Pressemitteilung: Excel-Quizmacher für Pädagogen

Quizze sind die unterhaltsamste Art, Paukwissen zu vermehren. Fragen für das Quizduell und „Wer wird Millionär?“ werden nach einem festen Schema erstellt. Solche Produktionsschemen gibt es auch auf der für schulische Zwecke optimierten Quizdidaktik-Website aus Bayern.
Was fehlt ist ein Tool, um eigene Fragenpools sinnvoll zu verwalten oder mit anderen auszutauschen: Fragen sollten in Tabellenform vorliegen, sortiert und selektiert werden können. Auf Knopfdruck sollte das Quiz fertig sein und zum Upload auf einer Website bereitstehen. Datenbank-basierte Lösungen liefern den gewünschten Komfort und ermöglichen die automatische Produktion kompletter Quizze auf Basis der ausgewählten Fragen.

Mit Datenbanken lassen sich Tausende oder Millionen unterschiedlicher Fragen leicht verwalten. Große Fragenpools mit Paukwissen kommen zum Beispiel dann zustande, wenn man europäische, chinesische, japanische und koreanische Vokabel-Kenntnisse mit Hilfe von Quizzen prüft und dabei bestehende Vokabelsammlungen automatisch verarbeitet. Auch beim Paukwissen zu den klassischen Fächern Erdkunde, Geschichte, Mathematik, Physik, Chemie, Musik usw. gibt es passende Sammlungen in Tabellenform, die schnell zu Quizzen verarbeitet werden können.

QuizMacher12.xlsm (Datum vom 5.8.2018, 180 KB) ist ein auf Excel-Tabellen basierender Prototyp, der einfach heruntergeladen und getestet werden kann. Er lässt sich bei Bedarf mit Datenbanken verknüpfen. In den gewohnten Excel-Tabellen stehen die Daten der Fragen. In der Arbeitsmappe mit Makros ist auch das Schema zum gewünschten Fragetyp hinterlegt, sowie alle Anweisungen, um die Fragedaten mit dem Schema zum fertigen Quiz mit jeweils 12 Fragen zu kombinieren.
Der gesamte Ablauf vom Bearbeiten der Fragen bis zum fertigen Quiz ist in einem YouTube-Video zu sehen und kann vollständig nach dem Download der Arbeitsmappe nachvollzogen werden.
Ziel der Bereitstellung der Arbeitsmappe
Mit dem Prototyp können sich Pädagogen und sonstige Quizmacher von der Effizienz der Lösung überzeugen. Bei Interesse können sie das gesamte Produktionswissen in zwei Präsenzkursen erwerben. Um Anfahrtswege zu vermeiden wird der Kurs mit Lernplattform und Videokonferenzsoftware als Blended-Learning angeboten:
In der Kursreihe „Lernerfolge durch Spielspaß“ gibt es den VBA-Programmierkurs für Anfänger mit 40 Unterrichtseinheiten und den Kurs für Fortgeschrittene mit 16 Unterrichtseinheiten.
Nach den Erläuterungen der Abläufe im QUIZMACHER12 lernen die Teilnehmer den Schwierigkeitsgrad durch Einbeziehung weiterer Parameter an die Zielgruppen anzupassen. Danach werden gleichartige Prototypen mit großen Fragenmengen produziert. Das vorgestellte Verfahren funktioniert nicht nur mit den üblichen Browsern und JavaScript, sondern auch mit verbreiteten Lernplattformen wie Moodle, sofern es dort einen Fragenimport für XML-Dateien gibt. Die Anleitung zur Nutzung des Prototypen ist im YooTube-Video enthalten.

Rationalisierung bei der Produktion von Tests und Lernkontrollen


Wer rationalisiert, ist zu faul, um immer wiederkehrende Dinge händisch auszuführen. Ein 63 Jahre alter Artikel beschreibt treffend die Angst vor dem Verlust zeitraubender Arbeit: https://www.zeit.de/1955/20/angst-vor-rationalisierung

Wer beim Einsatz von Informationstechnik rationalisieren möchte, muss programmieren können. Nur wer die Zusammenhänge und Strukturen erkennt und versteht, kann effizienter arbeiten als andere, die das noch nicht können.

