest im Glauben, seid mutig und stark. Und lasst alles, was ihr tut, in Liebe geschehen! Schöne Grüße von allen hier. Macht’s gut!

Quelle des Titelbildes: https://claude.ai/chat/666d8801-cb40-4010-a258-af8860584294

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