Die Präsentation zum persönlichen Anschreiben:

oder mit dem gleichen Inhalt als Fallbeispiel zur Nutzung von bekannten Videoplattformen

Fragen und Antworten zum Projektvorschlag

Was ist der Gegenstand des Vorschlags und warum wird er unterbreitet?

Große Teile des Schwalm-Eder-Kreises (SEK) waren lange von den Möglichkeiten des Internets abgeschnitten. Bürger, die nicht durch Schule und Beruf mit den Möglichkeiten vertraut gemacht werden, benötigen nahe gelegene Anlaufstellen, um das Versäumte schnell aufzuholen und Anschluss in einer Wissensgesellschaft zu finden.

Bei diesen Anlaufstellen können sie persönlich mit ihrer eigenen Hardware erscheinen, um sich die neuen Kommunikationsmöglichkeiten einzurichten und zu testen. Danach nehmen sie über Videokonferenzen am Vereinsleben teil und organisieren sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten. Solange das erforderlich ist, werden sie von den Mentoren des Kommunikationsvereins unterstützt.

Wer könnte besonderes Interesse am Projekt haben?

Bürger, die alle durch das Internet ermöglichten Kommunikationsformen kennen und nutzen möchte. Das betrifft besonders Angebote zur synchronen und asynchronen Kommunikation und Weiterbildung:

  • Wer möchte, kann eigene Angebote zu interessanten Themen machen und virtuelle Treffen organisieren.
  • Eltern können Lernplattformen und Bildungsmaterialien kennen lernen, welche ihre Kinder in den Schulen nutzen.
  • Senioren können sich auf den Einzug von Telemedizin und E-Government vorbereiten und sie lernen die Kommunikationsmöglichkeiten mit Freunden und Angehörigen kennen, wenn ihre Mobilität nachlässt.
  • Kommunale Einrichtungen wie Kindertagesstätten könnten das Angebot nutzen, um gemeinsame Lernplattformen für Einweisungen, Unterweisungen und Weiterbildung zu betreiben. Die Plattformen entsprechen den verbreiteten Standards, die jüngere Erzieher und Erzieherinnen oft schon in der Ausbildung kennengelernt haben.

Wo findet das Vereinsleben statt?

Interessenten und neue Mitglieder werden persönlich an festgelegten Treffpunkten mit der Kommunikationstechnik in Form einer Einweisung vertraut gemacht. Dazu bringen sie ihre eigenen Geräte mit. Unterstützt werden Notebooks, Tablets und Smartphones. Wenn es bei den Tests und der Handhabung Probleme gibt, ist mindestens ein erfahrenes Vereinsmitglied vor Ort.

Eigene Vereinsräume werden in der Regel nicht benötigt, wenn es für die Einweisung öffentlich zugängliche Räume mit WLAN gibt. Das könnten z.B. DGH, Rathäuser oder Seniorenresidenzen sein oder Räume von bestehenden Vereinen mit einem Internetzugang.

Jeder Kommunikationsverein (CommunicationClub – CC) erhält mindestens einen virtuellen Vereinsraum, den angemeldete Mitglieder jederzeit aufsuchen können, z.B. https://sek-cc.de/wabern (ein Beispiel, welches noch nicht eingerichtet ist!). Dort können direkte oder zeitversetzte Kontakte zu anderen angemeldeten Mitgliedern aufgenommen werden. Diese virtuellen Vereinsräume können nur mit persönlichem Zugangsnamen und Kennwort betreten werden, so dass Nichtmitglieder keinen Zugang haben.

Wann kann das Projekt starten, wann finden Zusammenkünfte statt?

Pilotprojekte können an wenigen ausgewählten Orten kurzfristig starten. Auftaktveranstaltungen zum „Brainstormen“ sind sinnvoll, um Gründungsmitglieder, Freunde und Förderer auf Orts- oder Kreisebene zu gewinnen.

TOPs für persönliche Zusammenkünfte:

  • Hilfestellung bei der Einrichtung von Kommunikationssoftware
  • Nutzung der Lern- und Vereinsplattform
  • Absprache und Organisation von Projekten

Die Häufigkeit persönlicher Treffen auf Ortsebene ist nachfrage-abhängig.
Auf Kreisebene sollte es zu festen Zeiten ein Angebot geben, zu dem sich neue Interessenten per eMail oder Telefon anmelden können.