Auch ohne Informatiker oder hauptberuflicher Programmierer und Entwickler werden zu müssen, kann man mit Excel und VBA viele Dinge optimieren. Zum Beispiel die Verwaltung von Testfragen und die Produktion von JavaScript-Selbsttests und Lernkontrollen mit Moodle. Rationalisierung bedeutet hier, dass Fragenpools wiederverwendet und weitergegeben werden dürfen und dass die Antworten der Teilnehmer nicht mehr manuell überprüft werden müssen.

Wer überlegt, ob der geplante Kurs „Selbsttests und Lernkontrollen generieren“ für das eigene Unterrichtsfach interessant ist, kann das anhand von bereit stehenden Fallbeispielen prüfen und sich für den ab Herbst geplanten Videopräsenzkurs vormerken lassen. Das ist eine Live-Schulung per Videokonferenzsoftware via Internet.

Im Kurs werden die notwendigen Grundlagen vermittelt, um die für Testproduktionen notwendigen Programmierungen mit Excel und VBA zu verstehen und selbständig zu erweitern.

Mit dem Knowhow aus dem Kurs werden dann Dateien erzeugt, wie sie in der Download-Spalte der nachstehenden Tabelle abrufbar sind.

Die JavaScript-Tests (js) kann man auf lokalen Datenspeichern entpacken. Für die Installation der darunter stehenden Download-Angebote benötigt man eine Moodle-Lernplattform mit Zugangsrechten als Kursleiter.
Als Prüfungsteilnehmer kann man sowohl die JavaScript-Selbsttests als auch die Lernkontrollen in Moodle über den Demozugang (s. Erläuterung) nutzen.

Download Format Erläuterung
js ZIP 6 JavaScript-Selbsttests mit ca. 300 Zuordnungsfragen in zwei Varianten: BWL-Englisch-Vokabeln, Chinesisch-Vokabeln und Länder und ihre Hauptstädte. Nach dem Download des ZIP-Archivs lassen sich die Fragen auf lokalen Datenträgern oder auf einem Webserver entpacken: Demo auf einem Webserver
bluepagesQuestionBank.xlsx Excel Diese Arbeitsmappe enthält ca. 1000 Multiple-Choice Fragen in 10 Tabellen zu jeweils einer Fragenkategorie.
Mit Excel ist diese Fragen-Bibliothek leicht zu pflegen und zu erweitern.
Per VBA Makro können komplette Tabellen in eine Moodle-XML-Datei gesendet werden.
Moodle-XML ZIP Das Archiv enthält 10 XML-Dateien für den Import in Moodle. Sie wurden per VBA-Makro aus der vorstehenden Excel-Arbeitsmappe erzeugt.
sicherung-moodle2-course ZIP Gesicherter Moodle-Kurs zur Wiederherstellung auf einer aktuellen Moodle-Lernplattform. Die 10 XML-Dateien sind bereits importiert und jeweils in einem Test verwendet: Demo auf einem Moodle-LMS Bitte geben Sie zum Start den Anmeldenamen a ein. Das zugehörige Kennwort ist ebenfalls a
Komplett xlsx xml mbz ZIP Die zuvor beschriebenen Downloads zu Moodle in einem Archiv.

Technologieeinsatz bei Weiterbildung auf dem Land


Es gibt mehrere Bildungsträger, die bundesweit zusammengestellte Teilnehmergruppen mit spezieller Videokonferenzsoftware unterrichten. Vor allem die von der Arbeitsagentur ausgestellten Bildungsgutscheine sorgen dort für steigende Umsätze. Vergleichbare Kursangebote mit klassischem Unterricht wie in einer Schule müssten wohl häufig abgesagt werden, weil die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden kann. Ausreichende Teilnehmerzahlen für Videopräsenzkurse im gesamten Sprachraum zu erreichen, ist kein Problem. weiterlesen

Sprechstunden im Internet

Im Nachbarort hat gerade ein Arzt die Telemedizin via Internet in unserem Landkreis gestartet.

