Bildung im Wandel

Bei einem Besuch in Göttingen bemerkte ich bauliche Neuerungen, die anderenorts Verwunderung hervorrufen würden: Aufwändige Architektur für Arbeitskabinen mit Bücherwagen. Digitale Bibliotheken für die Belieferung von Home-Offices aufzubauen wäre zeitgemäßer.
Als ich vor 40 Jahren das Privileg hatte, an einer der bekanntesten deutschen Universitäten Physik zu studieren, gab es die ersten Computer und noch kein Internet. Die abgebildeten Arbeitskabinen wären bei den meisten Studiengängen gut angekommen. Als angehender Physiker hatte ich Glück: Einen ruhigen Diplom-Arbeitsplatz im Wald zwischen den Gerätschaften von Gauß und Wiechert und manchmal besuchte man noch die Hörsäle, in denen schon einige spätere Nobelpreisträger gesessen hatten.
Im Institut, wo ich meine Diplomarbeit anfertigte ist jetzt die Jugendhilfe der Caritas untergebracht. „Jung-Akademiker-Intensivhaltung“ war mein erster Gedanke beim Anblick der teuren Neubauten.
In ärmeren Ländern wären die Kosten für das abgebildete Gebäude nicht vermittelbar. Für das Studium des Nachwuchses stehen dort weniger Mittel zur Verfügung. Online-Bildung benötigt keine Prestige-Bauten, sondern gute Datenautobahnen. Damit werden Dozenten und Studenten vernetzt und Angebote sind überall verfügbar.
Seit Jahren bin ich Online-Dozent. Meine Materialien werden digital bereitgestellt. Meine Teilnehmer müssen nicht mehr auf hartem Hörsaal-Gestühl sitzen, sondern in Arbeitskabinen der Bildungsinstitute, wenn in der eigenen Wohnung kein passender Internet-Zugang besteht. Immer öfter sitzen sie jedoch im eigenen „Home-Office“, d.h. dem heimischen Arbeitszimmer mit Internetzugang.
Maximal 25 Kursteilnehmer sind deutschlandweit mit mir in einer Videokonferenz verbunden. Ein zweiter Bildschirm am Notebook bildet unseren virtuellen Klassenraum ab. So sieht man sich und spricht über ein Headset miteinander. Es ist fast wie im richtigen Klassenzimmer. Ein paar Sinne werden jedoch nicht angesprochen: Man riecht nicht welche Käsesorte der Mitschüler auf dem Pausenbrot hat und nimmt nicht wahr, was jenseits des Webcam-Aufnahmebereichs an Ablenkungen existiert.
Nur noch für die Zertifizierung bzw. Abschlussprüfungen müssen die Teilnehmer in beaufsichtigte Räume kommen, um Täuschungsversuche bei Prüfungen zu verhindern.
Die technische Ausstattung für Dozenten und Studenten ist für weniger als 1000 Euro zu beschaffen, falls sie nicht sowieso schon vorhanden ist.
Termine für meine Schnupperkurse können dem aktuellen pdf-Flyer entnommen werden.

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Live-Kurse per Videokonferenz

Ab dem 15. Januar 2019 gibt es kostenlose Live-Kurse per Videokonferenz. Die nächsten Termine sind auf dem YouTube-Kanal von Konrad Rennert verknüpft: https://youtube.com/KonradRennert

Ziel ist die Gewinnung von Teilnehmern für ein Inverted Classroom Konzept, welches ein Bildungsverlag passend zu seinen Kursunterlagen vorschlägt. Gegenstand der ersten kostenlosen Termine ist die Vorbereitung auf Prüfungen für den Computerführerschein.

Die Live-Schulung wird mit der Videokonferenzsoftware Blizz von TeamViewer durchgeführt. Das ist der deutsche Marktführer für Fernwartungssoftware. Für die Teilnehmer ist die notwendige Software kostenlos. Mit einem Link kann sie entweder direkt im Browser oder nach lokaler Installation der App auf Smartphones oder PCs genutzt werden.

Wer den vollen Support bei der Bearbeitung aller zu den Unterlagen gehörenden Übungen und eine 1 zu 1 Betreuung haben möchte, kann den Zugang zur wer-weiss-was.net Plattform buchen.

Dort stehen auch alle bei Live-Veranstaltung gemachten Aufzeichnungen zur Verfügung. Mit TeamViewer können Kursleiter die Fragen direkt am PC der Teilnehmer beantworten.

Während der Videokonferenzen wird ein Zugang zu einem Google Doc als beschreibbare Wandtafel freigegeben. Dort können die Teilnehmer der Schnupperkurse ihre Fragen stellen die nach jeweils einem Abschnitt beantwortet werden. Während des Vortrages werden die Mikrofone der Teilnehmer vorübergehend stumm geschaltet, um die Aufzeichnung frei von Tonstörungen und Rückkopplungseffekten zu halten. Die Live-Meetings werden 10 Minuten vor dem offiziellen Beginn geöffnet. So können die Teilnehmer miteinander sprechen und ihre Ausrüstung testen. Das gilt auch für die Pausen zwischen den Abschnitten. Das offene Konzept beinhaltet Training und Coaching. Interessierte Teilnehmer lernen in Workshops, wie man vergleichbare Angebote machen kann: Am Anfang des Coachings bauen sie sich einen eigenen Kursraum auf der Plattform auf, später legen sie sich eine eigene Lernplattform an und exportieren ihre Kurse, um sie dort zu vermarkten oder als OER anzubieten.