Anschließende virtuelle Zusammenkünfte können jederzeit asynchron im Vereinsforum vorgeschlagen werden und synchron, d.h. gleichzeitig in einer Videokonferenz stattfinden. Für kleine Gruppen ist die benötigte Software kostenlos.

Wie ist der Ablauf bei der Einführung und in den Folgejahren?

Einführungsveranstaltungen kann jeder Bürger kostenlos besuchen. Dabei findet die Einweisung in die Kommunikationsmöglichkeiten der mitgebrachten Kommunikationshardware statt. Dabei stellt sich der Verein und seine Vereinsziele vor: Die Besucher sollen den Sinn sozialer Kontakte in der Nähe ihrer Wohnorte beurteilen können, ohne auf Netzwerke wie Facebook, WhatsApp etc. angewiesen zu sein. Die Nutzungsmöglichkeiten, Vorteile und Risiken dieser Netzwerke werden bei Bedarf besprochen.

Mitglieder erhalten, ähnlich den Studenten und Schülern an Hochschulen und weiterführenden Schulen, einen eindeutigen Zugangsnamen mit Kennwort. Sie können sich im Kreisverein oder in Ortsvereinen organisieren, um gemeinsame Bildungs- oder Freizeitaktivitäten durchzuführen.

Wie hoch sind die Kosten und wo entstehen Sie?

An den Treffpunkten, wo man persönlich erscheint, wird WLAN mit einem Internet-Zugang benötigt. Wenn es dort noch keinen Zugang gibt, müsste das eingerichtet werden. Vorhandenen Vereinen könnte eine Zusammenarbeit angeboten werden, wenn sie den Vereinsgegenstand „Medienkompetenz und Kommunikation“ in das Vereinsleben integrieren können und Veranstaltungen für Einweisungen und gelegentliche Zusammenkünfte in ihren Räumlichkeiten gestatten.

Die Kosten für den Betrieb einer Lern- und Vereinsplattform sind mit ca. 2 Euro pro Jahr und Mitglied anzusetzen. In der Pilotphase ist die kostenlose Nutzung einer vorhandenen Plattform möglich. Bei der Finanzierung der überschaubaren Kosten für Internetdienste könnten auch örtliche Firmen angesprochen werden, ob sie ähnlich wie bei den örtlichen Sportvereinen als Sponsor in Erscheinung treten möchten.

Zu den geringen laufenden Betriebskosten kommt der Aufwand für die Einarbeitung und Betreuung der ehrenamtlichen Administratoren in der Anfangsphase. Erfahrungsgemäß ist dieser Aufwand mit 300 bis 800 Euro pro Administrator in den Ortsvereinen anzusetzen. Wenn das benötigte Knowhow nach der Einführungsphase bei ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern vorliegt, entfallen diese Fremdleistungen. Diese Aussage basiert auf Erfahrung mit Vereinen in Felsberg.

Welche Funktion haben die VHS bei digitaler Vereinsarbeit?

Vereine bereiten ihre Mitglieder auf die Zukunft der Kommunikation vor. Bildung und Weiterbildung werden verstärkt auf Online-Angebote setzen. Präsenzlehrgänge mit Videotechnik ermöglichen, dass im ländlichen Raum die gleichen VHS- und sonstigen Bildungsangebote wie in den Großstädten gemacht werden können. Das Angebot bei Sprachen und MINT-Themen hängt nicht mehr von der Verfügbarkeit von Dozenten im ländlichen Raum ab. Prinzipiell wäre die VHS auf Kreisebene auch die geeignete Institution, um Kommunikationsvereine langfristig bei der Ausbildung ehrenamtlicher Helfer zu unterstützen. Das folgende Videointerview zeigt den Weg ins Digitale auf, wie er bei den VHS zu erwarten ist.

Quellangaben zum Anschreiben und der Präsentation:
http://www.wn.de/Muensterland/2989411-Buddelverein-Bauern-und-Breitband-Buddel-Offensive-Landwirte-ergreifen-selbst-Initiative-fuer-schnelles-Internet