OfficeSprechstunden zu Themen in Sachen Excel und anderen Microsoft-Anwendungen kann man online bei mir vereinbaren. Dann werden per Videokonferenz die Fragen an dem Bildschirm besprochen, wo sie entstanden sind. Der 1. Versuch kostet nichts. Weitere Sprechstunden kosten dann etwa soviel, wie eine Beratungsstunde beim Fachmann. Kostenlos bleibt jedoch der Abruf von fünf Stunden Excel-Know-how von meiner YouTube-Plattform:

Ein Erklärvideo informiert schneller als viele gedruckte Seiten. In 14 Videos werden in leicht verständlicher freier Rede und auf der Basis echter Datenbestände die Dinge erklärt, die in Grundlagenkursen oder im Selbststudium häufig übersehen werden.

Alle Fallbeispiele aus den Videos lassen sich als ZIP-Archiv herunterladen: https://konrad-rennert.de/wp-content/uploads/2018/05/ExcelSprechstunde.zip

Videosprechstunden mit einem E-Learning-Trainer als Sparringspartner

Sprechstunden am eigenen PC sind Zeit- und Kosten-effizient.

In den Videos aus der Telemedizin wird gezeigt, dass wegen der offensichtlichen Vorteile sogar Verbote aufgehoben werden können: https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-mittagsmagazin/videos/telemedizin-pilotprojekt-startet-100.html

Bestmöglich und effizient schließen sich offensichtlich nicht aus. Die Wartezeit in Praxen war schon immer lästig. Zudem birgt der Besuch eines mit kranken Patienten gefüllten Wartezimmers Gefahren durch Ansteckung wegen Infektionskrankheiten und der Gegenwart von multiresistenten Keimen. weiterlesen

Lebenslanges Lernen und Lehren per Videokonferenz

Fernmeetings ergänzen die Fernwartung – Sowohl blizz® als Software für „Lebenslanges Lernen per Fernmeeting mit Fachleuten“ als auch TeamViewer als „Software für die jederzeitige Fernwartung von Anlagen im IoT (Internet of Things)“ kommen von der Göppinger Softwarefirma TeamViewer GmbH.
Fernmeetings können noch viel weitreichendere Bedeutung für Menschen erlangen, als es die Fernwartung schon lange bei der Technik hat: Bringe Menschen zusammen – schnell, sicher und von überall. Das Wort jederzeit wurde dabei aus dem Slogan der blizz-Videokonferenzsoftware gestrichen, weil Menschen nicht jederzeit wie Maschinen verfügbar sein wollen. 7×24 geht nur, wenn die TeamViewer-Software zur Fernwartung von Technik eingesetzt wird. Aber ansonsten passt bei blizz alles, um Vorhaben zum lebenslangen Lernen schnell, sicher und von überall zu ermöglichen. Man spart nicht nur Schulgebäude, Anfahrtszeiten und -wege, sondern nutzt auch die eigene Hardware und kann an konkreten Fällen die Fragen besprechen: „Training on the Job“ bzw. „Learning by Doing“ mit Fachleuten, die man im Internet schnell finden kann.  weiterlesen

Einsparpotentiale bei selbstorganisierter Weiterbildung

Selbst organisierte Weiterbildung bietet neben einer höheren Problembezogenheit auch enorme Einsparpotentiale. Die maximale Unterrichtswirksamkeit ist in kleinen Gruppen mit 2 bis 6 Teilnehmern zu erwarten. Das kann man auch der zum abgebildeten Diagramm gehörenden Gleichung entnehmen. Die Kurve mit den Kosten pro Teilnehmer verflacht sich bei mehr Teilnehmern immer weniger. Größere Gruppen senken zwar weiterhin den Anteil des Einzelnen an den umgelegten Kosten für den Dozenten, sie verlängern aber die Kursdauer. Wenn man das berücksichtigt und die verlängerte Seminardauer für die Teilnehmer als bezahlte Arbeitszeit mit einrechnet, kann sich das Preis-Leistungsverhältnis sogar wesentlich verschlechtern.

