Inhouse-Schulungen – Technologie ermöglicht Veränderungen

Inhouse Schulungen sind sinnvoll, wenn eine Weiterbildung für mehrere Teilnehmer notwendig ist und der hohe Reiseaufwand es rechtfertigt, dass man die Reisespesen eines externen Trainers übernimmt. Hohe Spesen entfallen, wenn man spezialisierte Videokonferenzsoftware verwendet, die für Teilnehmer kostenlos ist.

Schon für einen Teilnehmer ist diese Form effizient, weil Schulungen passgenau auf dessen Lerntempo zugeschnitten sind und damit weniger Zeit beanspruchen. Man kann Einzel-Schulungen ohne Mehrkosten auf mehrere Tage aufteilen. Die Schulung kann stundenweise zwischen dem frühen Morgen und dem Abend angesetzt werden, zu Zeiten, an denen sich der Teilnehmer am besten konzentrieren kann und am wenigsten gestört wird.

Es zeigt Wertschätzung, wenn Teilnehmer eine genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Fortbildung erhalten, wo überflüssiger Ballast entfällt und sie allein das Lerntempo bestimmen.

Erfahrungsgemäß bringt das schon nach kurzer Eingewöhnung 50 bis 80 % mehr Effizienz als konventionelle Gruppenseminare. Wenn man die Arbeitsplatzkosten des Mitarbeiters bei herkömmlichen Schulungen berücksichtigt, sind die Gesamtkosten der Weiterbildung wesentlich niedriger als bisher.

Dank Blizz®, d.h. der neu entwickelten Videokonferenzsoftware des deutschen Softwarehauses TeamViewer kann in vertrauter Umgebung mit höchsten Sicherheitsstandards gearbeitet werden.

Die für den Unterricht notwendige gemeinsame Bildschirmansicht kann wahlweise vom Teilnehmer zum Trainer umgeschaltet werden. Mit einer kostenlosen Unterrichtseinheit können Teilnehmer feststellen, ob die Videokonferenz das geeignete Mittel zur eigenen Weiterbildung ist.

Zur Zielgruppe des Angebotes gehören sowohl Unternehmen, die einzelne Mitarbeiter weiterbilden möchten, als auch Privatanwender. Technologie schafft Veränderungen: Mit Kosten von 29 Euro pro Unterrichteinheit steht ein erfahrener, zertifizierter Trainer kurzfristig zur Verfügung. Das erspart komplizierte Terminabstimmungen, weite Anfahrtswege und Kursinhalte, die nicht genau auf persönliche Bedürfnisse zugeschnitten sind. Details erhalten Sie auf Anfrage über meeting@bluepages.de

Videosprechstunden mit einem E-Learning-Trainer als Sparringspartner

Sprechstunden am eigenen PC sind Zeit- und Kosten-effizient.

In den Videos aus der Telemedizin wird gezeigt, dass wegen der offensichtlichen Vorteile sogar Verbote aufgehoben werden können: https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-mittagsmagazin/videos/telemedizin-pilotprojekt-startet-100.html

Bestmöglich und effizient schließen sich offensichtlich nicht aus. Die Wartezeit in Praxen war schon immer lästig. Zudem birgt der Besuch eines mit kranken Patienten gefüllten Wartezimmers Gefahren durch Ansteckung wegen Infektionskrankheiten und der Gegenwart von multiresistenten Keimen. weiterlesen