Die Optionen bei einer Zusammenarbeit mit Firmen, Anbietern von Fortbildung und VHS können unmittelbar nach den Schnupperkursen per Videokonferenz besprochen werden.

Erfahrungen mit edudip und der vhs.cloud

Am 13. November hatte ich die Möglichkeit, bei der VHS der Region Kassel eine Videokonferenz mit der vom Deutschen Volkshochschul-Verband e.V. (DVV) empfohlenen Kombination aus vhs.cloud und edudip® als Moderator zu testen. 15 Teilnehmer waren eine Stunde über eine Videokonferenz verbunden. Das für den Test gewählte Vortragsthema gehört in den Bereich Allgemeinwissen. Dozenten (Moderatoren) sollten beim Vortrag über einen zweiten Monitor verfügen: Auf einem Monitor wird präsentiert, erklärt und vorgeführt, auf dem anderen sieht man als Moderator sein Publikum und den Verlauf des Chats. Edudip lässt viele Teilnehmer zu. Sie können sich über einen integrierten Chat mit Textbeiträgen beteiligen. Nachteilig ist, dass nur vier der Teilnehmer gleichzeitig zu aktiven Teilnehmern ernannt werden können. Nur aktive Teilnehmer können direkt im Konferenzraum mit den maximal 4 Moderatoren reden. weiterlesen

Pressemitteilung: Excel-Quizmacher für Pädagogen

Quizze sind die unterhaltsamste Art, Paukwissen zu vermehren. Fragen für das Quizduell und „Wer wird Millionär?“ werden nach einem festen Schema erstellt. Solche Produktionsschemen gibt es auch auf der für schulische Zwecke optimierten Quizdidaktik-Website aus Bayern.
Was fehlt ist ein Tool, um eigene Fragenpools sinnvoll zu verwalten oder mit anderen auszutauschen: Fragen sollten in Tabellenform vorliegen, sortiert und selektiert werden können. weiterlesen

Rationalisierung bei der Produktion von Tests und Lernkontrollen


Wer rationalisiert, ist zu faul, um immer wiederkehrende Dinge händisch auszuführen. Ein 63 Jahre alter Artikel beschreibt treffend die Angst vor dem Verlust zeitraubender Arbeit: https://www.zeit.de/1955/20/angst-vor-rationalisierung

Wer beim Einsatz von Informationstechnik rationalisieren möchte, muss programmieren können. Nur wer die Zusammenhänge und Strukturen erkennt und versteht, kann effizienter arbeiten als andere, die das noch nicht können.

Auch ohne Informatiker oder hauptberuflicher Programmierer und Entwickler werden zu müssen, kann man mit Excel und VBA viele Dinge optimieren. Zum Beispiel die Verwaltung von Testfragen und die Produktion von JavaScript-Selbsttests und Lernkontrollen mit Moodle. Rationalisierung bedeutet hier, dass Fragenpools wiederverwendet und weitergegeben werden dürfen und dass die Antworten der Teilnehmer nicht mehr manuell überprüft werden müssen.

Wer überlegt, ob der geplante Kurs „Selbsttests und Lernkontrollen generieren“ für das eigene Unterrichtsfach interessant ist, kann das anhand von bereit stehenden Fallbeispielen prüfen und sich für den ab Herbst geplanten Videopräsenzkurs vormerken lassen. Das ist eine Live-Schulung per Videokonferenzsoftware via Internet.

Im Kurs werden die notwendigen Grundlagen vermittelt, um die für Testproduktionen notwendigen Programmierungen mit Excel und VBA zu verstehen und selbständig zu erweitern.

Mit dem Knowhow aus dem Kurs werden dann Dateien erzeugt, wie sie in der Download-Spalte der nachstehenden Tabelle abrufbar sind.

Die JavaScript-Tests (js) kann man auf lokalen Datenspeichern entpacken. Für die Installation der darunter stehenden Download-Angebote benötigt man eine Moodle-Lernplattform mit Zugangsrechten als Kursleiter.
Als Prüfungsteilnehmer kann man sowohl die JavaScript-Selbsttests als auch die Lernkontrollen in Moodle über den Demozugang (s. Erläuterung) nutzen.