Abspecken durch Wegfall von Verwaltungskosten

Im Idealfall zahlt eine selbst-organisierte Lerngruppe nur den Mentor bzw. den Dozenten, den sie selbst aus dem Pool von noch zu gründenden „Weiterbildungsproduktionsgenossenschaften“ auswählt.
Selbst-organisierte Lerngruppen bestimmen ihre Lernziele selbst: Das können z.B. Computer-Führerscheine auf dem Standard- oder dem Fortgeschrittenen Niveau sein. Andere Lernziele sind erfolgreiche TOEFL-, DSH- oder HSK-Sprachtests von Auslandsstudenten, die eine Sprachprüfung auf definierten Niveaus nachweisen müssen, wenn sie sich an einer Hochschule einschreiben möchten, an der nicht in der eigenen Muttersprache gelehrt wird. Gefordert ist in der Regel die höchste oder zweithöchste Stufe eines Sprachniveaus nach dem Europäischen Referenzrahmen. Das Bestehen von Prüfungen ist ein klares Ziel. Praktische Kommunikation mit Muttersprachlern und das Bestehen der mündlichen Prüfung kann durch Hinzuziehen eines muttersprachlichen Mentors erleichtert werden. Weniger klar ist die Erfolgsmessung, wenn sich Studenten, Fach- und Führungskräfte einen Mentor suchen, der ihren Vortragsstil optimiert, damit man sich vor akademischen Gremien oder beim Vortrag vor Kollegen nicht blamiert, weil die Sprache unverständlich ist oder die Folien schlecht gestaltet sind.

Lernen im Arbeitsprozeß

Mentoren unterstützen problemorientiert beim zielgerichteten Lösen von Sach- und Fachproblemen. Die Nutzung des Internets erleichtert die Bündelung gleichgelagerter Interessen. Das bewirkt signifikante Kosteneinsparungen. Reisezeiten entfallen und Kurz-Seminare können häufig in Form von Video-Konferenzen angesetzt werden. Sowohl die Problembezogenheit, die Zeitnähe und auch die Nachhaltigkeit sind so besser zu justieren. Man lernt im Arbeitsprozeß und kann sofort die Fachkompetenz eines Mentors einbeziehen. Klassische Seminare eignen sich für horizontales Lernen ohne konkreten Problembezug. Sie werden langfristig geplant und sind breiter angelegt.
Fazit: Für die empfohlene Vernetzung per Videokonferenz spricht, dass anspruchsvolle Berufe häufig mit lebenslangem Lernen gekoppelt sind. Erkannte Defizite müssen kurzfristig, fachgerecht und kostengünstig beseitigt werden.

„Klassensprecher“ koordinieren die Zusammenarbeit mit Dozenten/Mentoren

Es kommt darauf an, ca. 2 bis 6 Gleichgesinnte im gesamten Sprachraum zu einer Gruppe zusammenstellen, wenn man sich statt in einem klassischen Seminarraum in einer via Internet ausgestrahlten Videokonferenz zusammenfinden kann.
Dozenten mit Videokonferenzerfahrung wissen, dass in kleinen, homogenen Gruppen sehr gute Erfolge zu erzielen sind. Das Klima in der Gruppe leidet, wenn technische Störungen oder destruktive Teilnehmer gehäuft auftreten. Wenn die Gruppe von Anfang an ungeeignete Mitglieder fernhält, steigert das sowohl das Lerntempo als auch den fachlichen Tiefgang beim Erreichen der Lernziele. Der Klassensprecher und Organisator wird aus Sicht des Dozenten als Projektleiter, Trendsetter oder Influencer wahrgenommen. Seine Co-Moderation, sein Arbeits- und Sozialverhalten motivieren sowohl den Dozenten als auch die Gruppenmitglieder.
Die Vertiefung des Lehrstoffes wird besonders dann gefördert, wenn sich Teammitglieder auch außerhalb der vom Dozenten geleiteten Videokonferenzen unterstützen.
Dozenten möchten sich auf ihr Fachgebiet konzentrieren und nicht mit der Abrechnung von Honoraranteilen mit einzelnen Gruppenmitgliedern. Das ist teure Zeitverschwendung. Wenn ein Klassensprecher die Teilnehmergebühren einzieht und stellvertretend für die Gruppe als Vertragspartner des Dozenten die Rechnungen des Dozenten begleicht und die sonstige Organisation übernimmt, senkt das ebenso die Nebenkosten, wie der Verzicht auf die Anmietung von Veranstaltungsräumen oder die Anreise von Teilnehmern und Dozenten zum Veranstaltungsort.
Wenn Anreise und Reservierung von Räumen entfallen, kann man häufiger stundenweise zusammenkommen. Die persönliche Weiterbildung kann problemorientiert und neben dem Tagesgeschäft stattfinden.
Download der Präsentation zum Video: https://wer-weiss-was.net/_/LernenPerVideoKonferenzPreiswertOrganisieren.pdf