Anleitungen zur Software für Live Schulungen und online Meetings

Bis zu vier Teilnehmer können vom Organisator eines kostenlosen Blizz® Meetings eingeladen werden. Wer größere Teilnehmergruppen zu organisieren hat, muss ein paar Euro im Monat für Blizz zahlen.
Weil es für die aktuelle Version bisher keine verständliche deutsche Einweisung gibt, hat der Autor selbst je eine Anleitung für Teilnehmer und Organisatoren angefertigt. Die wichtigsten Symbole am Bildschirm und grundlegende Einstellungen sind in wenigen Minuten erklärt. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig. Immer wenn es etwas zu besprechen gibt oder am PC etwas zu erklären ist, kann man Blizz blitzschnell starten.
Dazu hat jeder Teilnehmer eine 8 Ziffern lange ID mit der er sofort ein Meeting starten kann. Innerhalb einer Sekunde ist der Start am PC oder am Smartphone vollzogen.
Das Teilen des Bildschirms ist gegenüber Skype und Google Hangouts wesentlich komfortabler und umfassender. Als Organisator oder Präsentator kann man einem Teilnehmer alle notwendigen Rechte einräumen, um gemeinsam an Daten, Präsentation, Statistiken oder Texten zu arbeiten. Das ist Reisezeit und Anfahrtskosten sparend, so wie man das von Fernwartung kennt.
Der Autor kennt verschiedene Mitbewerberprodukte. Blizz scheint derzeit am besten geeignet. – Das ist kein Wunder, es kommt vom deutschen Marktführer bei Fernwartungssoftware TeamViewer.
Wer schon eine Installation hat und sich mit dem Autor über Schulungen und Mentoring unterhalten möchte, sende ihm einfach eine Meeting ID an meeting@konrad-rennert.de

Lebenslanges Lernen und Lehren per Videokonferenz

Fernmeetings ergänzen die Fernwartung – Sowohl blizz® als Software für „Lebenslanges Lernen per Fernmeeting mit Fachleuten“ als auch TeamViewer als „Software für die jederzeitige Fernwartung von Anlagen im IoT (Internet of Things)“ kommen von der Göppinger Softwarefirma TeamViewer GmbH.
Fernmeetings können noch viel weitreichendere Bedeutung für Menschen erlangen, als es die Fernwartung schon lange bei der Technik hat: Bringe Menschen zusammen – schnell, sicher und von überall. Das Wort jederzeit wurde dabei aus dem Slogan der blizz-Videokonferenzsoftware gestrichen, weil Menschen nicht jederzeit wie Maschinen verfügbar sein wollen. 7×24 geht nur, wenn die TeamViewer-Software zur Fernwartung von Technik eingesetzt wird. Aber ansonsten passt bei blizz alles, um Vorhaben zum lebenslangen Lernen schnell, sicher und von überall zu ermöglichen. Man spart nicht nur Schulgebäude, Anfahrtszeiten und -wege, sondern nutzt auch die eigene Hardware und kann an konkreten Fällen die Fragen besprechen: „Training on the Job“ bzw. „Learning by Doing“ mit Fachleuten, die man im Internet schnell finden kann.  weiterlesen

Interaktive Videos gestalten: Das Heiligenberg-Quiz

Mit der Software Camtasia kann man Videos bearbeiten und mit eingebauten Quizfragen das Verständnis überprüfen. PowerPoint Präsentationen liefern eine ideale Basis für ansprechendes interaktives Lehrmaterial und Unterweisungen in Form von Videos. An ausgewählten Stellen hält das Video an und es werden Fragen gestellt. Die Antworten können via SCORM an die üblichen Lernplattformen wie Moodle übergeben werden. Aber auch WordPress-Websites wie die hier vorliegende eignen sich für Quiz-Aktivitäten. Das wird mit dem nachfolgenden Video gezeigt.
Eine Anleitung und weitere Details sowie die Option zum Download der ZIP-Datei finden unterhalb des Videos.

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Einsparpotentiale bei selbstorganisierter Weiterbildung

Selbst organisierte Weiterbildung bietet neben einer höheren Problembezogenheit auch enorme Einsparpotentiale. Die maximale Unterrichtswirksamkeit ist in kleinen Gruppen mit 2 bis 6 Teilnehmern zu erwarten. Das kann man auch der zum abgebildeten Diagramm gehörenden Gleichung entnehmen. Die Kurve mit den Kosten pro Teilnehmer verflacht sich bei mehr Teilnehmern immer weniger. Größere Gruppen senken zwar weiterhin den Anteil des Einzelnen an den umgelegten Kosten für den Dozenten, sie verlängern aber die Kursdauer. Wenn man das berücksichtigt und die verlängerte Seminardauer für die Teilnehmer als bezahlte Arbeitszeit mit einrechnet, kann sich das Preis-Leistungsverhältnis sogar wesentlich verschlechtern.