Download Format Erläuterung
js ZIP 6 JavaScript-Selbsttests mit ca. 300 Zuordnungsfragen in zwei Varianten: BWL-Englisch-Vokabeln, Chinesisch-Vokabeln und Länder und ihre Hauptstädte. Nach dem Download des ZIP-Archivs lassen sich die Fragen auf lokalen Datenträgern oder auf einem Webserver entpacken: Demo auf einem Webserver
bluepagesQuestionBank.xlsx Excel Diese Arbeitsmappe enthält ca. 1000 Multiple-Choice Fragen in 10 Tabellen zu jeweils einer Fragenkategorie.
Mit Excel ist diese Fragen-Bibliothek leicht zu pflegen und zu erweitern.
Per VBA Makro können komplette Tabellen in eine Moodle-XML-Datei gesendet werden.
Moodle-XML ZIP Das Archiv enthält 10 XML-Dateien für den Import in Moodle. Sie wurden per VBA-Makro aus der vorstehenden Excel-Arbeitsmappe erzeugt.
sicherung-moodle2-course ZIP Gesicherter Moodle-Kurs zur Wiederherstellung auf einer aktuellen Moodle-Lernplattform. Die 10 XML-Dateien sind bereits importiert und jeweils in einem Test verwendet: Demo auf einem Moodle-LMS Bitte geben Sie zum Start den Anmeldenamen a ein. Das zugehörige Kennwort ist ebenfalls a
Komplett xlsx xml mbz ZIP Die zuvor beschriebenen Downloads zu Moodle in einem Archiv.

Technologieeinsatz bei Weiterbildung auf dem Land


Es gibt mehrere Bildungsträger, die bundesweit zusammengestellte Teilnehmergruppen mit spezieller Videokonferenzsoftware unterrichten. Vor allem die von der Arbeitsagentur ausgestellten Bildungsgutscheine sorgen dort für steigende Umsätze. Vergleichbare Kursangebote mit klassischem Unterricht wie in einer Schule müssten wohl häufig abgesagt werden, weil die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden kann. Ausreichende Teilnehmerzahlen für Videopräsenzkurse im gesamten Sprachraum zu erreichen, ist kein Problem. weiterlesen

Sprechstunden im Internet

Im Nachbarort hat gerade ein Arzt die Telemedizin via Internet in unserem Landkreis gestartet.

OfficeSprechstunden zu Themen in Sachen Excel und anderen Microsoft-Anwendungen kann man online bei mir vereinbaren. Dann werden per Videokonferenz die Fragen an dem Bildschirm besprochen, wo sie entstanden sind. Der 1. Versuch kostet nichts. Weitere Sprechstunden kosten dann etwa soviel, wie eine Beratungsstunde beim Fachmann. Kostenlos bleibt jedoch der Abruf von fünf Stunden Excel-Know-how von meiner YouTube-Plattform:

Ein Erklärvideo informiert schneller als viele gedruckte Seiten. In 14 Videos werden in leicht verständlicher freier Rede und auf der Basis echter Datenbestände die Dinge erklärt, die in Grundlagenkursen oder im Selbststudium häufig übersehen werden.

Alle Fallbeispiele aus den Videos lassen sich als ZIP-Archiv herunterladen: https://konrad-rennert.de/wp-content/uploads/2018/05/ExcelSprechstunde.zip

Videosprechstunden mit einem E-Learning-Trainer als Sparringspartner

Sprechstunden am eigenen PC sind Zeit- und Kosten-effizient.

In den Videos aus der Telemedizin wird gezeigt, dass wegen der offensichtlichen Vorteile sogar Verbote aufgehoben werden können: https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-mittagsmagazin/videos/telemedizin-pilotprojekt-startet-100.html

Bestmöglich und effizient schließen sich offensichtlich nicht aus. Die Wartezeit in Praxen war schon immer lästig. Zudem birgt der Besuch eines mit kranken Patienten gefüllten Wartezimmers Gefahren durch Ansteckung wegen Infektionskrankheiten und der Gegenwart von multiresistenten Keimen. weiterlesen

Lebenslanges Lernen und Lehren per Videokonferenz

Fernmeetings ergänzen die Fernwartung – Sowohl blizz® als Software für „Lebenslanges Lernen per Fernmeeting mit Fachleuten“ als auch TeamViewer als „Software für die jederzeitige Fernwartung von Anlagen im IoT (Internet of Things)“ kommen von der Göppinger Softwarefirma TeamViewer GmbH.
Fernmeetings können noch viel weitreichendere Bedeutung für Menschen erlangen, als es die Fernwartung schon lange bei der Technik hat: Bringe Menschen zusammen – schnell, sicher und von überall. Das Wort jederzeit wurde dabei aus dem Slogan der blizz-Videokonferenzsoftware gestrichen, weil Menschen nicht jederzeit wie Maschinen verfügbar sein wollen. 7×24 geht nur, wenn die TeamViewer-Software zur Fernwartung von Technik eingesetzt wird. Aber ansonsten passt bei blizz alles, um Vorhaben zum lebenslangen Lernen schnell, sicher und von überall zu ermöglichen. Man spart nicht nur Schulgebäude, Anfahrtszeiten und -wege, sondern nutzt auch die eigene Hardware und kann an konkreten Fällen die Fragen besprechen: „Training on the Job“ bzw. „Learning by Doing“ mit Fachleuten, die man im Internet schnell finden kann.  weiterlesen