Deutschland hat Kreativität zu bieten

Hierzulande gibt es innovative Softwareentwicklungen aber leider kein effizientes Marketing zur Monetarisierung und auch keine nennenswerte staatliche Förderung der Einsatzmöglichkeiten. Den Karlsruher Ingenieur Niko Fostiropoulos nenne ich hier als Beispiel. Er ist aktives Mitglied der „Linken“ und Gründer und Geschäftsführer des Bildungsunternehmens alfatraining. Als glaubwürdiger Visionär steht er für barrierefreie Bildung in Europa. Das konnte der Autor persönlich als Teilnehmer am Neujahrempfang seines Unternehmens erleben. Eingeladen war er wegen seiner mehrfachen Dozententätigkeit zum Thema Europäischer Computerführerschein. Das Karlsruher Startup wird aus vielerlei Gründen keine hinreichende Unterstützung erfahren, obwohl die Lösung alfaview® des Unternehmens in der Praxis sehr überzeugend ist und auch oft auf Bildungsmessen (Learntec, Didacta,…) präsentiert wird.
Nur der größte europäische Softwarehersteller SAP konnte als wichtiger Kunde gewonnen werden und setzt alfaview für Präsenzschulungen per Videokonferenz ein. Das ist ein Ritterschlag für die Qualität des Produktes. Es ist aber kein Garant für seinen wirtschaftlichen Erfolg. Dafür bräuchte die Lösung des links-denkenden Unternehmers eine Lobby. Die hat er nicht und die wird er wahrscheinlich auch nicht bekommen. Das ist schade, weil bald wieder zukunftsweisende deutsche Technologie von anderen Ländern adaptiert wird und dann dort die Ernte eingefahren wird.

Verpasste Chancen haben Tradition

So etwas hat Tradition: In der Geschichte zur Erfindung des Telefons kommen viele Deutsche Namen zum Vorschein: Gauß, Weber und Reis. Das Geld als Patentinhaber haben dann amerikanische Unternehmen geerntet (Bell). In Deutschland fuhren schon 1903 Schienenfahrzeuge von AEG und Siemens mit über 200 km/h. Heute kann man hierzulande immer noch Züge bauen, aber in China wird mit der Massenproduktion von Weiterentwicklungen deutscher Technik das Geld verdient. Konrad Zuse hat im Jahre 1941 den Z3 Computer gebaut. Es war der erste funktionstüchtige, vollautomatische, programmgesteuerte und frei programmierbare, in binärer Gleitkommarechnung arbeitende Rechner. Dieser erste funktionsfähige Computer der Welt wurde am 21. Dezember 1943 bei einem Bombenangriff zerstört. Vom Krieg und seine Folgen hat sich Zuses Unternehmen nie wieder erholt. Heute stellt China die meisten Computer her.

Vom Ländle geförderte Startups sind zu klein angelegt

Nicht nur dem deutschen Unternehmen alfatraining sondern dem in der 120 km entfernten Stadt Göppingen gegründeten Unternehmen TeamViewer droht, dass es mangels einer Lobby im eigenen Land und trotz eines sehr guten Produktes keine Ernte seiner Kreativität einfährt. Möglicherweise stehen chinesische Investoren bereit, um das Knowhow abzugreifen. Kuka und Co. lassen nicht nur aus China grüßen, sondern zeigen den wahrscheinlichsten Weg bei der Verwertung deutschen Knowhows. Innovationen im Bereich der Bildung benötigen eine Lobby. Bildung ist Ländersache und da ist es unwahrscheinlich, dass man sich zusammentut, um Deutschland oder Europa als Standort für Innovationen zu sichern. Wenn man an die verpassten Chancen beim Schienenverkehr und der Computerentwicklung denkt, befürchtet man die Wiederholung der Fehler. Durch Artikel wie den im Spiegel: KÄMPFEN UND KUNGELN http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13680751.html scheinen positive Auswirkungen von Lobbyismus kaum möglich. Das schändliche Gebaren der NRA in den USA bestätigt den Artikel und verhindert positive Ansätze.