Abspecken durch Wegfall von Verwaltungskosten

Im Idealfall zahlt eine selbst-organisierte Lerngruppe nur den Mentor bzw. den Dozenten, den sie selbst aus dem Pool von noch zu gründenden „Weiterbildungsproduktionsgenossenschaften“ auswählt.
Selbst-organisierte Lerngruppen bestimmen ihre Lernziele selbst: Das können z.B. Computer-Führerscheine auf dem Standard- oder dem Fortgeschrittenen Niveau sein. Andere Lernziele sind erfolgreiche TOEFL-, DSH- oder HSK-Sprachtests von Auslandsstudenten, die eine Sprachprüfung auf definierten Niveaus nachweisen müssen, wenn sie sich an einer Hochschule einschreiben möchten, an der nicht in der eigenen Muttersprache gelehrt wird. Gefordert ist in der Regel die höchste oder zweithöchste Stufe eines Sprachniveaus nach dem Europäischen Referenzrahmen. Das Bestehen von Prüfungen ist ein klares Ziel. Praktische Kommunikation mit Muttersprachlern und das Bestehen der mündlichen Prüfung kann durch Hinzuziehen eines muttersprachlichen Mentors erleichtert werden. Weniger klar ist die Erfolgsmessung, wenn sich Studenten, Fach- und Führungskräfte einen Mentor suchen, der ihren Vortragsstil optimiert, damit man sich vor akademischen Gremien oder beim Vortrag vor Kollegen nicht blamiert, weil die Sprache unverständlich ist oder die Folien schlecht gestaltet sind.

Lernen im Arbeitsprozeß

Mentoren unterstützen problemorientiert beim zielgerichteten Lösen von Sach- und Fachproblemen. Die Nutzung des Internets erleichtert die Bündelung gleichgelagerter Interessen. Das bewirkt signifikante Kosteneinsparungen. Reisezeiten entfallen und Kurz-Seminare können häufig in Form von Video-Konferenzen angesetzt werden. Sowohl die Problembezogenheit, die Zeitnähe und auch die Nachhaltigkeit sind so besser zu justieren. Man lernt im Arbeitsprozeß und kann sofort die Fachkompetenz eines Mentors einbeziehen. Klassische Seminare eignen sich für horizontales Lernen ohne konkreten Problembezug. Sie werden langfristig geplant und sind breiter angelegt.
Fazit: Für die empfohlene Vernetzung per Videokonferenz spricht, dass anspruchsvolle Berufe häufig mit lebenslangem Lernen gekoppelt sind. Erkannte Defizite müssen kurzfristig, fachgerecht und kostengünstig beseitigt werden.

