CLIL steht für „Content and Language Integrated Learning“ und bedeutet „Inhalts- und sprachintegriertes Lernen“. Damit ist es ein Ansatz zum Lernen von Inhalten durch den Einsatz einer zusätzlichen Sprache. Die Weiterbildung in Sachen digitaler Technologien eignet sich besonders, weil die Betriebssysteme und die Office-Software weltweit von den gleichen Herstellern kommen und viele Begrifflichkeiten in die meisten Sprachen übernommen wurden. Auch wenn noch nicht alle Zusammenhänge beim Einsatz einer Tabellenkalkulation in einer Fremdsprache im Vortrag des Dozenten verstanden wurden, so erkennt man beim Nachvollziehen, was in der Sprache, die nicht die Muttersprache ist, vermittelt wurde. Sachthemen rund um die Digitalisierung eignen sich für CLIL-Weiterbildung besser als die weniger Handlungs- und Praxis-orientierten Fächer. Unterricht, dessen Gegenstand in erster Linie nicht die zu erlernende Sprache ist, ist dann CLIL, wenn die Unterrichtssprache nicht die Muttersprache ist. Deutsche Arbeitnehmer, welche Online-Kurse zum Thema Office an skandinavischen VHS besuchen, betreiben demnach ebenso CLIL, wie ukrainische Flüchtlinge, die sich mit hinreichenden Deutsch-Kenntnissen an deutschsprachigen Online-Kursen zu Themen im Umfeld der Digitalisierung einschreiben.