Verschlafen von Innovationen bewirken den Abstieg 

„Ballmer Laughs at iPhone“ dokumentiert, wie man sein eigenes Unternehmen (Microsoft) durch das nicht rechtzeitige Erkennen zukunftsweisender Entwicklungen in die Zweitklassigkeit bringt. Das gilt für Unternehmen wie auch Länder. Deutschland hat sehr gute Ingenieure und Entwickler, aber sie haben nur zweitklassige Vermarkter und Lobbyisten (=Netzwerker).

Deshalb droht Produkten wie alfaview und blizz ein ähnliches Schicksal wie früheren deutschen Entwicklungen: Entwickelt in Deutschland, übernommen von China oder den USA. Dort werden sie dann richtig vermarktet. Das ärgert Menschen, die Potenziale erkennen und zusehen müssen, wie schnell die Patente hier entwickelter Technologie global verramscht werden.

Bildung ist die einzige Ressource, die sich durch Gebrauch vermehrt

Gerade bei Technologien zur Förderung von Bildung und Ausbildung wäre eine gute europäisch denkende Lobby wichtig. Mit den beiden beschriebenen Entwicklungen aus dem Ländle (blizz und alfaview) können die Reichweite und Nachhaltigkeit verbessert werden. Selbst Insider wie der Autor erkennen die enormen Vorteile erst auf den zweiten Blick: Im direkten Vergleich zur Unterrichtswirksamkeit wird eine Anwesenheit im gleichen Raum immer besser abschneiden als der Präsenzunterricht per Videokonferenz, weil alle Sinne angesprochen werden können, weil die Ablenkung durch die Umgebung für alle gleich ist und weil die Einhaltung von Regeln besser überwacht werden kann. Der Autor hat viele Jahre Vorbereitungskurse zum Europäischen Computerführerschein (ECDL) in der althergebrachten Form durchgeführt. Als Teletutor benötigte er ca. 20% mehr Zeit, um den gleichen Stoff zu vermitteln und um dann vergleichbare Prüfungsergebnisse zu erzielen.

Diese 20 % Zeitverlust lassen sich allein schon durch den Wegfall der Anfahrtskosten und der Anfahrtszeit hereinholen.

Vorteile durch Entwicklung der Medienkompetenz

Aber dann kommen die Pluspunkte für viele schulische Veranstaltungen, d.h. die Vorteile die man durch den Einsatz von alfaview und blizz haben könnte:
Die im Fernsehbericht sichtbare schlechte Qualität der Bildübertragung der ostfriesischen Inselschule liegt 6 Jahre zurück. Bei digitalen Themen ist das sehr lange und die gezeigte Technik ist abgesehen vom großen Bildschirm museumsreif. Heute bedarf es neben handelsüblicher Hardware bei den Schülern (BYOD) nur eines gut ausgebauten WLANs in der Schule, um die folgenden Optionen zu nutzen:

  • Standort-übergreifende Veranstaltungen zur Information und Diskussion können leicht angesetzt werden. Die Reisezeiten entfallen
  • Mit Zustimmung der Beteiligten lassen sich (derzeit nur mit blizz) komplette Veranstaltungen zur Dokumentation und zum Nacharbeiten aufzeichnen
  • Externer Fachleute können per virtueller Face-to-Face Konferenz einbezogen werden
  • Stundenweise Weiterbildung von Lehrpersonal ist ohne Unterrichtsausfall möglich
  • Landesweite Rekrutierung von Fachlehrern für Mangelfächer via Videokonferenz
  • Barrierefreie Teilnahme am Unterricht, falls Schüler entweder gar nicht oder nur mit hohem Aufwand eine Schule besuchen können
  • Umsetzung überregionaler Bildungsangebote zur Förderung der Besten
  • Verhinderung von Nachteilen bei kleinen Schulen im ländlichen Raum: durch überregionales Fachlehrer-Sharing via Teletutoring für die Schüler
  • Interkultureller Unterricht mit Muttersprachlern per Videokonferenz auch außerhalb des immer seltener stattfindenden Schüleraustauschs
  • Häufiger direkter Kontakt mit muttersprachlichen Lehrern und Schülern aus anderen Sprachräumen