„Klassensprecher“ koordinieren die Zusammenarbeit mit Dozenten/Mentoren

Es kommt darauf an, ca. 2 bis 6 Gleichgesinnte im gesamten Sprachraum zu einer Gruppe zusammenstellen, wenn man sich statt in einem klassischen Seminarraum in einer via Internet ausgestrahlten Videokonferenz zusammenfinden kann.
Dozenten mit Videokonferenzerfahrung wissen, dass in kleinen, homogenen Gruppen sehr gute Erfolge zu erzielen sind. Das Klima in der Gruppe leidet, wenn technische Störungen oder destruktive Teilnehmer gehäuft auftreten. Wenn die Gruppe von Anfang an ungeeignete Mitglieder fernhält, steigert das sowohl das Lerntempo als auch den fachlichen Tiefgang beim Erreichen der Lernziele. Der Klassensprecher und Organisator wird aus Sicht des Dozenten als Projektleiter, Trendsetter oder Influencer wahrgenommen. Seine Co-Moderation, sein Arbeits- und Sozialverhalten motivieren sowohl den Dozenten als auch die Gruppenmitglieder.
Die Vertiefung des Lehrstoffes wird besonders dann gefördert, wenn sich Teammitglieder auch außerhalb der vom Dozenten geleiteten Videokonferenzen unterstützen.
Dozenten möchten sich auf ihr Fachgebiet konzentrieren und nicht mit der Abrechnung von Honoraranteilen mit einzelnen Gruppenmitgliedern. Das ist teure Zeitverschwendung. Wenn ein Klassensprecher die Teilnehmergebühren einzieht und stellvertretend für die Gruppe als Vertragspartner des Dozenten die Rechnungen des Dozenten begleicht und die sonstige Organisation übernimmt, senkt das ebenso die Nebenkosten, wie der Verzicht auf die Anmietung von Veranstaltungsräumen oder die Anreise von Teilnehmern und Dozenten zum Veranstaltungsort.
Wenn Anreise und Reservierung von Räumen entfallen, kann man häufiger stundenweise zusammenkommen. Die persönliche Weiterbildung kann problemorientiert und neben dem Tagesgeschäft stattfinden.
Download der Präsentation zum Video: https://wer-weiss-was.net/_/LernenPerVideoKonferenzPreiswertOrganisieren.pdf

Emotionen in Sachen Europa

1954 geboren heißt, dass man zum Jahrgang der Kanzlerin gehört. Aus eigener Kindheit hat man die Besorgnis der Eltern zu Zeiten der Kuba-Krise und des Mauerbaus noch im Unterbewusstsein. Die Ängste im kalten Krieg und den NATO-Doppelbeschluss 10 Jahre vor dem Mauerfall. Der Jahreswechsel 1989/1990 bleibt als einer der glücklichsten Momente der Geschichte haften. 28 Jahre später haben wir den Brexit und Trump als US-Präsident und ein Europa, das auf die handelspolitische Milde des unfähigsten Präsidenten der Noch-Weltmacht USA hofft.

Dabei könnte ein vereinigtes Europa viel bewirken, wenn es sich seiner Stärken und seiner Macht bewusst wird. Das Militär hat nicht mehr die Bedeutung wie vor einem halben Jahrhundert, als man die Zahlen der Panzer und Raketen mit Atomsprengköpfen aufrechnete. Durch Frankreichs historische Position wäre Europa dennoch eine Atommacht und könnte sich in entsprechenden Gremien bewegen. Sein junger Präsident hat Visionen, die hoffen lassen.

Wirtschaftlich könnte Europa eine Macht ausüben, die durch ca. eine halbe Milliarde Verbraucher definiert ist: Wenn die europäische Wirtschaft ernsthaft durch die USA oder China bedroht würde, könnte man die Konsumkarte spielen. Die Umsatzsteuer auf alle IT-Dienstleistungen und IT-Produkte, d.h. Hard- und Software wird europaweit auf null gesenkt. Die entstandene Steuerlücke könnte man durch Strafzölle auf alle Produkte aus nicht-kooperierenden Ländern decken. Zum Beispiel 50% auf Produkte namentlich genannter Firmen wie Apple, Facebook, Microsoft, Google und Co, sofern sie nicht in Europa hergestellt und deren Gewinne auch dort versteuert werden. Gleiches könnte auch mit ostasiatischen IT-Importen gemacht werden. Damit fördert man, dass die Produktion von Informationstechnik samt der Wertschöpfung wieder nach Europa verlagert wird.

Man muss so etwas nicht kurzfristig machen, aber man muss auf europäischer Ebene zeigen, dass man es machen würde, wenn Verträge nicht ernst genommen und europäische Interessen nicht angemessen berücksichtigt werden.

Europa ist ökonomisch so vielseitig, dass es sich einen Schritt in die Abschottung eher leisten könnte, als die USA oder China. Vielleicht wäre Macron der richtige von allen EU-Bürgern gewählte Präsident. Von der alten Garde der Europapolitiker und den Populisten europäischer Randstaaten kann keine Vision für Europa ausgehen. Macrons Rede vom 26. September 2017 ist die Bewerbung für diese Aufgabe: https://de.ambafrance.org/Staatsprasident-Macron-Initiative-fur-Europa

Deutschland hat Kreativität zu bieten

Hierzulande gibt es innovative Softwareentwicklungen aber leider kein effizientes Marketing zur Monetarisierung und auch keine nennenswerte staatliche Förderung der Einsatzmöglichkeiten. Den Karlsruher Ingenieur Niko Fostiropoulos nenne ich hier als Beispiel. Er ist aktives Mitglied der „Linken“ und Gründer und Geschäftsführer des Bildungsunternehmens alfatraining. Als glaubwürdiger Visionär steht er für barrierefreie Bildung in Europa. Das konnte der Autor persönlich als Teilnehmer am Neujahrempfang seines Unternehmens erleben. Eingeladen war er wegen seiner mehrfachen Dozententätigkeit zum Thema Europäischer Computerführerschein. Das Karlsruher Startup wird aus vielerlei Gründen keine hinreichende Unterstützung erfahren, obwohl die Lösung alfaview® des Unternehmens in der Praxis sehr überzeugend ist und auch oft auf Bildungsmessen (Learntec, Didacta,…) präsentiert wird.
Nur der größte europäische Softwarehersteller SAP konnte als wichtiger Kunde gewonnen werden und setzt alfaview für Präsenzschulungen per Videokonferenz ein. Das ist ein Ritterschlag für die Qualität des Produktes. Es ist aber kein Garant für seinen wirtschaftlichen Erfolg. Dafür bräuchte die Lösung des links-denkenden Unternehmers eine Lobby. Die hat er nicht und die wird er wahrscheinlich auch nicht bekommen. Das ist schade, weil bald wieder zukunftsweisende deutsche Technologie von anderen Ländern adaptiert wird und dann dort die Ernte eingefahren wird.

Verpasste Chancen haben Tradition

So etwas hat Tradition: In der Geschichte zur Erfindung des Telefons kommen viele Deutsche Namen zum Vorschein: Gauß, Weber und Reis. Das Geld als Patentinhaber haben dann amerikanische Unternehmen geerntet (Bell). In Deutschland fuhren schon 1903 Schienenfahrzeuge von AEG und Siemens mit über 200 km/h. Heute kann man hierzulande immer noch Züge bauen, aber in China wird mit der Massenproduktion von Weiterentwicklungen deutscher Technik das Geld verdient. Konrad Zuse hat im Jahre 1941 den Z3 Computer gebaut. Es war der erste funktionstüchtige, vollautomatische, programmgesteuerte und frei programmierbare, in binärer Gleitkommarechnung arbeitende Rechner. Dieser erste funktionsfähige Computer der Welt wurde am 21. Dezember 1943 bei einem Bombenangriff zerstört. Vom Krieg und seine Folgen hat sich Zuses Unternehmen nie wieder erholt. Heute stellt China die meisten Computer her.

Vom Ländle geförderte Startups sind zu klein angelegt

Nicht nur dem deutschen Unternehmen alfatraining sondern dem in der 120 km entfernten Stadt Göppingen gegründeten Unternehmen TeamViewer droht, dass es mangels einer Lobby im eigenen Land und trotz eines sehr guten Produktes keine Ernte seiner Kreativität einfährt. Möglicherweise stehen chinesische Investoren bereit, um das Knowhow abzugreifen. Kuka und Co. lassen nicht nur aus China grüßen, sondern zeigen den wahrscheinlichsten Weg bei der Verwertung deutschen Knowhows. Innovationen im Bereich der Bildung benötigen eine Lobby. Bildung ist Ländersache und da ist es unwahrscheinlich, dass man sich zusammentut, um Deutschland oder Europa als Standort für Innovationen zu sichern. Wenn man an die verpassten Chancen beim Schienenverkehr und der Computerentwicklung denkt, befürchtet man die Wiederholung der Fehler. Durch Artikel wie den im Spiegel: KÄMPFEN UND KUNGELN http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13680751.html scheinen positive Auswirkungen von Lobbyismus kaum möglich. Das schändliche Gebaren der NRA in den USA bestätigt den Artikel und verhindert positive Ansätze.