Damit die Disziplin in den vom fernen Lehrer getrennten Klassen nicht leidet und technisch weniger versierte Schüler in der Anfangsphase unterstützt werden können, wird möglicherweise ein Assistent vor Ort benötigt. Bei alfatraining hat der Autor die Erfahrung gemacht, dass das auch bei Erwachsenen so ist.

Weitere Optionen: Teletutoring für Zuwanderungswillige und Fern-Mentoring

Die leistungsfähige Videokonferenz-Software ermöglicht Teletutoring für Zuwanderungswillige und sie ermöglicht Mentoring aus der Ferne. Das geht weit über die Möglichkeiten von E-Mail und Telefon hinaus, weil die im Ländle entwickelte Software der realen Anwesenheit im Raum gefühlt schon sehr nahekommt.

Wissenschaftssprache Deutsch
Am eigenen Wohnort gibt es selten Lehrer, welche die zu lernende Fremdsprache als Muttersprache sprechen. Noch unwahrscheinlicher ist es, dass man einen muttersprachlichen Mentor findet, der auch den zum Studienabschluss passenden Fachjargon spricht. Aus der Ferne wirkende muttersprachliche Mentoren könnten über passende Netzwerke den Praxisbezug herstellen. Selbst wenn sie zusätzliche Kosten verursachen, kann das Auslandsstudium insgesamt preiswerter werden: Die chinesischen Ansprechpartner des Autors hatten mehrere hundert Stunden Deutsch bei ihren chinesischen Lehrern gepaukt. Dann kamen sie zum Studium nach Deutschland und fielen durch die DSH-Prüfung. Sprachkompetenz auf akademischem Niveau kann nur unzureichend durch das Pauken von Vokabeln und durch ein Studium von üblichen Sachtexten erworben werden. Lehrkräfte der Kasseler Uni haben die von ihnen erkannte Misere in einem Zeit-Artikel treffend beschrieben. http://www.zeit.de/2017/13/internationale-studenten-deutschkenntnisse-universitaet/komplettansicht

Wenn keine Kontakte zu Muttersprachlern vorkommen, bleibt Sprachunterricht praxisfern. Selbst wenn sie in Deutschland angekommen sind, bleiben Menschen aus anderen Kulturen oft isoliert, weil ihre Andersartigkeit und unsere Ängste und Vorurteile den direkten interkulturellen Austausch erschweren. Einige tausend Euro für zusätzliche Sprach-Schulung im Ausland (Deutschland) sind zu investieren. Die Aufenthaltsdauer bis zum angestrebten akademischen Abschluss muss um ein bis zwei Semester verlängert werden.

Der Autor war selbst als Mentor aktiv. Er hat sich praxisnahe Lektionen von seinem chinesischen Mentee vorschlagen lassen. Gemeinsam hat man dann drei Projekte als OER für andere Studenten erstellt und veröffentlicht. Man kann sie sich auf einer Moodle-Plattform ansehen, wenn man sowohl beim Anmeldenamen als auch beim Kennwort ein kleines a eingibt: https://bluepages.moodlecloud.com