Verschlafen von Innovationen bewirken den Abstieg 

„Ballmer Laughs at iPhone“ dokumentiert, wie man sein eigenes Unternehmen (Microsoft) durch das nicht rechtzeitige Erkennen zukunftsweisender Entwicklungen in die Zweitklassigkeit bringt. Das gilt für Unternehmen wie auch Länder. Deutschland hat sehr gute Ingenieure und Entwickler, aber sie haben nur zweitklassige Vermarkter und Lobbyisten (=Netzwerker).

Deshalb droht Produkten wie alfaview und blizz ein ähnliches Schicksal wie früheren deutschen Entwicklungen: Entwickelt in Deutschland, übernommen von China oder den USA. Dort werden sie dann richtig vermarktet. Das ärgert Menschen, die Potenziale erkennen und zusehen müssen, wie schnell die Patente hier entwickelter Technologie global verramscht werden.

Bildung ist die einzige Ressource, die sich durch Gebrauch vermehrt

Gerade bei Technologien zur Förderung von Bildung und Ausbildung wäre eine gute europäisch denkende Lobby wichtig. Mit den beiden beschriebenen Entwicklungen aus dem Ländle (blizz und alfaview) können die Reichweite und Nachhaltigkeit verbessert werden. Selbst Insider wie der Autor erkennen die enormen Vorteile erst auf den zweiten Blick: Im direkten Vergleich zur Unterrichtswirksamkeit wird eine Anwesenheit im gleichen Raum immer besser abschneiden als der Präsenzunterricht per Videokonferenz, weil alle Sinne angesprochen werden können, weil die Ablenkung durch die Umgebung für alle gleich ist und weil die Einhaltung von Regeln besser überwacht werden kann. Der Autor hat viele Jahre Vorbereitungskurse zum Europäischen Computerführerschein (ECDL) in der althergebrachten Form durchgeführt. Als Teletutor benötigte er ca. 20% mehr Zeit, um den gleichen Stoff zu vermitteln und um dann vergleichbare Prüfungsergebnisse zu erzielen.

Diese 20 % Zeitverlust lassen sich allein schon durch den Wegfall der Anfahrtskosten und der Anfahrtszeit hereinholen.

Vorteile durch Entwicklung der Medienkompetenz

Aber dann kommen die Pluspunkte für viele schulische Veranstaltungen, d.h. die Vorteile die man durch den Einsatz von alfaview und blizz haben könnte:
Die im Fernsehbericht sichtbare schlechte Qualität der Bildübertragung der ostfriesischen Inselschule liegt 6 Jahre zurück. Bei digitalen Themen ist das sehr lange und die gezeigte Technik ist abgesehen vom großen Bildschirm museumsreif. Heute bedarf es neben handelsüblicher Hardware bei den Schülern (BYOD) nur eines gut ausgebauten WLANs in der Schule, um die folgenden Optionen zu nutzen:

  • Standort-übergreifende Veranstaltungen zur Information und Diskussion können leicht angesetzt werden. Die Reisezeiten entfallen
  • Mit Zustimmung der Beteiligten lassen sich (derzeit nur mit blizz) komplette Veranstaltungen zur Dokumentation und zum Nacharbeiten aufzeichnen
  • Externer Fachleute können per virtueller Face-to-Face Konferenz einbezogen werden
  • Stundenweise Weiterbildung von Lehrpersonal ist ohne Unterrichtsausfall möglich
  • Landesweite Rekrutierung von Fachlehrern für Mangelfächer via Videokonferenz
  • Barrierefreie Teilnahme am Unterricht, falls Schüler entweder gar nicht oder nur mit hohem Aufwand eine Schule besuchen können
  • Umsetzung überregionaler Bildungsangebote zur Förderung der Besten
  • Verhinderung von Nachteilen bei kleinen Schulen im ländlichen Raum: durch überregionales Fachlehrer-Sharing via Teletutoring für die Schüler
  • Interkultureller Unterricht mit Muttersprachlern per Videokonferenz auch außerhalb des immer seltener stattfindenden Schüleraustauschs
  • Häufiger direkter Kontakt mit muttersprachlichen Lehrern und Schülern aus anderen Sprachräumen

Damit die Disziplin in den vom fernen Lehrer getrennten Klassen nicht leidet und technisch weniger versierte Schüler in der Anfangsphase unterstützt werden können, wird möglicherweise ein Assistent vor Ort benötigt. Bei alfatraining hat der Autor die Erfahrung gemacht, dass das auch bei Erwachsenen so ist.

Weitere Optionen: Teletutoring für Zuwanderungswillige und Fern-Mentoring

Die leistungsfähige Videokonferenz-Software ermöglicht Teletutoring für Zuwanderungswillige und sie ermöglicht Mentoring aus der Ferne. Das geht weit über die Möglichkeiten von E-Mail und Telefon hinaus, weil die im Ländle entwickelte Software der realen Anwesenheit im Raum gefühlt schon sehr nahekommt.

Wissenschaftssprache Deutsch
Am eigenen Wohnort gibt es selten Lehrer, welche die zu lernende Fremdsprache als Muttersprache sprechen. Noch unwahrscheinlicher ist es, dass man einen muttersprachlichen Mentor findet, der auch den zum Studienabschluss passenden Fachjargon spricht. Aus der Ferne wirkende muttersprachliche Mentoren könnten über passende Netzwerke den Praxisbezug herstellen. Selbst wenn sie zusätzliche Kosten verursachen, kann das Auslandsstudium insgesamt preiswerter werden: Die chinesischen Ansprechpartner des Autors hatten mehrere hundert Stunden Deutsch bei ihren chinesischen Lehrern gepaukt. Dann kamen sie zum Studium nach Deutschland und fielen durch die DSH-Prüfung. Sprachkompetenz auf akademischem Niveau kann nur unzureichend durch das Pauken von Vokabeln und durch ein Studium von üblichen Sachtexten erworben werden. Lehrkräfte der Kasseler Uni haben die von ihnen erkannte Misere in einem Zeit-Artikel treffend beschrieben. http://www.zeit.de/2017/13/internationale-studenten-deutschkenntnisse-universitaet/komplettansicht

Wenn keine Kontakte zu Muttersprachlern vorkommen, bleibt Sprachunterricht praxisfern. Selbst wenn sie in Deutschland angekommen sind, bleiben Menschen aus anderen Kulturen oft isoliert, weil ihre Andersartigkeit und unsere Ängste und Vorurteile den direkten interkulturellen Austausch erschweren. Einige tausend Euro für zusätzliche Sprach-Schulung im Ausland (Deutschland) sind zu investieren. Die Aufenthaltsdauer bis zum angestrebten akademischen Abschluss muss um ein bis zwei Semester verlängert werden.

Der Autor war selbst als Mentor aktiv. Er hat sich praxisnahe Lektionen von seinem chinesischen Mentee vorschlagen lassen. Gemeinsam hat man dann drei Projekte als OER für andere Studenten erstellt und veröffentlicht. Man kann sie sich auf einer Moodle-Plattform ansehen, wenn man sowohl beim Anmeldenamen als auch beim Kennwort ein kleines a eingibt: https://bluepages.moodlecloud.com