Teletutoring, Coaching und Mentoring via Internet – Qualifizierung ohne Grenzen

Viele Länder Europas brauchen Zuwanderung. Gesucht sind jedoch nur integrationswillige Zuwanderer, welche sich durch Arbeit ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren können. Ohne Sprachkenntnisse geht nichts. Was liegt da näher, als die Sprachkompetenz schon im Heimatland zu fördern. Wer ein Angebot zum Erlernen der deutschen Sprache per Videokonferenz annimmt und am Ende ein anerkanntes Zertifikat gemäß den Sprachniveaustufen nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen erhält, beweist enormen Leistungswillen. Derart motivierte Zuwanderer können schneller integriert werden, als jemand ohne deutsche Sprachkenntnisse, der zufällig von irgendwelchen Schleppern an europäischen Küsten abgesetzt wird. Absehbare Integrationsprobleme wegen fehlender Sprachkenntnisse und unrealistischer Vorstellungen über die Anforderungen an Zuwanderer könnten Menschen ohne Sprachbegabung und Leistungsbereitschaft abhalten, nach Europa zu flüchten. Deren Fernbleiben wegen desillusionierender Fern-Aufklärung entlastet europäische Sozialsysteme genauso wie eine verkürzte Eingliederungsdauer der per Internet unterrichteten Zuwanderer.

Das Geld für die Weiterentwicklung von alfaview verdient der genannte Unternehmer mit geförderte Weiterbildung für Arbeitssuchende. Da ist dank geringer Arbeitslosigkeit kaum Wachstum möglich. Jetzt wäre es sinnvoll, die bewährte Technik im gesamten Bildungsbereich zu einzubringen, um die Reichweite von fähigen Lehrern und Mentoren zu erhöhen. Der Autor selbst könnte sich vorstellen, dass er als über 60-jähriger Mentor regelmäßig Mentees mit den unterschiedlichsten Vorgeschichten per Internet-Konferenz an seinen Erfahrungen teilhaben lässt: Komme mit Menschen zusammen – schnell, sicher und von überall!

EduCapital und Moodle

Vor ein paar Tagen fand die diesjährige Moodlemoot in der Kasseler Universität statt. Wer diese Veranstaltung schon in früheren Jahren besuchte, der kannte vieles aus der Keynote des Moodle Gründers Martin Dougiamas. Überraschend war die Aussage, dass „Education for the many“ vor Kurzem 6 Millionen in Moodle investierte. Die Angabe sagt viel darüber aus, wie das Bildungsprojekt gefördert wird: Von den EU-Mietgliedsländern bisher gar nicht – nur von einem französischen Konzern mit einem noblen CEO.

Das stimmt nachdenklich. Allein im deutschsprachigen Raum werden derzeit 214 Hochschulen genannt, die auf Moodle setzen (Quelle: http://blog.e-learning.tu-darmstadt.de/2010/04/09/moodle-instanzen-an-deutschsprachigen-hochschulen/)

Die Anzahl der mit Moodle ausgestatteten deutschen Schulen dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Das leistungsstarke und robuste Lernmanagementsystem begleitet die meisten Schüler und Studenten. Es ist nicht nur gut, sondern, was noch wichtiger ist, es ist als OpenSource „kostenlos“. Allerdings: Von Spenden und kann man solch ein globales Projekt nicht finanzieren.

Angesichts staatlicher Versprechungen von Investitionen im Bildungssektor erscheint es geradezu armselig, dass ein wichtiges strategisches Werkzeug für die Bildung nur mit der Investition einer französischen Unternehmerfamilie in wünschenswertem Umfang weiterentwickelt werden kann. „Education for the many“ gehört zur Familie Leclercq. Sie ist Hauptaktionär der Genairgy-Holding und investiert im Sport- und Freizeitsektor: http://www.genairgy.com/#qui-sommes-nous. Einige Besucher der Kasseler Moodle-Veranstaltung waren irritiert, dass jetzt ein von der Wirtschaft entsandter Vertreter einen Vorstandsposten im Moodle-Hauptquartier hat. https://www.moodlenews.com/2017/moodle-pty-ltd-receives-six-million-dollar-investment/. Wahrscheinlich hat der Moodle-Gründer genau das Richtige getan und sagte sich, dass ein altruistische Unternehmer besser in seinen Vorstand passen würde, als der ungarische Bildungskommissar der EU. Unternehmer wie Julien Leclercq haben erkannt, dass Bildung ein Rohstoff ist, der sich vermehrt, wenn man ihn gebraucht. Damit ist seine Investition in EduCapital und Moodle rentabel und eine PR vom Feinsten.