Teletutoring, Coaching und Mentoring via Internet – Qualifizierung ohne Grenzen

Viele Länder Europas brauchen Zuwanderung. Gesucht sind jedoch nur integrationswillige Zuwanderer, welche sich durch Arbeit ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren können. Ohne Sprachkenntnisse geht nichts. Was liegt da näher, als die Sprachkompetenz schon im Heimatland zu fördern. Wer ein Angebot zum Erlernen der deutschen Sprache per Videokonferenz annimmt und am Ende ein anerkanntes Zertifikat gemäß den Sprachniveaustufen nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen erhält, beweist enormen Leistungswillen. Derart motivierte Zuwanderer können schneller integriert werden, als jemand ohne deutsche Sprachkenntnisse, der zufällig von irgendwelchen Schleppern an europäischen Küsten abgesetzt wird. Absehbare Integrationsprobleme wegen fehlender Sprachkenntnisse und unrealistischer Vorstellungen über die Anforderungen an Zuwanderer könnten Menschen ohne Sprachbegabung und Leistungsbereitschaft abhalten, nach Europa zu flüchten. Deren Fernbleiben wegen desillusionierender Fern-Aufklärung entlastet europäische Sozialsysteme genauso wie eine verkürzte Eingliederungsdauer der per Internet unterrichteten Zuwanderer.

Das Geld für die Weiterentwicklung von alfaview verdient der genannte Unternehmer mit geförderte Weiterbildung für Arbeitssuchende. Da ist dank geringer Arbeitslosigkeit kaum Wachstum möglich. Jetzt wäre es sinnvoll, die bewährte Technik im gesamten Bildungsbereich zu einzubringen, um die Reichweite von fähigen Lehrern und Mentoren zu erhöhen. Der Autor selbst könnte sich vorstellen, dass er als über 60-jähriger Mentor regelmäßig Mentees mit den unterschiedlichsten Vorgeschichten per Internet-Konferenz an seinen Erfahrungen teilhaben lässt: Komme mit Menschen zusammen – schnell, sicher und von überall!

EduCapital und Moodle

Vor ein paar Tagen fand die diesjährige Moodlemoot in der Kasseler Universität statt. Wer diese Veranstaltung schon in früheren Jahren besuchte, der kannte vieles aus der Keynote des Moodle Gründers Martin Dougiamas. Überraschend war die Aussage, dass „Education for the many“ vor Kurzem 6 Millionen in Moodle investierte. Die Angabe sagt viel darüber aus, wie das Bildungsprojekt gefördert wird: Von den EU-Mietgliedsländern bisher gar nicht – nur von einem französischen Konzern mit einem noblen CEO.

Das stimmt nachdenklich. Allein im deutschsprachigen Raum werden derzeit 214 Hochschulen genannt, die auf Moodle setzen (Quelle: http://blog.e-learning.tu-darmstadt.de/2010/04/09/moodle-instanzen-an-deutschsprachigen-hochschulen/)

Die Anzahl der mit Moodle ausgestatteten deutschen Schulen dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Das leistungsstarke und robuste Lernmanagementsystem begleitet die meisten Schüler und Studenten. Es ist nicht nur gut, sondern, was noch wichtiger ist, es ist als OpenSource „kostenlos“. Allerdings: Von Spenden und kann man solch ein globales Projekt nicht finanzieren.

Angesichts staatlicher Versprechungen von Investitionen im Bildungssektor erscheint es geradezu armselig, dass ein wichtiges strategisches Werkzeug für die Bildung nur mit der Investition einer französischen Unternehmerfamilie in wünschenswertem Umfang weiterentwickelt werden kann. „Education for the many“ gehört zur Familie Leclercq. Sie ist Hauptaktionär der Genairgy-Holding und investiert im Sport- und Freizeitsektor: http://www.genairgy.com/#qui-sommes-nous. Einige Besucher der Kasseler Moodle-Veranstaltung waren irritiert, dass jetzt ein von der Wirtschaft entsandter Vertreter einen Vorstandsposten im Moodle-Hauptquartier hat. https://www.moodlenews.com/2017/moodle-pty-ltd-receives-six-million-dollar-investment/. Wahrscheinlich hat der Moodle-Gründer genau das Richtige getan und sagte sich, dass ein altruistische Unternehmer besser in seinen Vorstand passen würde, als der ungarische Bildungskommissar der EU. Unternehmer wie Julien Leclercq haben erkannt, dass Bildung ein Rohstoff ist, der sich vermehrt, wenn man ihn gebraucht. Damit ist seine Investition in EduCapital und Moodle rentabel und eine PR vom Feinsten.